12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

Wissensvermittlung für die Praxis
• Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements
• regionale Vernetzung der Akteur*innen
• Förderung der gemeinsamen Verantwortung vor Ort

„Methode oder Wirksamkeit von Bürgerräten“ oder „Wer spaltet wird einsam“
(Themen-Workshop)

04.09.2021, 10 – 17 Uhr
Lauenburg, Fürstengarten
Referent*innen: Claudine Nierth (Mehr Demokratie e.V.), Annegret Kühne (Bürger:InnenRat für Zukunftsfragen (BfZ) zum Thema Arbeit)

Egal ob Freund oder Feind, Rechts oder Links, Oben oder Unten – mit Spaltungen jeglicher Art kommen wir nicht weiter. Sie ziehen nur Gräben und treiben die Menschen auseinander. Stattdessen wollen wir uns zusammensetzen, einander verstehen und gemeinsam überlegen, was das Beste für alle ist. Wir brauchen Brücken, die die Gräben überwinden und einen Ort, wo wir einander in Augen schauen, egal was der andere denkt. Im Zentrum steht die Würde des Menschen, die können wir achten, auch wenn wir vielleicht die Meinung des anderen verachten. Ein ausgeloster Bürgerrat, in dem sich zufällig gewählte Menschen treffen, um gemeinsam Lösungen für alle zu finden – ja, das ist neu!

Claudine Nierth ist Bundesvorstandssprecherin von „Mehr Demokratie“, einer Organisation, die sich für mehr Einflussnahme der Bürger auf die Politik einsetzt. Claudine Nierth hat selbst vier erfolgreiche Volksbegehren initiiert und mit „Mehr Demokratie“ die beiden ersten, deutschlandweit gelosten Bürgerräte organisiert.

Annegret Kühne arbeitet seit 1994 als freischaffende Designerin für Visuelle Kommunikation und seit 2004 als Lehrbeauftragte für Kommunikation und Design, Kommunikationstrainerin und Coach. Sie arbeitet mit dem „Bürger:InnenRat für Zukunftsfragen“ mit Bürger*innen aus der Metropolregion Hamburg zum Thema Arbeit

Anmeldung unter: friederike.betge@lauenburg-elbe.de

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12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

Wissensvermittlung für die Praxis
• Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements
• regionale Vernetzung der Akteur*innen
• Förderung der gemeinsamen Verantwortung vor Ort

„Gesellschaft dekolonialisieren?“
Postkoloniale Perspektiven am Beispiel von anti-asiatischem Rassismus

09.09.2021, 17:00 – 20:30 Uhr
(online)
Referent*innen: Dr. Kien Nghi Ha (Kultur- und Politikwissenschaftler) und Mitglieder der Initiative „Kiel Postkolonial“

Deutschlands koloniale Geschichte ist unterschiedlich mit Asien, vor allem mit China verbunden, und hat spezifische Ausprägungen, die bis in die Gegenwart hineinreichen wie etwa der aktuelle Rassismus mit anti-chinesischem Coronabezug verdeutlicht.

Dr. Kien Nghi Ha wird zunächst einen historischen Blick auf China als reichen und ehrerbietigen Sehnsuchtsort des zivilisatorischen Fortschritts darlegen, als das es in der europäischen Wahrnehmung lange Zeit galt. Diese Narration verschob sich im aufkommenden modernen Rassismus des Westens im langen 19. Jahrhundert immer stärker zugunsten eines Bildes, das Ideologeme der eigenen „rassischen“ und kulturellen Überlegenheit mit imperialistischen Machtinteressen und vielfältigen Diskursen wie Praktiken der Abwertung, Pathologisierung und Unterdrückung des asiatischen Anderen verband. So ist die Konstruktion der „Gelben Gefahr“ eine wirkungs- und geschichtsmächtige Erfindung, die das Siegel „Made in Germany“ trägt. Solche Diskurse unterfüttern bis heute unser Chinabild und prägen gemeinsam mit anderen populärkulturellen Klischeevorstellungen gängige Muster, die Asiatische Deutsche und migrantische Menschen mit Asienbezug nicht nur kulturell othern, sondern auch als ewig Andere „rassisch“ ausgrenzen.

Anschließend an die Betrachtungen dieser Kontinuitäten wird die Initiative „Kiel Postkolonial“ diese postkoloniale Perspektive an ein paar anschaulichen Beispielen verdeutlichen und zeigen, wie sich Kolonialismus auch heute im Kieler Stadtbild manifestiert. Je nach Interessenlage der Teilnehmenden berichten sie über ihre aktuellen Schwerpunkte, ihre Arbeitsweise und Ziele und kommen sehr gerne über weitere Anknüpfungspunkte postkolonialen Engagements ins Gespräch.

Anmeldung unter: luebeck@rbt-sh.de

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Andreas Kemper

Andreas Kemper ist ein deutscher Publizist und Soziologe. Bekannt wurde er durch kritische Publikationen zu antidemokratischen Tendenzen in der AfD. Kemper wuchs in Nordhorn auf, wo beide Eltern in der Textilindustrie arbeiteten. Er studierte Philosophie, Soziologie und Pädagogik an der Universität Münster und der FU Berlin. In Münster legte er 2005 das Magister-Examen ab, Titel der Magisterarbeit ist Möglichkeiten der Bildungspolitik für Arbeiterkinder.

Soziale Ungleichheit als Nährboden für Populismus
Seminar mit Andreas Kemper

18.09.2021, 09:30 – 16:30 Uhr
Ratssaal des Rathauses
Unter den Linden 1, Ratzeburg
Teilnahme kostenfrei
Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

Der Erfolg von Populismus und populistischen Bewegungen scheint einem dichotomischen Muster zu folgen. Ländliche Räume werden gegen Metropolregionen ausgespielt, das Volk gegen seine vermeintliche Eliten, Liberalismus gegen Volksgemeinschaftsideale, Globalisierung gegen Nationalstolz. Dabei ist gibt es ein durchgehendes Narrativ, dass es eine abgehängte, unbeachtete, vergessene Bevölkerungsgruppe gibt, die kein Gehör mehr findet für ihre Nöte, keine Stimme hat und in den politischen Entscheidungen nicht mehr vorkommt, die wirtschaftlich abzurutschen droht oder bereits abgehängt ist vom gesellschaftlichen Reichtum, den sich immer weniger untereinander aufteilen. Diese „Abgehängten“ werden in populistischer Darstellung als „schweigende Mehrheit“, als das „Volk“ stilisiert und überhöht, das sich Untergangsszenarien gegenübersieht, wie „Migrationsfluten“ oder wirtschaftlichem Niedergang.

Referent Andreas Kemper möchte in diesem Seminar die Zusammenhänge zwischen sozialer Ungleichheit und Populismus herausarbeiten. Dabei geht es im ersten Schritt um eine Analyse dieses Nährbodens für Populismus. Dieser erfindet die soziale Ungleichheit nicht, er machst sie sich zu nutze und bringt sie damit in den politischen Diskurs. Daher ist es wichtig, soziale Ungleichheit zu analysieren und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung zu erfassen. In einem zweiten Schritt sollen die Narrative der populistischen Bewegungen untersucht werden, mit denen Themen der sozialen Ungleichheit aufgegriffen und auch propagandistisch aufgeladen werden. Dabei ist immer auch eine Analyse nötig, inwieweit solche Narrative auch auf antisemitischen Annahmen und Einstellungen beruhen.

 

 


   

   

12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

Wissensvermittlung für die Praxis
• Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements
• regionale Vernetzung der Akteur*innen
• Förderung der gemeinsamen Verantwortung vor Ort

Aktionstag „Rechtsextremismus in Schulen“
Information – Beratung – Ideenbörse … für Schulalltag und Unterricht

29.09.2021, 10:00 – 16:00 Uhr
Palmberghalle Schönberg
Referent*innen: Kurt Edler (Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik), das Team der Mobilen Aufklärungseinheit Extremismus (MAEX), das Team der Ausstiegsberatung JUMP

Rechtsextreme Narrative und Einstellungen finden ihren Weg ohne Weiteres auch in die Schule. Sogar zwangsläufig. Schließlich ist in den Schulen die Gesellschaft als Ganzes abgebildet. Es sind öffentlich-rechtliche und offene Lernorte mit einem gesetzlichen Bildungsauftrag und einer Schulpflicht, die Kinder und Jugendlichen in bestimmten Altersstufen erfasst. Alle müssen in die Schule, alle sollen in die Schule und somit kommen auch alle politischen und gesellschaftlichen Einstellungen in die Schule. Selten nur ideologisch, wenn beispielsweise Eltern in extremer Weise einer politischen Haltung verhaftet sind oder Schüler den Weg in extremistische Freizeitkreise gefunden haben. Eher geschieht dies schon in unreflektierter, verbaler Art, auf dem Schulhof, oftmals vorurteilsbasiert, bewusst verletzend in Form eines Mobbings oder auch nur dahingesagt als vermeintlich „witzig“ gemeinter Spruch. Es ist in erster Linie nicht entscheidend, wie und aus welchen Gründen sich Rechtsextremismus in der Schule zeigt. Es ist entscheidend, wie die Schule darauf reagiert, wie ihre Lehrkräfte und die Schulleitung dies zum Thema machen, um zu verhindern, dass Schule ein Ort wird, an dem Rechtsextremismus gedeihen kann. Was kann da helfen? Zuvorderst Informationen, die ein Bewusstsein schaffen … über Rechtsextremismus an sich, über Rechtsextremismus vor Ort, über Wege des Umgangs, Wege des Ansprechens, über Hilfsangebote, diese zu finden. Aber mindestens genauso hilfreich ist die Selbstreflexion in der Schule … die Frage nach „Grundrechtsklarheit“ bei allen Lehrkräften und der Schulleitung, die der Ausgestaltung des Schullebens, des Unterrichts, beim Miteinander von Schüler*innen, Lehrkräften und Eltern.

In diesem Sinne möchte der Workshop „Rechtsextremismus in Schulen“ Lehrkräfte, Schulleitungen, Elternvertreter, aber auch Schülervertreter*innen und Kommunalpolitik einladen …

… sich aktuelle Informationen über Rechtsextremismus zu holen, von Experten, die sich täglich damit mit befassen müssen, wie die Beamten der Mobilen Aufklärungseinheit Extremismus (MAEX), das Team Ausstiegsberatung JUMP oder die Gemeinwesenberater*innen des RAA Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg

… gemeinsam mit Kurt Edler, ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik über „Grundrechtsklarheit“ in allen Aspekten von Schule und Pädagogik zu diskutieren…

… und dabei Projektangebote kennenzulernen, die helfen können, Rechtsextremismus altersgerecht zu thematisieren.

Anmeldung unter: miteinander.leben@t-online.de oder schneider@bqg-personalentwicklung.de

 

 


   

   

Dr. Günther Rusch

Dr. Günther Rusch hat sich seit seinen Studienjahren in den 1960er und 70er Jahren in vielfältiger Weise mit nahezu allen Regionen Afrikas befasst; wissenschaftlich, als Berater, Referent und Delegierter von Hilfsorganisationen, als Dozent an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus, an zwei afrikanischen Hochschulen sowie in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.

Islamistische Bedrohung in Afrika
Vortrag von Dr. Günther Rusch

22.10.2021, 19:00 Uhr
Ratssaal des Rathauses
Unter den Linden 1, Ratzeburg
Teilnahme kostenfrei
Evtl. begrenzte Teilnehmerzahl, um Anmeldung wird gebeten!

Ob in Mali, in Nigeria, in Kamerun, in Somalia oder jüngst in Mosambik, überall südlich der Sahara sind Aktivitäten islamistischer Milizen zu beobachten. Sie arbeiten mit terroristischen und kriminellen Mitteln, aber auch mit sozialem Engagement und versuchen, in ohnehin schon schwachen Staatsgebilden Regionen unter ihren Einfluss zu bringen. Doch es ist falsch, den Islam in Afrika nur auf solche Exzesse zu reduzieren. Die große Mehrheit der Muslime in Afrika sind nur wenig an Gewalt und Unruhe interessiert.

Dr. Günther Rusch gibt in seinem Vortrag einen Überblick über Entstehung, Ausbreitung und verschiedene Formen des Islams in Afrika und für wen, seit wann und wo diese selbst ernannten Gotteskrieger aktiv sind und welche Bedrohung sie für Frieden, Stabilität und darstellen.

 

 


   

   

Dr. Günther Rusch

Dr. Günther Rusch hat sich seit seinen Studienjahren in den 1960er und 70er Jahren in vielfältiger Weise mit nahezu allen Regionen Afrikas befasst; wissenschaftlich, als Berater, Referent und Delegierter von Hilfsorganisationen, als Dozent an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus, an zwei afrikanischen Hochschulen sowie in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.

Umwelt in Afrika – Bedrohung, Herausforderung, Gegenwehr
Seminar mit Dr. Günther Rusch

23.10.2021, 09:30 – 16:30 Uhr
Ratssaal des Ratzeburger Rathauses,
Unter den Linden 1, 23909 Ratzeburg
Teilnahme kostenfrei
Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

Klimawandel, aktive Umweltzerstörung, Resourcenausbeutung, Bodenerosion und illegale Müllentsorgungen prägen den Alltag vieler Menschen auf Europas stark bevölkerten Nachbarkontinent. Not und Armut, Profitgier, kriegerische Konflikte sind nur einige Faktoren, die diese Prozesse antreiben. Ebenso unterschiedlich sind die handelnden Akteure und ihre Interessen … der Überlebenskampf einer vielfach verarmten Bevölkerung, multinationale Unternehmen mit unstillbaren Geschäfts- oder Rohstoffhunger, der von Bodenschätzen, Land oder Fischereirechten, über Waffenhandel bis hin zu Entsorgungen reicht, geo- und wirtschaftspolitisch agierende Regierungen und Wirtschaftsunionen, die Afrika immer noch oder neu als Einflusszone zu ihren Gunsten betrachten. Die Auswirkungen auf Afrikas Umwelt sind allenthalben sichtbar, in zerstörten oder ausgelaugten Landstrichen, in verzweifelten Migrationsbewegungen, die bis nach Europa reichen. Und doch gibt es noch mehr unsichtbare Alarmzeichen, die den Zustand der Umwelt auf dem afrikanischen Kontinent perspektivisch beschreiben. Ebenso gibt es einen großen Widerspruch zu dieser Zerstörungsbildern, die Einbindung und Wertschätzung von Umwelt und Natur ein zentrales Element der traditionelle afrikanische Lebenswelt. Referent Dr. Günther Rusch, viele Jahre in Afrika unterwegs, möchte diese Beobachtungen im Zuge des Seminars erläutern, analysieren und diskutieren, immer auch mit Blick auf Europas Verantwortlichkeit und die direkten Rückwirkungen dieser Umweltzerstörungen.

 

 


   

   

Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung

Amerika, Gott und die Republikaner
Vortrag von Dr. Udo Metzinger

19.11.2021, 19:00 – 21:00 Uhr
Ratssaal des Ratzeburger Rathauses,
Unter den Linden 1, 23909 Ratzeburg
Teilnahme kostenfrei

Die amerikanische Präsidentschaftswahl 2020 hat einmal mehr die tiefe Spaltung der amerikanischen Gesellschaft offengelegt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Da stehen wirtschaftliche Abstiegserfahrungen gegen den wachsenden Reichtum der „digital economy“, liberales Weltbürgertum gegen Globalisierungsängste, Rassismus und Überfremdungsmythen gegen das "bunte" Amerika. Während die genannten Problemlagen ausführlich analysiert und diskutiert werden, kommt ein Aspekt oft zu kurz: die zunehmende Politisierung christlich-fundamentalistischer Gruppen und deren wachsender Einfluss im politischen Establishment der USA. Evangelikale Kirchengemeinden haben in den vergangenen Jahren ein immer größeres Netzwerk in die GOP, die „Grand Old Party“ der Republikaner, aufbauen können. Ihre Arbeit beruht auf einer eigenen politischen Agenda, die sich strikt und ablehnend gegen jede Form des Liberalismus wendet und die an dessen Stelle ein gottesfürchtiges Leben nach dem unmittelbaren Wortlaut der Bibel setzt. Unterstützt durch milliardenschwere Sponsoren aus erzkonservativen Kreisen und ihrem Rückhalt in den freien Kirchengemeinden im ländlichen Amerika gewinnt diese evangelikale Bewegung stetig und messbar Einfluss in der amerikanischen Innen- und Außenpolitik.

Dr. Udo Metzinger hält es für wichtig, diesem Aspekt der amerikanischen Politik besondere Aufmerksamkeit zu widmen, der in Haltung und Auseinandersetzung die USA in eine völlige Dialogunfähigkeit führen könnte.
Evtl. begrenzte Teilnehmerzahl, um Anmeldung wird gebeten!

 

 


   

   

Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung

"Die Schlacht im Netz – hybride Kriegsführung, die Gefahr für die Demokratie und das Zeitalter von Geo-Tech"
Seminar mit Dr. Udo Metzinger

20.11.2021, 09:30 – 16:30 Uhr
Ratssaal des Ratzeburger Rathauses,
Unter den Linden 1, 23909 Ratzeburg
Teilnahme kostenfrei
Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

Wir leben in „postfaktischen Zeiten“: Fakten zählen wenig, Gefühle sind alles. Durch soziale Medien und neue Kommunikationskanäle sind so viele Menschen erreichbar wie noch nie. Eine Informationsflut brandet auf uns ein – wir sind überfordert. Hier kommt hybride Kriegsführung ins Spiel: „Ziele sind nicht mehr allein mit konventioneller Feuerkraft zu erreichen, sondern durch den breit gestreuten Einsatz von Desinformationen“, so der russische Generalstabschef Gerassimow 2013. Westliche Geheimdienste und Regierungen sind überzeugt, dass diesen Worten Taten gefolgt sind: in Europa (u.a. beim Brexit-Referendum) und in den US-Wahlkämpfen 2016 und 2020: durch Russland, China und möglicherweise den Iran. Das Seminar nimmt diese und andere Fälle zum Anlass, über die Gefährdung der Demokratie (von innen und von außen) nachzudenken und die Frage zu stellen: welche strategischen Ziele stehen dahinter? Schon heute ist absehbar, dass die Konfliktfelder Geo-Politik und Geo-Ökonomie durch Geo-Tech ergänzt werden. Ist das der neue Kalte Krieg zwischen den USA und China?

 

 


   

   

Studiendirektor a.D. Dr. Kurt Edler hat von 2004-2015 das Referat Gesellschaft am Hamburger „Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung“ geleitet und Senat, Schulen und Lehrkräfte hinsichtlich des Umgangs mit politischen und religiösen Radikalisierungserscheinungen bei Kindern und Jugendlichen beraten. Er ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik und von der Kultusministerkonferenz beauftragter Koordinator im Europarats-Programm „Education for Democratic Citizenship and Human Rights“.

"Bedrohte Meinungsfreiheit – im Spannungsfeld von Intoleranz, Unterdrückung, Hass- und Identitätspolitik"
Vortrag mit Dr. Kurt Edler

Datum folgt
Ratssaal des Rathauses
Unter den Linden 1, Ratzeburg
Teilnahme kostenfrei
Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten“, heißt es in Artikel 5 des Grundgesetzes. Und doch wird auf öffentlichen Demonstrationen, in sozialen Medien immer wieder behauptet, es gäbe keine Meinungsfreiheit in Deutschland. Er herrsche Meinungsdiktatur, in der Mehrheit der Gesellschaft, in den Mainstreammedien, gleichgeschaltet und mundtot machend. Man dürfe nicht mehr alles sagen, und wenn man es sich wage, ernte man kritischen Widerspruch. Ist diese Darstellung schlüssig? Ist Meinungsfreiheit nicht mehr möglich in Deutschland? Ein Grundgesetz ausgehöhlt durch Intoleranz? Das klingt im ersten Augenblick sehr weit hergeholt. Ist nur, weil eine Meinung auf eine Gegenmeinung stößt, gleich die ganze Meinungsfreiheit in Gefahr? Ist das nicht eher Ausdruck von Meinungsvielfalt? Was aber, wenn - wie im Falle des französischen Lehrers Samuel Paty – allein schon Unterrichtsbeispiele von Meinungsäußerungen mit Gewalt bekämpft werden, mit tödlicher Intoleranz? Droht hier das Verstummen von Meinungen? Andererseits ist auch zu fragen: Wo setzt die streitbare Demokratie der Meinungsfreiheit Grenzen, und inwiefern ist das ethisch geboten und politisch vertretbar?

Das Seminar mit Kurt Edler möchte in genau diesem Spannungsbogen diese Sichtweisen und Fragestellungen aufarbeiten, mit Blick auf politische, auf satirische Meinungsäußerungen im öffentlichen Raum, in sozialen Medien, Schule. Bedrohen Intoleranz und Intolerante unsere Meinungsfreiheit gefühlt oder real? Geht nicht letztlich jede Form von politischem Radikalismus mit der Unterdrückung von Meinungen einher? Und was bedeutet dies für die Dialogfähigkeit in unser Gesellschaft und damit auch für unsere Demokratie und ihre Verfassung?

 

 


   

   

Dr. Constanze Jaiser

Dr. Constanze Jaiser ist Projektleiterin „zeitlupe. Stadt.Geschichte&Erinnerung“ bei RAA Mecklenburg-Vorpommern e.V. Neubrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas Berlin und Umgebung.

"Regionalgeschichtliche Spurensuche als Methode einer aktiven und aktivierenden Menschenrechtsbildung"
Seminar mit Dr. Constanze Jaiser

Datum folgt
Ort folgt
Teilnahme kostenfrei
Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

Die aktive Erkundung und Auseinandersetzung mit den Spuren der Geschichte an regionalhistorischen Orten, die Erfahrung einen Tatort des Nationalsozialismus vor der eigenen Haustür zu betreten und diesen ins Verhältnis zur jetzigen Lebenswelt zu setzen, ist eine hervorragende Grundlage, um über Begriffe wie Respekt und Würde ins Gespräch zu kommen. Ausgehend von dem Projekt „zeitlupe “ stellt Dr. Constanze Jaiser Methoden und Erfahrungshorizonte vor, wie eine aktive Spurensuche zu regionalgeschichtliche Orten des Nationalsozialismus Menschen aller Altersgruppen und ganz unterschiedlicher Ebenen in einen Diskurs bringen kann, in eine Reflexion, die aus der oftmals unbekannten Historie die politische Gegenwart mit umfasst. Wie solche eine Form der politischen Bildung angestoßen werden kann, warum es besonders geeignet ist, dabei gerade jungen Menschen einzubeziehen und wohin solche Spurensuche in der Gegenwart führen kann, soll Thema des Seminars sein. Dabei sollen eigene Erfahrungshorizonte der Teilnehmer*innen erschlossen und beispielgebend einbezogen werden.

 

 


   

   

   

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Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung

»SelbstVerständlich Politik« - Politische Bildung im Offenen Kanal Lübeck
„Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan – Was bleibt?“ -
Ein Vortrag von Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger

Radiosendungen im Offenen Kanal Lübeck
14.07.21, 15 Uhr / 16.07.21, 10 Uhr / 17.07.21, 18 Uhr

„SelbstVerständlich Politik“ ist der Titel einer Sendereihe, die sporadisch wiederkehrend politische Bildungsangebote aus Mölln und Ratzeburg in den Offenen Kanal Lübeck tragen will. Sie wird produziert vom Verein Miteinander leben e.V., der seit vielen Jahren als anerkannter freier Träger der politischen Bildung regelmäßig Vorträge und Seminare zu den verschiedensten politischen Themen im Lauenburgischen anbietet. Da dies in der Coronazeit nur mit Schwierigkeiten möglich ist, werden zunehmend auch andere Formate für die politische Bildung ausprobiert, wie Podcasts oder jetzt auch die Sendemöglichkeiten des Offenen Kanals Lübeck.

Die erste Sendung der Reihe befasst sich mit dem jüngst vollzogenem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und fragt: „Was bleibt?“. Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger aus Leipzig analysiert in einem Vortrag den längsten, verlustreichsten und kostenintensivsten Auslandseinsatz der Bundeswehr und gibt einen Überblick über die Gründe des deutschen Afghanistan-Engagements, über Verlauf, Erfolge und Misserfolge sowie seinem abrupten Ende. Die Sendung wird am 14.07.2021 um 15:00 Uhr, am 16.07.2021 um 10:00 Uhr und am 17.07.2021 um 18:00 Uhr ausgestrahlt und ist zu empfangen auf der Frequenz 98,8 MHz (106,5 Kabel) und als Direktsendungen im Internet unter www.okluebeck.de. Eine andere Möglichkeit ist der Empfang im Internet über die App "tunein".

Das Radioformat „SelbstVerständlich Politik“ wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg produziert und gefördert durch die „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

 


   

   

12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

Wissensvermittlung für die Praxis
• Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements
• regionale Vernetzung der Akteur*innen
• Förderung der gemeinsamen Verantwortung vor Ort

Jugend-Beteiligungscamp
"Ich gestalte meine Heimat mit"
Vernetzungstreffen von Jugendforen aus Nordwestmecklenburg, Wismar und dem Herzogtum Lauenburg

05.07. – 09.07.2021, ganztägig
Naturbad von Schönberg, Mecklenburg

Im Rahmen des Beteiligungscamps findet ein Vernetzungstreffen der einzelnen Jugendforen von Nordwestmecklenburg statt. Jugendliche aus dem Jugendrat Nordwestmecklenburg und Kinder und Jugendliche des Kinder- und Jugendparlamentes Wismar nehmen am Beteiligungscamp teil.

Ziel ist, interessierte Kinder und Jugendliche für eine aktive Beteiligung in den vorhandenen Jugendgremien (JuRa NWM / KiJuPa HWI) zu gewinnen, bzw. in Ihrer Heimatgemeinde für die Errichtung eines Jugendbeirats zu begeistern. Angesprochen werden Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg, die sich vorstellen können, aktiv an der Gestaltung ihres Umfeldes in einem Jugendrat mitzuwirken. Bis zu 50 Kinder und Jugendliche aus Nordwestmecklenburg können am Camp teilnehmen.

Im Rahmen des Camps werden die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen niederschwellig die Strukturen und Werte der Demokratie kennenlernen. Die Teilnehmer*innen werden in vier Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe wird von mindestens einem Teamer begleitet. Von Beginn an werden alle Teilnehmer*innen in alle demokratischen Prozesse eingebunden. Somit erfahren sie reale Beteiligung.

Am ersten Tag werden die Teilnehmer*innen das Camp am Vormittag beziehen. Wer kein Zelt zur Verfügung hat, wird durch die Jugendringe unterstützt. Hier können Zelte und Matratzen ausgeliehen werden. So soll allen Kindern und Jugendlichen eine Teilnahme ermöglicht werden. Anschließend werden die Kinder- und Jugendlichen gemeinschaftlich die Ausgestaltung des 5-tägigen Camps planen. Sie geben sich eigenständig einen Gruppennamen und eine Camp- und Gruppenordnung. Unterstützt werden sie dabei durch Jugend- und Schulsozialarbeiter*innen, Jugendgruppenleiter*innen und Mitarbeiter*innen der Jugendringe, die im Vorfeld ein grobes Rahmenprogramm entwickelt haben.

Dieses beinhaltet u. a.

  • Planspiele
  • Tagestouren
  • Quizduell
  • Actionbound
  • Jugendtalk
  • Grill-Duell mit lokalen Politiker*innen
  • Informationsvortäge
  • Spiele zur Förderung der Gemeinschaft, zur Stärkung der gegenseitigen Akzeptanz und Rücksichtnahme
  • sportliche Aktivitäten (Fußball, Volleyball, Badminton, Zumba, Schwimmen)
  • gemeinsames Zubereiten der Mahlzeiten.
  • Beim Actionbound führen die Kinder und Jugendlichen mit den Bewohner*innen und Gästen der Stadt Interviews zu aktuellen Themen. Diese Themen legen sie selbst fest. Sie kommen während des „Grillduells“ mit Politiker*innen aus Kreis- und Kommunalpolitik ins Gespräch und teilen ihre Erfahrungen als Jugendexperten mit. Zum „Grillduell“ werden zum Beispiel Landtags- und Kreistagsmitglieder*innen, Bürgermeister*innen und Gemeindevertreter*innen aus den Herkunftsgemeinden der Camp-Teilnehmer*innen eingeladen. Abgerundet werden die Aktivitäten im Camp durch Spiel, Spaß und ganz viel Freude. Niemand kann sich ausschließen oder ausgeschlossen werden. Denn nur gemeinsam kommen sie ans Ziel. Hier kommt es auf gemeinsame Rücksichtnahme und Akzeptanz an. Ebenso wird der Umgang mit den eigenen Grenzen und die Auseinandersetzung mit den Grenzen der anderen gefördert. So wird den Teilnehmer*innen deutlich, wie unterschiedlich jeder einzelne ist und dass es trotz der Unterschiedlichkeit einen gemeinsamen Weg zum Ziel gibt.

    Während der Dauer des Camps werden täglich Jugendgruppen aus den Partnerschaften für Demokratie in „Ratzeburg – Amt Lauenburgische See“, „Kreis Herzogtum Lauenburg“ und „Lauenburg-Büchen-Lütau“, „Wismar“ und „Rostock Land“ das Camp besuchen und in den direkten Austausch mit den jugendlichen Teilnehmer*innen kommen. Verpflegt werden alle durch die eigene Camp-Küche. Jede Gruppe übernimmt an einem Camp-Tag die Essensvorbereitungen. Zwei Köchinnen sind mit der Zubereitung der Verpflegung beauftragt. Sie binden die Kinder und Jugendlichen in den Koch-Prozess mit ein. Während des Camps werden die Teilnehmer*innen über die Möglichkeiten der Förderung aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und dem dazugehörigen Jugendfonds informiert:

    • Was ist die Aufgabe des Jugendforums / Jugendrat / KiJuPa?
    • Wofür ist der Jugendfond?
    • Wie wird der Jugendfond eingesetzt?

    Für die Durchführung der Workshops und als gemeinsamer Aufenthaltsort wird ein kleines Zirkuszelt errichtet.

    Anmeldung unter: http://jura-nwm.de/das-camp/

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    12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

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    • regionale Vernetzung der Akteur*innen
    • Förderung der gemeinsamen Verantwortung vor Ort

    „Von Reichsflaggen und Friedenstauben“
    Die Corona-Proteste als Herausforderung für die demokratische Zivilgesellschaft

    10.6.2021, 17:00 – 20:00 Uhr
    (online)
    Referent*innen: Lyn Blees und Johannes Marhold (Regionale Beratungsteams gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein, AWO LV SH)

    Als Reaktion auf die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie finden seit März 2020 Proteste statt, bei denen Menschen aus unterschiedlichsten Milieus zusammen auf die Straße gehen, darunter: Impfgegner*innen, Esoterik-Fans, Reichsideolog*innen und Neonazis. Um diese vermeintliche „Querfront“ ganz unterschiedlicher Akteur*innen in den Blick zu nehmen, wollen wir im Rahmen des Workshops der Frage nachgehen, wie sich erklären lässt, dass „Alternative“ mit Rechtsextremen demonstrieren, welche ideologischen Schnittmengen sich aufzeigen lassen und inwiefern es sich bei den gegenwärtigen Protestformen überhaupt um neue Allianzen handelt. Die Veranstaltung hat zum Ziel, die konkreten menschenfeindlichen Positionen in den vertretenen Milieus herauszustellen, um Akteur*innen der demokratischen Zivilgesellschaft im kritischen Umgang mit den Corona-Protesten zu unterstützen.

    Anmeldung unter: luebeck@rbt-sh.de

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    12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

    Wissensvermittlung für die Praxis
    • Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements
    • regionale Vernetzung der Akteur*innen
    • Förderung der gemeinsamen Verantwortung vor Ort

    „Wenn Rechtsextreme die Wiese pachten“
    Handlungsmöglichkeiten der Verwaltung und rechtliche Grundlagen zum Umgang mit Anträgen & Co.

    07.06.2021 17:00 – 20:00 Uhr
    (online)
    Referent*innen: Prof. Dr. Torsten Barthel (Rechtsanwalt und Professor für Allgemeines Verwaltungsrecht) und Mitglieder von Bündnissen gegen Rechts

    Herausgefordert wird die Demokratie kontinuierlich, immer wieder auch von rechtsextremen Akteuren. In unserem Workshop wollen wir der Frage nachgehen, welche rechtlichen Möglichkeiten sowohl Verwaltung als auch Zivilgesellschaft haben, um demokratische Grundwerte zu betonen und zu verteidigen. In einem kurzen Einführungsbeitrag stellt Prof. Dr. Torsten Barthel aus juristischer Perspektive Handlungsmöglichkeiten vor. So beispielsweise dann, wenn gezielt auf Systemüberlastung gemünzte Antragswellen oder Eingaben die Verwaltungen überfordern. Diese Taktik ist etwa bei Reichbürger*innen beliebt, um Verwaltungen zu lähmen. Wir fragen indes auch danach, wie Verwaltungsmitarbeitende geschult, sensibel und rechtskonform darauf reagieren können, wenn in einem Dorf eine systematische völkische Besiedlung beobachtet wird oder Reichsbürger*innen scheinbar autonome Hoheitsstrukturen schaffen wollen. In der Folge sollen anhand eines praxisbezogenen Fragenkatalogs Erfahrungen besprochen werden um die Expertise von Prof. Dr. Torsten Barthel für aktuelle Herausforderungen zu Rate zu ziehen. Der Workshop richtet sich an Interessierte aus Verwaltung und Zivilgesellschaft, mit konkreten Fragen oder auch genereller Neugier. Senden Sie uns Ihre Fragen gerne schon vorab zu oder bringen Sie diese zum Workshop mit. Bitte formulieren Sie Ihre schriftlichen Fragen prägnant und präzise (max. 800 Zeichen inkl. Leerzeichen). Wir werden einen Themenspeicher anlegen, um die Möglichkeit zu haben, auf komplexere Fragen auch nach dem Seminar einzugehen.

    In einem Folgeseminar wollen wir uns eingehend mit der Kommunalverfassung des Landes Mecklenburg-Vorpommerns (KV M-V) in letzter berücksichtigter Änderung (Artikel 1 des Gesetzes vom 23. Juli 2019, GVOBl. MV) auseinandersetzen.

    Anmeldung unter: www.raa-mv.de/de/content/anmeldung-zum-workshop-wenn-rechtsextreme-die-wiese-pachten

    Da wir in der Vergangenheit suboptimale Erfahrungen mit destruktiven Trollen oder Störer*innen aus dem rechtsextremen Milieu im Rahmen unserer (Online-)Veranstaltungen gemacht haben, bitte wir um Ihr Verständnis, dass wir auf folgende Vorsichtsmaßnahmen zurückgreifen müssen: Sie erhalten eine Zugangsnummer und einen Einwahlcode. Bitte melden Sie sich unter Ihrem Klarnamen an. Ihre Daten müssen mit der Vorabanmeldung übereinstimmen. Eine transparente Teilnahme per Videokamera ist verpflichtend. (Schutzmaßnahmen, damit keine Nazis / Trolle etc. die Veranstaltung kapern

    Rechtlicher Hinweise zum Persönlichkeitsschutz: Es ist untersagt und wird mit strafrechtlicher Verfolgung geahndet, das Online-Seminar mitzuschneiden respektive Mitschnitte oder Kopien zu speichern oder zu verbreiten. Das Kopier- und Vervielfältigungsrecht liegt in Gänze bei der RAA M.-V. – Wir werden Ihre persönlichen Daten lediglich für dieses Seminar temporär speichern und hernach gemäß EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DGVO) löschen. Die Hoheit über ihre Daten wird Ihnen von der RAA in jedem Falle zugesichert.

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    Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung.

    27.05.2021, 19:00 Uhr
    'Wir sind dann mal weg!' - Der Afghanistan-Abzug der Bundeswehr und die Lage vor Ort
    Online-Vortrag mit Dr. Udo Metzinger

    Digitale Demokratiewerkstatt: https://virsaal.de/b/mar-n5q-gue-elz

    Bis Anfang Juli sollen die letzten Soldaten der Bundeswehr Afghanistan verlassen haben. Damit endet der längste, verlustreichste und kostenintensivste Auslandseinsatz der Bundeswehr. Der Online-Vortrag gibt einen Überblick über die Gründe des deutschen Afghanistan-Engagements, über Verlauf, Erfolge und Misserfolge, analysiert die Ursachen für den nun doch recht abrupten Abzug und lädt zur Diskussion ein.

    Die Teilnahme unter https://virsaal.de/b/mar-n5q-gue-elz ist kostenfrei. Der Vortrag wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    12. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

    Wissensvermittlung für die Praxis
    • Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements
    • regionale Vernetzung der Akteur*innen
    • Förderung der gemeinsamen Verantwortung vor Ort

    08.05.2021, 10:00 – 13:30 Uhr
    „Fake Facts – Warum glauben so viele Menschen an Verschwörungsmythen?“
    (Auftaktveranstaltung online)

    Referentin: Katharina Nocun

    Warum glauben so viele Menschen an Verschwörungsmythen? Welche Faktoren spielen dabei auf psychologischer Ebene eine Rolle? Und wie diskutieren wir mit Menschen, die glauben, eine verborgene «Wahrheit» entdeckt zu haben? Die Politikwissenschaftlerin Katharina Nocun ist gemeinsam mit der Sozialpsychologin Pia Lamberty genau diesen Fragen auf den Grund gegangen. In ihrem Buch «Fake Facts» beleuchten sie das verschwörungsideologische Milieu – von Rechtsextremismus bis hin zur Esoterik. Und sie finden dabei Antworten auf die Frage, warum Verschwörungsnarrative gerade in Zeiten der gegenwärtigen Krise derart anziehend auf Menschen wirken.

    Anmeldung unter: luebeck@rbt-sh.de

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    R Ü C K B L I C K   2 0 2 0


       

    Dr. Ralf Stegner (MdL)

    Dr. Ralf Stegner (MdL) wird den Einführungsdiskurs halten

    Inga Reichelt

    Inga Reichelt ist in Berlin geboren und wuchs in Brandenburg auf, bevor sie im Alter von 16 Jahren in die USA ging um dort internationales Abitur zu machen. Ihr Interesse an den Disability Studies entdeckte sie während ihres Bachelorstudiums in Bremen, und entschloss sich, nach Leeds in Großbritannien zu gehen, um dort in Disability Studies und Sozialpolitik zu promovieren zum Thema „Zukunftsvorstellungen junger behinderter Menschen: Erzählungen von den Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und Sozialfürsorge in Deutschland und Großbritannien“. Ihre Forschung wird vom britischen Rat für Sozialforschung und von der Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördert.

    Andreas Kemper

    Andreas Kemper ist ein Publizist und Soziologe. Bekannt wurde er durch kritische Publikationen zu antidemokratischen Tendenzen in der Partei Alternative für Deutschland. Insbesondere seine Untersuchungen zu Björn Höckes Ideologie, die er als faschistisch klassifiziert und in deren Zusammenhang auch dessen Pseudonym "Landolf Ladig" entlarvt wurde, haben große Aufmerksamkeit gefunden. Er studierte Philosophie, Soziologie und Pädagogik an der Universität Münster und der FU Berlin. In Münster legte er 2005 das Magister-Examen ab, Titel der Magisterarbeit ist „Möglichkeiten der Bildungspolitik für Arbeiterkinder“. Er arbeitet dort aktuell an seiner Dissertation. 2011 organisierte er die 15. Working Class/ Poverty Class Academics-Conference (WCPCA), die erstmals in Deutschland stattfand, wodurch sich hier ein deutschsprachiger Ableger der WCPCA gründete. Kemper publiziert im Magazin/ Blog „The Diswasher“.

    *** Coronabedingt abgesagt! ***
     
    "un-gerecht" - Was soziale Ungleichheit mit unserer Gesellschaft macht?!
    Diskurstag in der internationalen Begegnungsstätte "Lohgeberei" Mölln

    07. November 2020, 09:30 - 17:00 Uhr
    Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    Der soziale Frieden in einer Gesellschaft baut auf verschiedene Versprechen. Etwa dass alle Menschen am gesamtgesellschaftlichen Wohlstand teilhaben sollen und der Staat dieses befördern muss. Dass die "sozial Stärkeren" den "sozial Schwächeren" solidarisch zur Seite stehen. Dass Bildungschancen nicht von der sozialen Herkunft abhängig sein sollen. Dass Leistung sich lohnen wird. Dass Gesundheitsversorgung nicht unterscheiden darf. Dass gesunde Umweltbedingungen heute und auch für zukünftige Generationen zu sichern sind. Dass Leben in der Stadt und auf dem Land gleichermaßen lebenswert und möglich sein sollen. Und dass doch eigentlich der Mensch im Zentrum des staatlichen und auch des wirtschaftlichen Handeln stehen muss.

    Vermögensverteilung

    Es sind weitreichende und auch große Versprechungen, die sich im Grundgesetz, in vielen Gesetzen und auch in Parteiprogrammen wiederfinden. Doch ... werden sie erfüllt? Für alle, für viele oder gar nur für einige Wenige? Und werden diese Gerechtigkeitspostulate noch geglaubt von der Mehrheit des Bevölkerung? Oder wachsen die Zweifel ... dass Reichtum wie Armut steigen, Stadt und Land sich entfremden, Egoismus über Solidarität geht, Teilhabe am Wohlstand eine Illusion ist und die Gesellschaft zunehmend als ungleich und auch ungerecht wahrgenommen wird? Gerade in einer Zeit, in der diese unterschiedliche Transformationsprozesse durchläuft, die vieles neu ausrichten werden.

    Wie steht es um den sozialen Frieden in unserer Gesellschaft? Dieser ganz grundsätzlichen Frage möchte der Verein Miteinander leben e.V. zusammen mit anderen Institutionen in diesem Jahr vertiefend nachgehen, als Schwerpunkt seiner politischen Bildungsarbeit. Begonnen werden soll dieses Themenjahr mit einem Diskurstag in der Internationalen Begegnungsstätte "Lohgerberei" unter dem Titel "un-gerecht - Was soziale Ungleichheit mit unserer Gesellschaft macht?!". Zwei Perspektiven werden hier leitend sein. Zum einen die soziale Fragestellungen im Sinne einer Antwortsuche, inwieweit unserer Gesellschaft schon von Ungleichheit durchzogen ist. Zu diesem Diskurs wird Inga Julia Reichelt von der University of Leeds referieren mit Blick auf Bildungswege und Arbeitsmarkt. Zum anderen sollen politische Implikationen behandelt werden. Wer bietet Lösungen, wer einfache Antworten und wer verspielt politischen Vertrauen? Diesen Diskurs wird Andreas Kemper vom Institut für Soziologie der Universität Münster anleiten und insbesondere den Zusammenhang von sozialer Ungerechtigkeit und Populismus in den Blick nehmen.

    Den Einführungsdiskurs wird Dr. Ralf Stegner (MdL) halten, mit dem Ziel, viele Fragestellungen für die anschließenden Diskursrunden aufzuwerfen und mitzugeben. Der Diskurstag wird dabei in zwei Durchläufen strukturiert, so dass alle Teilnehmer*innen in beiden Perspektiven aktiv sein können. Dazu wird als Diskussionsraum ein gemeinsames Mittagessen sowie ein abschließendes Forum vorbereitet, aus dem Impulse für weitere Vorträge, Seminare oder Aktionen im Themenjahr "un-gerecht " gesammelt werden soll.

    Die Teilnahme am Diskurstag ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist aber obligatorisch unter miteinander.leben@t-online.de oder 04541-206726. Die Teilnehmerzahl ist mit Blick auf die räumliche Ausstattung begrenzt.

     

     


       

       

    Dr. Günther Rusch

    Dr. Günther Rusch hat sich seit seinen Studienjahren in den 1960er und 70er Jahren in vielfältiger Weise mit nahezu allen Regionen Afrikas befasst; wissenschaftlich, als Berater, Referent und Delegierter von Hilfsorganisationen, als Dozent an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus, an zwei afrikanischen Hochschulen sowie in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.

    "Afrika — Ein Kontinentin Bewegung"
    Seminar mit Dr. Günther Rusch

    24.10.2020, 09:30—16:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses
    Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Teilnahme kostenfrei
    Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    Kaum jemand in Europa weiß, dass die Wohngebiete der jetzigen Völker Afrikas und die geografische Lage seiner Staaten das Ergebnis unzähliger Wanderungen und auswärtiger Eingriffe seit Jahrtausenden sind. Natürlich gibt es Parallelen zu allen Kontinenten dieser Erde, aber in kaum einer Weltregion sind Migration und Flucht heutzutage so auffallend wie bei unserem südlichen Nachbarn. Der Versuch von Hunderttausenden Afrikanern auch diesseits des Mittelmeers eine neue Heimat oder zumindest Zuflucht zu finden, kann so auch als Fortsetzung verstanden werden. In dem angebotenen Tagesseminar sollen folgende Aspekte behandelt werden:

    • Wanderbewegungen in Afrika —Historie
    • Heutige Ursachen von Migration und Flucht
    • Wohin zieht es Migranten und Flüchtlinge?
    • Wie ist das Verhältnis der Migranten zu ihren Herkunftsländern?
    • Wirtschaftshilfe durch Migration
    • Migrantengemeinschaften im Gastland
    • Bleiben oder Rückkehr?
    • Süße Rückkehr – bittere Rückkehr
    • Sekundärmigration: Der nicht mehr anpassungsfähige Rückkehrer und seine endgültige Auswanderung

    Der Vortrag wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    Dr. Günther Rusch

    Dr. Günther Rusch hat sich seit seinen Studienjahren in den 1960er und 70er Jahren in vielfältiger Weise mit nahezu allen Regionen Afrikas befasst; wissenschaftlich, als Berater, Referent und Delegierter von Hilfsorganisationen, als Dozent an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus, an zwei afrikanischen Hochschulen sowie in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.

    "Demokratie in Afrika"
    Zwischen gefährdeten Häfen und hoffnungsvollen Leuchttürmen
    Vortrag von Dr. Günther Rusch

    23.10.2020, 19:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei

    Als in den Jahren um 1960 herum die meisten heutigen Staaten ihre politische Unabhängigkeit erhielten, erwarteten die neuen Führer und die westliche Welt, dass das demokratische Vorbild ihrer bisherigen Kolonialherren übernommen würde, gleichsam als allumfassende Aufholjagd. Doch war zuvor ‚Demokratie‘ jemals ein-geübt worden? Und wenn, wie viel und mit wem und für wen? Gab es angesichts der nach wie vor bestehenden wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Abhängigkeit von den alten Herrschern und neuen Mächten überhaupt eine Chance, die eigene Gesellschaft in demokratischer Weise zu entwickeln? Im Zuge einer vorsichtigen Bestandsaufnahme der Staatenwelt Afrikas werden Grundprinzipien von Demokratie wie Rechtstaatlichkeit, Mitsprache der Bevölkerung, Transparenz, Medien u.a.m. erörtert. Dazu gehören auch die Fragen, ob die Auflage mancher westlicher Geldgeber, Entwicklung mit guter Regierungsführung (good governance) zu verbinden, erfolgversprechend ist ... und ob nicht in den traditionellen Gesellschaften gelegentlich mehr demokratische Strukturen waren und sind, als es die Fixierung auf unsere westlichen Modelle zulässt.

    Der Vortrag wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung.

    "Biden vs. Trump"
    Die Präsidentschaftswahl in den USA
    Seminar mit Dr. Udo Metzinger

    26.09.2020, 09:30 —17:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Teilnahme kostenfrei,
    Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    2016 haben selbst ausgewiesene USA-Experten einen Wahlsieg des Politikneulings Donald Trump für unmöglich gehalten. 2020 tritt der Demokrat Joe Biden gegen Donald Trump im Duell um die Präsidentschaftswahl an. Dabei hat jedes US-Wahljahr seine ganz eigene Dynamik.

    Das Seminar nimmt das zum Anlass, über Amerika, sein politisches System und den Wahlprozess nachzudenken. Gleichzeitig schauen wir auf ein zutiefst gespaltenes Land, dessen Gräben im Wahlkampf wohl noch vertieft werden. Welche Chancen bestehen für Joe Biden, das Land zusammenzuführen? Was würde ein knapper Sieg einer der beiden Kandidaten bedeuten? Und mit welchen Mitteln und Inhalten wird der Wahlkampf geführt? Wie wird es ausgehen in einem Land, das Land ist zutiefst gespalten ist? Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger möchte am 26.09.2020 in der Zeit von 09:30 - 16:00 Uhr in einem offenem Politikseminar im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses eine Prognose erarbeiten.

    Das Seminar wird coronabedingt nicht in den eigenen Räumlichkeiten stattfinden können. Hier können aktuell die Abstandsregeln nicht eingehalten werden. Aufgrund der Coronaabstandsregeln können auch nur 12 Personen an diesem Seminar teilnehmen.

    Das Seminar wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ und die Bundeszentrale für politische Bildung.

     

     


       

       

    Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung.

    Zer"trump"elt Weltpolitik in Scherben
    Vortrag von Dr. Udo Metzinger

    25.09.2020, 19:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    America first" tönte Donald Trump bei seiner Amtseinführung 2016. Vier Jahre später sind die Folgen dieser Politik sichtbar: von Nordkorea bis Venezuela liegt die Weltpolitik in Scherben. Statt auf kooperative Führung wie unter Oba-ma setzen die USA unter Trump auf eine unausgegorene Mischung aus Isolationismus und Imperialismus. Auch die transatlantischen Beziehungen sind unter einem Präsidenten, der die EU als "Feind" Amerikas tituliert, nur noch ein Schatten ihrer selbst. Der Vortrag beleuchtet die Entwicklungen der vergangenen vier Jahre und analysiert die Folgen der Trump'schen Politik für die Welt.

    Der Vortrag wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    Dr. phil. Constanze Jaiser

    Dr. phil. Constanze Jaiser Mag. Literaturwissenschaft, Ev. Theologie und Psychologie

    „Regionalgeschichtliche Spurensuche als Methode einer aktiven und aktivierenden Menschenrechtsbildung“
    Seminar mit Dr. Constanze Jaiser

    Donnerstag, 18.06.2020, 09:30 – 16:30 Uhr
    Int. Begegnungsstätte „Lohgerberei“, Bahide-Arslan-Gang, 23879 Mölln
    Teilnahme kostenfrei,
    Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    Die aktive Erkundung und Auseinandersetzung mit den Spuren der Geschichte an reginalhistorischen Orten, die Erfahrung einen Tatort des Nationalsozialismus vor der eigenen Haustür zu betreten und diesen ins Verhältnis zur jetzigen Lebenswelt zu setzen, ist eine hervorragende Grundlage, um über Begriffe wie Respekt und Würde ins Gespräch zu kommen. Ausgehend von dem Projekt „zeitlupe “ stellt Dr. Constanze Jaiser Methoden und Erfahrungshorizonte vor, wie eine aktive Spurensuche zu regionalgeschichtliche Orten des Nationalsozialismus Menschen aller Altersgruppen und ganz unterschiedlicher Ebenen in einen Diskurs bringen kann, in eine Reflexion, die aus der oftmals unbekannten Historie die politische Gegenwart mit umfasst. Wie solche eine Form der politischen Bildung angestoßen werden kann, warum es besonders geeignet ist, dabei gerade jungen Menschen einzubeziehen und wohin solche Spurensuche in der Gegenwart führen kann, soll Thema des Seminars sein. Dabei sollen eigene Erfahrungshorizonte der Teilnehmer*innen erschlossen und beispielgebend einbezogen werden.


    Veranstalter: Verein Miteinander leben e. V.

     

     


       

       

    Prof. Dr. Harald Ansen

    Prof. Dr. Harald Ansen ist Hochschullehrer für Soziale Arbeit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) mit den Schwerpunkten Theorien und Methoden. Arbeitsschwerpunkte sind Armut und soziale Ungleichheit und Soziale Beratung.

    „Wir arm ist Deutschland?“
    Perspektiven zu sozialer Ungleichheit
    Vortrag von Prof. Dr. Harald Ansen

    Donnerstag, 16.04.2020, 19:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    Deutschland ist reich. Diese Aussage trifft ohne Zweifel zu. Allerdings auch die Aussage: „Deutschland ist arm.“ Ein Widerspruch? Gar ideologisch motiviert? Oder eine gesellschaftliche Tatsache, je nachdem wohin man schaut und mit wem man spricht? Die Utopie von einer gleichen Gesellschaft, gleich im Sinne von politischen Rechten und Pflichten im Kanon der Menschrechte, von sozialer und technologischer Teilhabe, von wirtschaftlichem Status, von Bildungsgerechtigkeit, von gleichen ökologischen Lebensbedingungen, zeichnet dies verlockend. Ihr Weg in die politische, in die gesellschaftliche, in die ökologische Realität scheint aber in ganz unterschiedlichen Etappen zu verlaufen, vielleicht sogar zu stagnieren. Zumindest subjektiv lassen sich so schnell reiche Gewinner und arme Verlierer ausmachen und soziale Ungerechtigkeiten benennen, durchaus auch politisch definieren und instrumentalisieren. Wie arm ist Deutschland und was bedeutet diese Frage für den sozialen und politischen Zusammenhalt der Gesellschaft? Der Vortrag soll hier ein differenziertes Bild nachzeichnen und vor allem zur Diskussion anregen.

    Der Vortrag wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    Elvin Hülser,

    Elvin Hülser, Geschäftsführer und Referent für Friedensfragen des Antikriegshauses im Friedens- und Nagelkreuzzentrum Sievershausen. Arbeitsschwerpunkte sind Themen der Friedens- und Sicherheitspolitik, der zivilen Konfliktbearbeitung sowie Demokratieförderung und die Auseinandersetzung mit Populismus, Extremismus und Fundamentalismus.

    Rechtspopulismus
    Eine antidemokratische Versuchung
    Vortrag von Elvin Hülser

    Dienstag, 10.03.2020, 19:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    Populistische Bewegungen und Parteien erhalten in den letzten Jahren enormen Zulauf, sei es in verschiedenen Ländern Europas oder auch in den USA. Während Deutschland lange Zeit immun gegenüber populistischen Strömungen zu sein schien, zeugen die Erfolge der AfD bei Landtagswahlen, der Bundestagswahl und den Wahlen zum Europäischen Parlament, aber auch Phänomene wie die PEGIDA-Bewegung davon, dass insbesondere der Rechtspopulismus auch in Deutschland dabei ist, sich zu etablieren. Die einen sehen hierin eine akute Gefahr für die westlich-liberalen Demokratien, andere wiederum einen womöglich heilsamen Weckruf für die Demokratie. Die als Populisten bezeichneten behaupten selbst von sich, die wahren Vertreter ihres jeweiligen Volkes zu sein und als einzige deren Interessen wahrzunehmen.

    Was macht den Populismus aus, wodurch ist er gekennzeichnet? Was macht den Rechtspopulismus heute so attraktiv? Inwiefern stellt er eine Versuchung in Zeiten der Verunsicherung dar – und woher rührt diese Verunsicherung und Unzufriedenheit in immer größeren Teilen der Bevölkerung? Warum stellt der Populismus eine Gefährdung der Demokratie dar und warum lohnt es sich überhaupt, diese zu verteidigen?

    Der Vortrag wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    Dr. Mario Neukirch

    Dr. Mario Neukirch ist Umwelt- und Techniksoziologe. Er promovierte 2010 zur internationalen Pionierphase der Windenergienutzung, und war zwischen 2011 und 2019 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt 500 (Bio)Energiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern, der Helmholtz-Allianz ENERGYTRANS sowie den Kopernikus-Projekten des BMBF zur Energiewende tätig. Aktuell ist Mario Neukirch Dozent an der Universität Hamburg und Gastwissenschaftler am Center for Sustainable Society Research."

    Klimaneutral!?
    Was eine Kommune tun kann?!
    Vortrag von Dr. Mario Neukirch

    Mittwoch, 11.02.2020, 19:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    „Klimaneutralität“ - d.h. Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050 -dieses Ziel wurde nun auf nationaler wie europäischer Ebene beschlossen. Für eine Klimapolitik der es gelingt, die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abzuwenden, ist die Klimaneutralität unerlässlich. Allerdings bestehen über die Wege dorthin sowohl diverse Unklarheiten, als auch grundlegende Konflikte. Damit Klimaneutralität keine abstrakte Vision ferner Zukunft bleibt, gilt es, die Bedeutung der Zwischenziele in der Reduktion für 2020 und 2030 zu betonen und diese konsequent zu verfolgen. Vor diesem Hintergrund geht es im angekündigten Vortrag darum, mehr Transparenz hinsichtlich der Möglichkeiten und Barrieren in diesem komplexen Themenfeld zu erreichen: Was ergeben sich aus den Zielvorgaben für konkrete Handlungsforderungen an den Staat, an die Wirtschaft, an die Bürger*innen? Was kann und soll beispielswiese die Kommune, tun, welche Aufgaben könnten ihr angetragen werden? Wo und wie gilt es hier aktiv zu werden?

    Der Vortrag wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    Mirjam Gläser ist Diplom-Politologin und als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei ufuq e.V. in Berlin für das Projekt „Protest, Provokation und Propaganda“ verantwortlich. Bis 2015 war sie Beraterin und Trainerin im Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Kiel tätig.

    Wenn der Islam zum Feindbild wird
    Wie Vorurteile gegenüber Muslimen gesellschaftlichen Hass schüren
    Vortrag mit Mirjam Gläser

    Donnerstag, 21.11.2019, 19:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    „Deutschland und der Islam – wie passt das zusammen?" – Durch diese oder ähnliche Aussagen wird im postmigrantischen Deutschland heute - unbewusst oder bewusst - immer wieder ein Gegensatz zwischen „muslimisch sein“ und „Deutsch sein“ konstruiert. Die Vereinbarkeit von Islam und Deutschland, die nicht nur für viele deutsche Muslim*innen selbstverständlich ist, wird hier als Gegensatz konstruiert und antimuslimische Ressentiments salonfähig gemacht. Islamfeindlichkeit in Deutschland ist kein abstraktes Konstrukt, sondern eine Realität, die schon Menschenleben gekostet hat. Doch was zeichnet Islamfeindlichkeit in Deutschland aus? Was und Wer definiert das Deutsche bzw. deutsch sein? Wer darf die Gesellschaft mitgestalten und wer nicht? Diesen Fragen geht Mirjam Gläser von Ufuq e. V. Berlin in ihrem Vortrag, der in Kooperation mit der Ratzeburger Volkshochschule angeboten wird, mit anschließender Diskussionsrunde nach.

    NVU Demonstration in Ede (Niederlande) - Beispiel für antimoslemische Parolen von Rechtsextremisten.

    NVU Demonstration in Ede (Niederlande) - Beispiel für antimoslemische Parolen von Rechtsextremisten.
    Die Niederländische Volksunion (NVU), die eine „Rückbesinnung auf die germanisch-christliche Kultur“ fordert, schreibt “Kein Islam in Europa” (2011) – Bild: Wouter Engler

     

     


       

       

    11. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

    11. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

    16.11.2019, 09:30 - 17:00 Uhr
    Lauenburg
    Teilnahme kostenlos – Anmeldung erforderlich!

    In den letzten Jahren kam es in Deutschland zu einem deutlichen Anwachsen von Rassismus, Muslimfeindschaft, Antisemitismus und menschenfeindlichen Einstellungen gegenüber Minderheiten. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger Menschen, die demokratische Werte leben und fördern, zusammen zu bringen, in ihrem Handeln zu stärken und zu qualifizieren. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Stärkung demokratischer Akteure und Ideen in den ländlich geprägten Regionen Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins zu.

    Wissensvermittlung durch ein vielfältiges Workshopangebot zu aktuellen Themen für zivilgesellschaftlich engagierte wie hauptamtliche Akteure ist Ziel und Auftrag der jährlichen Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

    Wissensvermittlung durch ein vielfältiges Workshopangebot zu aktuellen Themen für zivilgesellschaftlich engagierte wie hauptamtliche Akteure ist Ziel und Auftrag der jährlichen Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung - © Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

    In diesem Sinne wurde 2012 die Regionalkonferenz „Rechtsextremismus & Demokratiestärkung“ in Ratzeburg ins Leben gerufen, als Ergebnis eines länderübergreifenden Fachaustausches von Städten und Gemeinden zum Thema Rechtsextremismus, der einen bedrückenden Erfahrungshorizont der Beteiligten offenbarte. Noch im gleichen Jahr wurde die Idee einer überregionalen Plattform für Vernetzungen und Weiterbildungen zu den Bereichen Demokratieförderung und der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus konkret umgesetzt und für engagierte Menschen aus dem norddeutschen Raum erstmalig angeboten. Der Erfolg des Formates von hochaktuellen Workshopangebote, Vernetzung und Austausch sowie die Durchweg positive Resonanz der Konferenzteilnehmer*innen führte in der Folgezeit zu einer wiederholten Auflage der Regionalkonferenz. So wurden bis 2018 auf insgesamt 10 Regionalkonferenzen über 1.400 Multiplikatorinnen, Multiplikatoren und Akteure gegen Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus handlungsorientiert geschult, überregional vernetzt und fachlich-inhaltlich fortgebildet werdet. Die Regionalkonferenz wanderte dabei durch den norddeutschen Raum mit Stationen in Ratzeburg (2012, 2013, 2018), Lübtheen (2013), Grevesmühlen (2014),Bargteheide (2014), Lübeck (2015), Mölln (2015), Wismar (2016) und Boizenburg (2017).

    Um die Regionalkonferenz hat sich frühzeitig ein überregionales Organisationsteam gebildet, dass sich für die nun mehr jährliche Konferenzausrichtung verantwortlich zeigt. Dazu gehören die Stadt Ratzeburg und das angeschlossene Ratzeburger Bündnis, das RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg, das Regionale Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Lübeck der AWO-SH, der Verein Miteinander leben e.V. in Mölln sowie der Fachdienst Familie und Schule Kinder- und Jugendschutz des Kreises Stormarn.

    Wissensvermittlung durch ein vielfältiges Workshopangebot zu aktuellen Themen für zivilgesellschaftlich engagierte wie hauptamtliche Akteure ist Ziel und Auftrag der jährlichen Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

    Wissensvermittlung durch ein vielfältiges Workshopangebot zu aktuellen Themen für zivilgesellschaftlich engagierte wie hauptamtliche Akteure ist Ziel und Auftrag der jährlichen Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

    Dazu gehört auch die Möglichkeit, Akteure durch gemeinsamen Austausch in Verbindung zu bringen und so zu einer nachhaltigen Netzwerkbildung von „Demokratieverstärkern“ beizutragen.

    Dazu gehört auch die Möglichkeit, Akteure durch gemeinsamen Austausch in Verbindung zu bringen und so zu einer nachhaltigen Netzwerkbildung von „Demokratieverstärkern“ beizutragen.

    Am 16.11.2019 findet in Lauenburg die nunmehr 11. Regionalkonferenz Rechtsextremiusmus & Demokratieförderung statt. Die inhaltlichen Planungen unserer jährlichen Bildungs- und Netzwerkarbeit für zivilgesellschaftlich engagierte Akteure und Multiplikator*innen, hauptamtliche Entscheidungsträger*innen sowie Pädogog*innen in der Kinder- und Jugendarbeit, laufen, mit besonderer Unterstützung der „Partnerschaft für Demokratie“ Lauenburg – Büchen – Lütau, die unser Gastgeber sein wird, sowie der „Partnerschaften für Demokratie“ des Kreises Herzogtum Lauenburg und der Stadt Ratzeburg/ Amt Lauenburgische Seen auf Hochtouren.

    Folgende Workshopthemen sind geplant:

    • „Lernen aus der Geschichte“ – Gedenkstättenarbeit unter neuen Herausforderungen (Impulsreferat)
    • Rechter Terror
    • Rechtspopulismus in den Parlamenten
    • Antisemitismus heute
    • Gender und Rechtsextremismus in der DDR
    • Rechtsextremismus in Sicherheits- und Wehrorganen
    • Jugendworkshop „CyberRight!“
    • Ausstellung als Rahmenprogramm

    Das aktuelle Workshopprogramm mit detailierten Beschreibungen zu Inhalten und Referenten können Sie nachfolgend einsehen: www.regionalkonferenz.eu

     

     


       

       

    Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung.

    Das deutsche Dilemma
    Seminar mit Dr. Udo Metzinger

    Sonnabend, 26.10.2019, 09:30 - 16:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Teilnahme kostenlos – Anmeldung erforderlich!

    "Das deutsche Dilemma: die Berliner Republik zwischen Macht und Machtverzicht" lautete der Titel eines Buches der Amerikaner Andrei S. Markovits und Simon Reich von 1998. Bis heute ist der Untertitel eine gute Zustandsbeschreibung der deutschen Politik.

    Das Seminar, welches in Kooperation mit der Ratzeburger Volkshochschule durchgeführt wird, nimmt die Woche um den "Tag der Deutschen Einheit" zum Anlass, über Deutschland und über seine Rolle in der Welt nachzudenken. Wer sind wir? Was sind unsere Werte, die immer wieder gerne beschworen werden? Wo liegen unsere Stärken, wo unsere Schwächen? Welche Bedeutung hat die Geschichte für unser Handeln in der Innen-, aber auch in der Außenpolitik? Sollten wir – wie immer wieder gefordert – mehr Verantwortung in der Welt übernehmen oder ist Zurückhaltung angebracht? Das Seminar unter der Leitung von Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger lädt ein zu einer intensiven Diskussion über unser Land und unsere Rolle in der Welt.

    Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung wird erbeten unter 04541-8000-146 oder volkshochschule@ratzeburg.de

     

     


       

       

    Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung.

    Digitale Revolution
    Vortrag mit Dr. Udo Metzinger

    Freitag, 25.10.2019, 19:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    Digitale Medien durchdringen bereits seit vielen Jahren unseren Alltag, die Art wie wir miteinander kommunizieren, wie wir arbeiten, wie wir lernen, uns eine Meinung bilden. Was mit dem Modem begann hat sich in dieser Entwicklung bereits zu einer weltumspannenden, Menschen verbindenden Kommunikationswirklichkeit entwickelt. Und doch ist dies immer noch der Anfang der Digitalisierung, wie Experten weltweit voraussagen. Eine Arbeitswelt 4.0, individuelles E-Learning oder SmartSystems, die einfache Haushaltsgegenständen mit eigener Intelligenz ausstatten zeichnen sich am Horizont bereits ab und wollen alle Bereiche unseres Lebens umwälzen, wie es zuvor nur der Buchdruck Gutenbergs mit einer Gesellschaft vollzogen hat. Aber welche Folgen haben diese revolutionären Veränderungen für unsere Gesellschaft? Wie verändern sich unsere Kommunikation, demokratische Prozesse und Diskussionen, unsere Arbeitswelt und unser Alltag? Und welche Gefahren des individuellen „Abgehängt-Werdens“, des „digitalen Analphabetentums“ birgt diese Entwicklung? Eine schöne neue Welt oder doch eine Überforderung von Gesellschaften und „analogen“ Menschen? Diesen Fragen geht Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger in seinem Vortrag, der in Kooperation mit der Ratzeburger Volkshochschule durchgeführt wird, mit anschließender Diskussionsrunde nach.

     

     


       

       

    Dr. Günther Rusch

    Dr. Günther Rusch hat sich seit seinen Studienjahren in den 1960er und 70er Jahren in vielfältiger Weise mit nahezu allen Regionen Afrikas befasst; wissenschaftlich, als Berater, Referent und Delegierter von Hilfsorganisationen, als Dozent an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus, an zwei afrikanischen Hochschulen sowie in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.

    Afrika - Ein Kontinent in Bewegung
    Seminar von Dr. Günter Rusch

    Sonnabend, 28.09.2019, 09:30 – 16:30 Uhr
    Internationale Begegnungsstätte „Lohgerberei“, Bahide-Arslan-Gang, Mölln
    Teilnahme kostenlos – Anmeldung erforderlich!

    Kaum jemand in Europa weiß, dass die Wohngebiete der jetzigen Völker Afrikas und die geografische Lage seiner Staaten das Ergebnis unzähliger Wanderungen und auswärtiger Eingriffe seit Jahrtausenden sind. Natürlich gibt es Parallelen zu allen Kontinenten dieser Erde, aber in kaum einer Weltregion sind Migration und Flucht heutzutage so auffallend wie bei unserem südlichen Nachbarn.

    Dass der Versuch von Hunderttausenden Afrikanern auch diesseits des Mittelmeers eine neue Heimat oder zumindest Zuflucht zu finden, als Herausforderung oder gar als Bedrohung gesehen wird, dürfte hinreichend bekannt sein.

    In dem angebotenen Tagesseminar sollen folgende Aspekte behandelt werden:

    • Wanderbewegungen in Afrika seit Jahrtausenden
    • Heutige Ursachen von Migration und Flucht wie Klimawandel, Konflikte, Bevölkerungsdruck, Sehnsucht nach besseren Welten u.a.m.
    • Wohin zieht es Migranten und Flüchtlinge?
    • Wie ist das Verhältnis der Migranten zu ihren Herkunftsländern?
    • Geldüberweisungen und Sachlieferungen der Migranten nahezu unentbehrlich für Wirtschaft und Gesellschaft der Heimatländer
    • Migrantengemeinschaften im Gastland /Verhalten und Leben im Gastland
    • Bleiben oder Rückkehr? Auswanderer oder Langzeitmigranten?
    • Süße Rückkehr – bittere Rückkehr: Was erwartet Migranten in ihrem Heimatland?
    • Sekundärmigration: Der nicht mehr anpassungsfähige Rückkehrer und seine endgültige Auswanderung
    • Möglich: Exkurs: Deutsche Auswanderer nach Nordamerika im 19. Und 20. Jahrhundert. Nicht nur reiche Onkels.

    Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung wird erbeten unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de.

     

     


       

       

    Dr. Günther Rusch

    Dr. Günther Rusch hat sich seit seinen Studienjahren in den 1960er und 70er Jahren in vielfältiger Weise mit nahezu allen Regionen Afrikas befasst; wissenschaftlich, als Berater, Referent und Delegierter von Hilfsorganisationen, als Dozent an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus, an zwei afrikanischen Hochschulen sowie in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.

    Chinas Investitionsschlacht in und um Afrika
    Vortrag von Dr. Günter Rusch

    Freitag, 27.09.2019 um 19:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    China beherrscht heute den Waren- und Güterverkehr aller afrikanischen Staaten. Das, was die westlichen Länder in den 1980er und 1990er Jahren an beginnender Industrialisierung Afrikas durch Weltbank und Internationalen Währungsfonds (IMF) plattgemacht hatten, geriet in den letzten fünfzehn Jahren mehr oder weniger ins chinesische Visier. Man kann es fast eine Investitionsschlacht nennen: in nahezu allen Staaten Afrikas hat China Milliarden und Abermilliarden von Dollars für Infrastrukturmaßnahmen investiert oder bereitgestellt … als Gegenleistung für afrikanische Rohstoffe und politischen Einfluss. Afrikanische Studierende befinden sich zu Hunderttausenden in China. Und für die afrikanischen Einkäufer wurde eigens eine Stadt in China gegründet. Dies wirft viele Fragen auf im Hinblick auf Chinas Ambitionen, auf Menschrechte in Afrika, auf die Art dieser Handelsbeziehungen.

    Der vorgesehene Vortrag, der in Kooperation mit der Ratzeburger Volkshochschule durchgeführt wird, ist ein Versuch des Referenten, die seit Jahren in ganz Afrika beobachtete chinesische Präsenz zu beschreiben und zu diskutieren.

     

     


       

       

    Daoud Nassar

    Daoud Nassar in Bethlehem

    „Wir weigern uns, Feinde zu sein!“
    Ein Bericht von Daoud Nassar aus Bethlehem

    Dienstag, 18.06.2019 um 19.30 Uhr
    Polleyn-Zentrum, Mölln, Jochim-Polleyn-Platz 9
    Eintritt frei!

    Unter schwierigsten Bedingungen lebt die Familie Nassar auf dem seit mehreren Generationen im Familienbesitz befindlichen Weinberg im besetzten Westjordanland in der Nähe von Bethlehem. Der Weinberg ist umgeben von israelischen Siedlungen – d.h. von Trabantenstädten mit mehreren Zehntausend Einwohnern. Seit 1991 versucht der Staat Israel das Land der Familie Nassar zu enteignen, um dort eine neue Siedlung zu gründen. Die Familie Nassar leistet gewaltfreien Widerstand gegen die drohende Enteignung. Sie bewirtschaftet das Land trotz der Unannehmlichkeiten und Behinderungen, die durch Repressalien der israelischen Regierung oder Angriffe israelischer Siedler entstehen. Seit über 25 Jahren kämpft sie vor Gericht um ihr Recht. Zudem gründete sie auf dem Gelände das interkulturelle Friedensprojekt „Tent of Nations“, eine Begegnungsstätte, die sich als Ort des kulturellen Dialogs versteht und zu einem Treffpunkt für Menschen vieler Nationen geworden ist. Daoud Nassar wurde für sein beispielhaftes gewaltfreies Engagement - neben 14 anderen herausragenden Persönlichkeiten weltweit – im Herbst 2018 der vom deutschen und französischen Staat gestiftete Menschenrechtspreis 2018 verliehen. Aus der Broschüre des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland zur Verleihung des Menschenrechtspreises 2018:

    „Der 1970 geborene Aktivist Daoud Nassar setzt sich seit fast 20 Jahren mit seiner Nichtregierungsorganisation „Tent of Nations“ für die Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern ein. Auf dem Weinberg seiner Familie nahe Bethlehem betreibt er eine Fort- und Weiterbildungsstätte. Dort sensibilisiert er Besucher und Gäste für Fragen der Landenteignung und für die Auswirkungen des israelischen Siedlungsbaus auf Palästinenser, die im sogenannten „C-Gebiet“ des Westjordanlandes leben. Der Dialog mit Israelis und Palästinensern hilft dabei, mehr über die Situation der„anderen Seite“ zu erfahren. Das Leitmotiv seines Projektes mit dem Namen „Wir weigern uns Feinde zu sein“ hat dabei eine wichtige Signalwirkung. Viele israelische und internationale Freiwillige arbeiten in den Erntemonaten auf dem Weinberg seiner Familie. Durch seinen jahrzehntelangen Einsatz lebt Daoud Nassar vor, wie selbst unter widrigen Bedingungen eine Bleibeperspektive in diesen Gebieten erhalten werden kann.“

    Wir weigern uns, Feinde zu sein! Das Lebensmotto der Familie Nassar steht in Stein gemeißelt auf deren Land. Die religiöse, evangelische Familie lebt konsequent nach diesem Motto. Ihr Friedens- und Bildungsprojekt „Tent of Nations“ wird getragen von der Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben zwischen Palästinensern und Israelis.

     

     


       

       

    Enrico Kreft

    Enrico Kreft ist Landesvorsitzender der Jungen Europäischen Föderalisten und Mitglied des Präsidiums der Europa Union und als Referent in der Jugend– und Erwachsenenbildung tätig. Er hält Vorträge, leitet Seminare oder führt Planspiele zum Themenkomplex „Europa“ durch.

    Forum "Zeit für Europa!?"
    Europas Perspektiven vor der Wahl – Diskussionsabend mit Enrico Kreft

    Donnerstag, 28.03.2019, 19:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    Wird es Zeit für Europa? Angesichts von Migration, BREXIT, Populismus und Nationalismus, von Werteerosion und autoritären Bestrebungen? Angesichts von Plastikmüll, Digitalisierung, von Handelskrieg und neu-en Herausforderungen der internationalen Sicherheit?

    Europas Perspektiven vor der Wahl stehen im Fokus des Forums "Zeit für Europa!?", zu dem die Volkshochschule Ratzeburg zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. einlädt. Es soll Bürger*innen motivieren, im Kontext der Europawahl im Mai 2019 über europäische Fragen und Fragstellungen zu diskutieren. Enrico Kreft, Präsidiumsmitglied der Europa Union, wird diese Diskussion fachkundig und mit viel Hintergrundwissen anleiten. Worüber diskutiert werden soll, entscheiden die Gäste des Forums. Haben Sie Zeit für Europa?

     

     


       

       

    Ulrich Sahm ist auf Einladung des Vereins Miteinander leben e.V. im Rahmen des Antisemitismusprojektes „ZUGÄNGE SCHAFFEN“ in Mölln. Der Eintritt ist dank einer Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ kostenlos.

    Was bewegt Israel? - Einblicke in ein (un-)bekanntes Land

    12. März 2019 um 19:00 Uhr
    Möllner Stadthauptmannshof
    Teilnahme kostenfrei

    Zu Israel existieren wohl mehr Meinungen, Erzählungen, aber auch Vorurteile als zu jedem anderen Land auf der Erde. Sie übersteigen wohl bei weitem das fundierte Wissen zu diesem Land, seiner Politik, seiner Gesellschaft und seinem geographischen Kontext. Das ist an sich auch schwierig in Anbetracht der dynamischen und unüberschaubaren Gemengelage, in dem sich dieser Staat innen- und außenpolitischen bewegt, ganz zu schweigen von den vielfältigen historischen und religiösen Bezügen die sich dort in einem Raum ballen, der kleiner ist als Mecklenburg-Vorpommern.

    Einblicke zu Israel lassen sich eigentlich nur vor Ort gewinnen, mit viel Zeit, um in all seine Facetten und auch Widersprüche eintauchen zu können. Diese Möglichkeiten sind oft nicht gegeben und so bleibt das eigene Wissen zu Israel ganz häufig fragmentarisch, einseitig und damit immer wieder auch anfällig für antisemitische Interpretationen.

    So bietet sich eine echte Chance, solche Wissenslücken in Vortrag und Diskussion mit Journalist Ulrich Sahm zu schließen, der am 12. März 2019 um 19:00Uhr im Rahmen einer Deutschlandrundreise Station im Möllner Stadthauptmannshof macht. Ulrich Sahm ist seit vielen Jahren Korrespondent in Israel und berichtet für Tageszeitungen und Nachrichtensender gleichermaßen. Er wird einen aktuellen Überblick geben, zu politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Israel, wie die anstehenden Neuwahlen der Knesset im April oder die Migrationsdiskussion, aber auch über Entwicklungen in der Folge des Nahostkonfliktes, die Israels Außen- und Sicherheitspolitik betreffen.

    zugaengeschaffen.de  

     

     


       

       

    Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung

    In postfaktischen Zeiten –
    Demokratie in Zeiten „alternativer Fakten“

    Seminar mit Dr. Udo Metzinger
    Freitag, 01.03.2019, 9:30 – 16:30 Uhr
    Internationale Begegnungsstätte „Lohgerberei“
    Teilnahme kostenfrei – Anmeldung obligatorisch
    unter miteinander.leben@t-online.de oder 04541-206726

    Was haben der amerikanische Wahlkampf des Jahres 2016, die Wahlerfolge der Populisten in Europa, Bewegungen wie Pegida und der Brexit gemein? Sie sind Symptome dessen, was als „postfaktisches Zeitalter“ bezeichnet wird. Fakten zählen wenig, Gefühle sind alles. Wissenschaft und Vernunft werden durch Meinung und Vorurteil ersetzt. Durch soziale Medien und neue Kommunikationskanäle sind so viele Menschen erreichbar wie noch nie. Eine Informationsflut brandet auf uns ein – wir sind überfordert. Die Debattenkultur verroht virtuell und real, Sachinformationen werden diskreditiert, Experten und dem so genannten „Establishment“ wird das Vertrauen entzogen. Was bedeutet all das für die Demokratie? Was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Und was bedeutet das für die internationale Politik?


    Veranstalter: Verein Miteinander leben e. V.

     

     


       

       

    Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung

    Rohstoffe - das Konfliktpotential des 21. Jahrhunderts?

    Vortrag von Dr. Udo Metzinger
    Donnerstag, 28.02.2019, 19:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    Galten einige der kriegerischen Konflikte der letzten beiden Jahrzehnte (vermeintlich) bereits der Ressourcensicherung („Kein Blut für Öl“), so hat die Industrialisierung der Schwellenländer China, Indien und Brasilien diesen „Kampf um die Rohstoffe“ tatsächlich verschärft. Unter den vielen Ländern mit hoher Rohstoffabhängigkeit entsteht eine zunehmende Konkurrenz um Rohstoffe, die nicht nur preistreibend wirkt, sondern mittel- und längerfristig auch zu eskalierenden Konflikten um sich verknappende Ressourcen führen kann. In einer aktuellen Umfrage sprechen sich übrigens 68 Prozent der Deutschen dafür aus, dass die Nato in den nächsten Jahren international Einsätze zur Sicherung der Energieversorgung und Roh-stoffzufuhr durchführen sollte. Grund genug also, sich einmal ausführlich mit Rohstoffen als Konfliktpotential des 21. Jahrhunderts zu beschäftigen.

     

     


       

       

    Jan Rathje

    Jan Rathje
    Jan Rathje ist Politikwissenschaftler. Er studierte in Potsdam und Greifswald mit den Schwerpunkten Rechtsextremismus und Politische Theorie. Von 2013 bis 2014 war er in der mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus tätig. In dieser Funktion leitete er Workshops für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Jugendliche im Bereich Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. Für die Amadeu Antonio Stiftung verfasste er 2014 die Broschüre „Wir sind wieder da". Die "Reichsbürger": Überzeugungen, Gefahren und Handlungsstrategien“. Seit 2015 leitet er das Projekt No World Order. Handeln gegen Verschwörungsideologien zur Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Verschwörungsideologien.

    Antisemitismus und Verschwörungsideologien
    Vortrag von Jan Rathje (Amadeu Antonio Stiftung)

    Mittwoch, 06.02.2019, 19:00 Uhr
    Ratssaal des Ratzeburger Rathauses
    Eintritt frei!
    Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

    Antisemitismus und Verschwörungsideologien

    Verschwörungserzählungen begleiten auch die aktuellen gesellschaftspolitischen Krisen-entwicklungen. Den Begriffen „Lügenpresse“ und „Volksverräter“ begegnet man als Pauschalvorwürfen auf Demonstrationen der aktuellen rechtsextremen Bewegungen, in ihren „alternativen“ Medien und den Sozialen Netzwerken. Die Anhänger*innen von Verschwörungsideologien und –mythen machen auf diese Weise deutlich, dass es sich bei den zugrundeliegenden Erzählungen eben nicht ausschließlich um Unterhaltung handelt, sondern ihnen der Wunsch nach der “Vernichtung von Widersprüchen” innewohnt. Dabei besteht eine enge Wesensverwandtschaft zum Antisemitismus.

    Der Vortrag wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Projektes „ZUGÄNGE SCHAFFEN“.

     

     


       

       

       

    R Ü C K B L I C K   2 0 1 8


       

    Enrico Kreft

    Enrico Kreft
    Geboren wurde ich 1978 in Grevesmühlen. Aufgewachsen bin ich in Mecklenburg und Lübeck, wo ich seit gut 15 Jahre auch wohne. Schon als Schüler habe ich mich ehrenamtlich engagiert: Schülersprecher, Stadtschülersprecher, Landesvorstand Landesschülervertretung, Schüler Helfen Leben. In den letzten Jahren habe ich mich nicht nur in der SPD engagiert (Ortsvereinsvorsitzender, Europaforum, Europabeauftragter – gegenwärtig Mitglied des Kreisvorstands SPD Lübeck), sondern auch bei den Jungen Europäischen Föderalisten (Landesvorsitzender) und der Europa Union (Mitglied des Präsidiums). Zwischendurch Abitur, Bundeswehr, Studium der Rechtswissenschaften, Referententätigkeiten in der Jugend- und Erwachsenenbildung.

    Forum "Zeit für Europa!?" - Europas Perspektiven vor der Wahl
    Diskussionsabend mit Enrico Kreft

    29.11.2018, 19:00 Uhr
    Dörphuus Buchholz, Dorfstraße 22
    Eintritt frei!

    Wird es Zeit für Europa? Angesichts von Migration, BREXIT, Populismus und Nationalismus, von Werteerosion und autoritären Bestrebungen? Angesichts von Plastikmüll, Digitalisierung, von Handelskrieg und neuen Herausforderungen der internationalen Sicherheit?

    Europas Perspektiven vor der Wahl stehen im Fokus des Forums "Zeit für Europa!?", zu dem die Volkshochschule Ratzeburg zusammen mit dem Verein Miteinander leben e.V. erstmalig am 29. November 2018 um 19:00 Uhr ins „Dörphuus“ in Buchholz einlädt. Es soll Bürger*innen motivieren, im Kontext der Europawahl im Mai 2019 über europäischen Fragen und Fragstellungen zu diskutieren. Enrico Kreft, Präsidiumsmitglied der Europa Union, wird diese Diskussion fachkundig und mit viel Hintergrundwissen anleiten. Worüber diskutiert werden soll, entscheiden die Gäste des Forums. Haben Sie Zeit für Europa?

    Das Forum "Zeit für Europa!?" wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire

    Den Flyer zur Wanderausstellung "Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire" bekommen Sie hier.

    Wanderausstellung
    „Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire“

    06.11.–23.11.2018,
    während der Öffnungszeiten: Mo–Do 8–16 Uhr, Fr 8–12 Uhr
    Kreisverwaltung, Barlachstraße 2, 23909 Ratzeburg

    Zur 10. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung am 10.11.2018 in Ratzeburg wird in der Zeit vom 06.11 – 23.11.2018 die Wanderausstellung „Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire” in der Kreisverwaltung am Ort, Barlachstraße 2, während der Öffnungszeiten zu sehen sein.

    Die Ausstellung, die rund 60 aktuelle Karikaturen namhafter Künstler wie Ralph Ruthe, Klaus Stuttmann und Kostas Koufogioros, sowie satirische Film- und Fernsehbeiträge umfasst, ermöglicht einen besonders jugendgerechten Zugang zu den Themen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit.

    Sie wird vom Konferenzgastgeber, der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, sowie vom Verein Miteinander leben e.V. und dem Ratzeburger Bündnis präsentiert und kann während der Öffnungszeiten des Kreises kostenfrei besucht werden. Insbesondere Jugendgruppen sind gerne willkommen.

     

     


       

       

    10. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratieförderung

    Den Flyer zur 10. Regionalkonferenz
    bekommen Sie hier.

    10. Regionalkonferenz
    Rechtsextremismus & Demokratieförderung

    10.11.2018, 09:30 – 17:00 Uhr
    Lauenburgische Gelehrtenschule, Bahnhofsallee 22, 23909 Ratzeburg
    Teilnahme kostenlos
    Anmeldung (obligatorisch) unter www.raa-mv.de/regionalkonferenz2018 oder sauer@ratzeburg.de

    In den letzten Jahren kam es in Deutschland zu einem deutlichen Anwachsen von Rassismus, Muslimfeindschaft, Antisemitismus und menschenfeindlichen Einstellungen gegenüber Minderheiten. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger Menschen, die demokratische Werte leben und fördern, zusammen zu bringen, in ihrem Handeln zu stärken und zu qualifizieren. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Stärkung demokratischer Akteure und Ideen in den ländlich geprägten Regionen Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins zu.

    Die 10. Regionalkonferenz bietet daher auch in diesem Jahr Menschen aus den norddeutschen Bundesländern eine überregionale Plattform für Vernetzungen und Weiterbildungen zu den Bereichen Demokratieförderung und der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus. Dabei waren die zurückliegenden Jahre sehr erfolgreich. Über 1.300 Multiplikatorinnen, Multiplikatoren und Akteure gegen Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus konnten bereits handlungsorientiert geschult, überregional vernetzt und fachlich-inhaltlich fortgebildet werdet.

    Zum zehnmaligen Jubiläum möchten wir auch einen Blick zurück werfen auf die Erfolge der letzten sechs Jahre. Auf der 10. Regionalkonferenz soll daher neben den aktuellen Entwicklungen auch eine Bestandsaufnahme erprobter Konzepte zur Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen Einstellungen ihren Platz finden. Des Weiteren sollen Erfolgsgeschichten beim Zurückdrängen von Rechtsextremismus in unseren Regionen aufgezeigt und gewürdigt werden.

    In diesem Jahr wird die Konferenz in Ratzeburg ausgerichtet werden und der Verein Miteinander leben e.V. hat sich erneut bereit erklärt, als verantwortlicher Ausrichter zu fungieren, zusammen mit den Kooperationspartnern RAA Westmecklenburg, dem Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck, dem Jugendfachdienst des Kreises Stormarn und dem Ratzeburger Bündnis. Ebenso beteiligt sich die „Partnerschaften für Demokratie“ aus Ratzeburg/Amt Lauenburgische Seen als Gastgeber an der Ausgestaltung der Konferenz

     

     


       

       

    Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung.

    Amerika wählt … polarisiert, unversöhnlich und gespalten
    Eine Bestandsaufnahme anlässlich der US-Kongresswahlen
    Tageseminar mit Dr. Udo Metzinger

    20.10.2018, 09:30 - 16:30 Uhr
    Int. Begegnungsstätte „Lohgerberei“, Bahide-Arslan-Gang, 23879 Mölln
    Teilnahme kostenlos
    Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    Am 6. November 2018 wählt Amerika – nicht den Präsidenten, wohl aber den Kongress. Ohne die Zustimmung des Kongresses ist es für den amerikanischen Präsidenten sehr schwierig, überhaupt etwas umzusetzen. Zwei Jahre der überraschenden und wohl auch historischen Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten ist es auch eine Abstimmung über seine bisherige Politik.

    Wie werden die Amerikaner entscheiden? Wie wird der Präsident sich positionieren? Werden die Demokraten profitieren oder können die Republikaner ihre Mehrheit in beiden Kammern verteidigen?

    Das Seminar nimmt die Wahlen zum Anlass, eine Bestandsaufnahme zu wagen: Wie geht es Amerika unter Donald Trump? Wie geht es der internationalen Ordnung? Und wie geht es weiter? Eine Zeitenwende … zurück zum amerikanischen Traum oder zu noch tieferen Gräben des Nationalismus?

     

     


       

       

    Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung.

    „Der falsche Feind?" - Irans Rolle in Nahost und der Westen
    Vortrag mit Dr. Udo Metzinger

    19.10.2018, 19:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    Die Aufkündigung des Atomabkommens durch die Trump-Administration hat die Lage im Nahen Osten verändert. Amerika kehrt unter Trump zur alten Eindämmungs- und Konfrontationspolitik gegenüber dem Iran zurück. Die Europäer verfolgen andere Ziele. Der Vortrag analysiert die komplizierte Rolle, die der Iran im Nahen und Mittleren Osten spielt, bespricht den saudi-arabisch-iranischen Macht- und Religionskonflikt, beschreibt die amerikanisch-europäische Position unter Obama und findet vielleicht Ansätze, Trumps Kehrtwende zu erklären und deren Folgen abzuschätzen.

    Der Vortrag wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    Dirk Burmester

    Dr. Dirk Burmester ist Politikwissenschaftler. Er arbeitet für die Freie und Hansestadt Hamburg und ist nebenberuflich Dozent an der Uni Hamburg. Beruflich ist er Referent für den Medien- und Digitalstandort im Amt Medien der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Zuvor war er Journalist bei der "Financial Times Deutschland".

    Märtyrer im Meinungskrieg – Warum das Sagbare für Rechtspopulisten so wichtig ist. Und für alle anderen auch.
    Vortrag von Dr. Dirk Burmester

    25.09.2018, 19:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    Die sozialen Medien haben die Deutungshoheit gesellschaftlicher Eliten erodiert – und Gegenöffentlichkeiten für Andersdenkende geschaffen. Davon profitieren gegenwärtig vor allem Rechtspopulisten und neurechte Strömungen. Erst im Digitalen ist ihre Behauptung politisch korrekter Zensur und eingeschränkter Meinungsfreiheit zu einer scharfen Waffe im Kampf gegen den „Mainstream“ geworden. Welche Gefahren drohen hieraus dem gesellschaftlichen Zusammenhalt? Und wie kann die demokratische Mehrheit dem entgegenwirken?

    Der Vortrag wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    Dr. Günther Rusch

    Dr. Günther Rusch hat sich seit seinen Studienjahren in den 1960er und 70er Jahren in vielfältiger Weise mit nahezu allen Regionen Afrikas befasst; wissenschaftlich, als Berater, Referent und Delegierter von Hilfsorganisationen. In seiner Nebentätigkeit hat er über dreißig Jahre an der Vorbereitung von Auslandstätigen (Entwicklungshelfern, Diplomaten, Praktikanten usw.) mitgewirkt. Seine Erfahrungen nutzt er jetzt als Dozent an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus, an zwei afrikanischen Hochschulen sowie in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind Bildungs- und Umweltfragen in Afrika.

    Gefahr und Verlockung. Afrikanische Migration im Spannungsfeld von Fluchtursachen und Erwartungshaltungen
    Vortrag von Dr. Günther Rusch

    05.05.2018, 19:00 Uhr
    Kirche St. Answer, Fischerstraße 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    Die internationale Migrationsforschung spricht von einem pulling und pushing effect. Die Anziehungskraft einer neuen Umgebung wird von vielen unterschiedlichen Faktoren bestimmt. Dem steht der Leidensdruck derjenigen gegenüber, die sich fluchtartig oder mit falschen Vorgaben der angestammten Heimat und ihren lebensbedrohenden Verhältnissen entziehen.

    Zwischen beiden Migrationsgründen gibt es eine Grauzone. Denn wenn Abwanderung oder Flucht unvermeidlich zu sein scheinen, sollte es zumindest in solche Zielgebiete gehen, wo bessere Lebens- und Erwerbsmöglichkeiten sowie Sicherheit bestehen. Für Afrikaner sind das vor allem die Groß-und Megastädte und Europa.

    Der Referent versucht einen Einblick in die in Afrika vorherrschenden Migrationsgründe – und folgen zu geben. Der Vortrag wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung.

    Jeder gegen jeden gegen alle in Syrien – Das unlösbare Dilemma der vielen Konflikte?
    Tageseminar mit Dr. Udo Metzinger

    24.03.2018, 09:30 – 16:30 Uhr
    Int. Begegnungsstätte „Lohgerberei“, Bahide-Arslan-Gang, 23879 Mölln
    Teilnahme kostenlos
    Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    Wie soll man das noch verstehen… geschweige denn eine Lösung finden? Die türkische Armee rückt gegen die kurdische YPG im Norden Syriens vor, die unterstützt von den USA gegen den aus Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten finanzierten IS kämpft und jetzt den syrischen Machthaber Assad, der aktuell die Wiedereroberung von der Rebellenhochburgen in Hand der freien syrischen Armee oder Al-Quaida-nahen Gruppierungen wie Idlib oder Ost-Ghouta anstrebt und dabei von Russland und dem Iran, der mit Waffenlieferung an die Hisbollah zunehmend in einen bewaffneten Konflikt mit Israel gerät, unterstützt wird, um Beistand bittet.

    Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger nimmt sich einem ganztägigen Seminar Zeit, die völlig unüberschaubaren und hochkomplexen Konfliktlinien, Interessen und Allianzen innerhalb Syriens zu sezieren, um diesem Chaos vielleicht ansatzweise folgen zu können. Spannend wird dabei die Frage, ob die Seminarteilnehmer*innen eigene Ideen zur Konfliktlösung entwickeln können und ob diese in der analytischen Betrachtung des Politikwissenschaftlers tatsächlich erfolgversprechend sein können. Ob dabei Optimismus angesagt ist?

     

     


       

       

    Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung.

    Putins Russland und der Westen -
    Anatomie einer komplexen Beziehung
    Vortrag von Dr. Udo Metzinger

    23.03.2018, 19:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    Ist der Kalte Krieg zurück? Eher nicht, doch eines ist unverkennbar: die westlich-russischen Beziehungen sind in eine neue Phase eingetreten. Wie kam es dazu? Die russische Antwort ist klar: Der Westen habe Russland eingekreist, in der Ukraine habe ein vom Westen unterstützter Putsch stattgefunden, Russland werde nicht verstanden, ja sogar "gedemütigt. Was hat all das mit Putins Russland zu tun? Ist die Mär vom bösen Westen eine Voraussetzung für das System Putin? Der Vortrag zeigt Zusammenhänge auf und wirft einen Blick auf Russland nach den Präsidentschaftswahlen.

    Der Vortrag wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. Magdeburg

    „Die Neue Rechte – Wer soll das sein?“
    Tagesseminar mit David Begrich

    23.02.2018, 09:30 – 16:30 Uhr
    Int. Begegnungsstätte „Lohgerberei“
    Bahide-Arslan-Gang, 23879 Mölln
    Teilnahme kostenfrei,
    Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    Der Verein Miteinander leben e.V. plant auch in diesem Jahr als freier Träger der politischen Bildung unter dem Motto „Demokrat*innen bei der Arbeit“ ein möglichst kostenloses Vortrags- und Seminarangebot für politisch interessierte Bürger*innen oder die, die es doch einmal werden wollen. Den Auftakt macht David Begrichvon der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. Magdeburg, der im Rahmen eines Tagesseminar die „Neue Rechte“ in den Fokus stellt und mit erfahrenen Blick skizieren will.

    Die Neue Rechte. Wer soll das sein? PEGIDA? Identitäre? Die AfD? Oder eine neue soziale Bewegung von rechts, die seit mehr als zwei Jahren das politische Koordinatensystem der Bundesrepublik nachhaltig verschoben hat? Das Tageseminar mit David Begrich, Rechtsextremismusexperte und Gemeinwesenberater von der von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. Magdeburg geht der Frage nach der Herkunft einer Neuen Rechten in Deutschland, ihren Ursprüngen und Quellen ebenso nach, wie den aktuellen Erscheinungsformen in Politik und Publizistik. Gefragt wird nach den Erfolgsbedingungen neurechter Politikangebote und der Rolle der politischen Popkultur bei der Kommunikation rechter und rassistischer Inhalte.

    Das Seminar ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung unter 04541-206726 ist allerdings obligatorisch.

     

     


       

       

    David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. Magdeburg

    "Reichsbürger - Eine Gefahr für die demokratische Ordnung?"
    Vortrag der Ratzeburger Volkshochschule mit David Begrich

    22. Februar 2018, 19:00 Uhr,
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    Die Ratzeburger Volkshochschule startet am 22.02.2018 um 19:00 Uhr eine weitere Vortragsreihe zur politischen Bildung im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses. Den Auftakt macht David Begrichvon der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. Magdeburg mit einem Blick auf die Reichsbürger-Szene und ihr sehr heterogenes Spektrum. Er wird dabei der Frage nachgehen, ob diese Szene ein Potential zur Militanz besitzt, das staatsgefährdend sein kann und wie der souveräne Umgang mit „Reichbürgern“ aussehen sollte.

    Die Reichsbürger-Szene ist seit den gewalttätigen Übergriffen auf Polizeibeamte mit zum Teil tödlichen Ausgang in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt, als Phänomen aber bereits seit langem bekannt. Immer wieder treffen Kommunalverwaltungen, Polizei oder Justiz auf Menschen, die sie mit kruden Verschwörungstheorien oder gar der Leugnung der Existenz der Bundesrepublik konfrontieren, die sich weigern, Gebühren und Abgaben an eine vermeintliche „BRD-GmbH“ zu zahlen oder gar kleinen Fantasiestaaten ausrufen und bizarre Staatsrechtstheorien entwerfen. Öffentliche Bedienstete werden dabei oftmals angefeindet, bedroht, genötigt oder sogar körperlich angegriffen. Diese Konfrontation mit Staatsorganen wird zum Teil offensiv gesucht und medial im Internet vermarktet und findet dort zunehmend und viral Anklang.

    Der Vortrag wird in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

       

    R Ü C K B L I C K   2 0 1 7


       

    9. Regionalkonferenz Rechtsextremismus

    11.11.2017
    Rudolf-Tarnow-Schule
    Boizenburg
    Anmeldung unter www.raa-mv.de/regionalkonferenz2017

    9. Regionalkonferenz Rechtsextremismus

     

     


       

       

    Dr. Günther Rusch hat sich seit seinen Studienjahren in den 1960er und 70er Jahren in vielfältiger Weise mit nahezu allen Regionen Afrikas befasst; wissenschaftlich, als Berater, Referent und Delegierter von Hilfsorganisationen. In seiner Nebentätigkeit hat er über dreißig Jahre an der Vorbereitung von Auslandstätigen (Entwicklungshelfern, Diplomaten, Praktikanten usw.) mitgewirkt. Seine Erfahrungen nutzt er jetzt als Dozent an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus, an zwei afrikanischen Hochschulen sowie in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind Bildungs- und Umweltfragen in Afrika.

    Nix wie weg!
    Warum Afrika für viele Bewohner keine Heimat mehr ist.
    Tagesseminar von Dr. Günther Rusch

    04.11.2017, 09:30 – 16:30 Uhr
    Internationale Begegnungsstätte „Lohgerberei“,
    Bahide-Arslan-Gang, Mölln
    Eintritt frei! – Anmeldung obligatorisch unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    Als sich im 19.Jahrhundert die Bevölkerung der deutschsprachigen Länder fast verdreifachte und als durch Veränderungen in der Landwirtschaft zahllose Bauern eine neue Existenz suchen mussten, gab es zwei Ventile: die Auswanderung nach Übersee und die Abwanderung in die entstehenden Industriegebiete.

    Die Bevölkerung Afrikas hat sich in den letzten einhundert Jahren um nahezu das Vierfache vergrößert. Doch die Ventile, die in Europa vorhanden waren, gab und gibt es im Nachbarkontinent nur sehr beschränkt. Arbeitsmöglichkeiten – und vor allem Einkommenschancen bieten oft keine Gewähr zum Überleben. Politische und traditionelle und häufig religiöse Strukturen halten viele Menschen in einer zum Teil erniedrigenden Abhängigkeit. So ist jede Abwanderung aus den Heimatgebieten fast eine Flucht, und dennoch ist es nicht nur ein individuelles Streben nach einem besseren Leben, sondern über 90 % der Afrikanerinnen und Afrikaner nehmen die Mühen der Flucht oder Migration auf sich, um ihren daheim gebliebenen Angehörigen zu helfen. Manche Länder hängen zu über 50 % ihres Bruttosozialprodukts von den Migranten in der sog. Diaspora ab.

    Und noch etwas: Für viele Staaten sind Kapital und Fachwissen der Rückkehrer unentbehrlich. Mit zahlreichen Beispielen, dem Einsatz von Medien und Rollenspielen möchte der Referent einige Elemente der Migration in Afrika vermitteln und dazu beitragen, Flüchtlinge und Migranten bei uns nicht nur als Belastung zu sehen.

     

     


       

       

    Dr. Yaşar Aydin

    Yaşar Aydın kam mit vier Jahren nach Deutschland und lebt seitdem fast ununterbrochen in Hamburg. Er studierte Soziologie und Volkswirtschaftslehre in Hamburg (2001) und Lancaster (2002). Yaşar Aydın war während des Studiums und der Promotion Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung und ist Mitglied des Hamburger TürkeiEuropaZentrums. Nach Abschluss des Studiums war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Hamburger Institut für Sozialforschung und Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg. 2009 promovierte er mit dem Thema „Topoi des Fremden: Zur Analyse und Kritik einer sozialen Konstruktion“ in Hamburg. Vom August 2009 bis März 2012 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut an einem Projekt mit dem Thema „Abwanderungsabsichten und Abwanderung von Hochqualifizierten türkischer Herkunft aus Deutschland in die Türkei“. Er forschte zuletzt an der SWP - Stiftung Wissenschaft und Politik ur türkischen Außenpolitik und lehrt zurzeit an der HafenCity Universität Hamburg und Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie.

    Erdogans „Neue Türkei“
    Was bleibt von Atatürk?
    Vortrag von Dr. Yaşar Aydin

    02.11.2017, 19:30 Uhr
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan bestimmt seit vielen Jahren die Politik der Türkei und verändert zunehmend das republikanische Erbe Kemal Atatürks. Viele seiner Eingriffe in Politik und Gesellschaft, die seit einigen Jahren mit dem Kampf des Staates gegen terroristische oder staatszersetzende Organisationen – reale oder vermeintliche - im Land begründet werden, sichern vor allem aber die Hegemonie der AKP und seit dem Verfassungsreferendum explizit die Machtbasis von Präsident Erdoğan. Die Einschränkung der Pressefreiheit, die Einschränkung und Einschüchterung der Opposition, die Entmachtung des Parlaments, die Umstrukturierung des Staatsapparates, die Einflussnahme in Kultur, Religion und Gesellschaft, sie alle geben der laizistische Republik immer deutlicher autokratische Züge, spalten und polarisieren das Land und führen die Türkei in eine ungewissen Zukunft. Wohin steuert die Türkei, wenn einerseits die Beitrittsgespräche mit der Europäischen Union stagnieren, andererseits die Anhänger der säkularen Republik trotz massiven politischen Drucks sich mit knapp 49 Prozent gegen das neue Präsidialsystem behaupten?

    Eine Frage, die nicht nur in der Türkei große Sorge bereitet, sondern in ganz Europa. Dr. Yaşar Aydin, Sozialwissenschaftler an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie und Publizist, lädt ein, diese Frage gemeinsam zu beleuchten und zu diskutieren.

    Der Vortrag wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    Dr. Günther Rusch hat sich seit seinen Studienjahren in den 1960er und 70er Jahren in vielfältiger Weise mit nahezu allen Regionen Afrikas befasst; wissenschaftlich, als Berater, Referent und Delegierter von Hilfsorganisationen. In seiner Nebentätigkeit hat er über dreißig Jahre an der Vorbereitung von Auslandstätigen (Entwicklungshelfern, Diplomaten, Praktikanten usw.) mitgewirkt. Seine Erfahrungen nutzt er jetzt als Dozent an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus, an zwei afrikanischen Hochschulen sowie in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind Bildungs- und Umweltfragen in Afrika.

    Ausverkauft und ausgebeutet.
    Wie internationale Agrar-, Rohstoff – und Fischereipolitik sowie Abfallentsorgung Afrika zusetzen
    Vortrag von Dr. Günther Rusch

    24.10.2017, 19:00 Uhr
    Dörphuus, Dorfstraße 22, 23911 Buchholz
    Eintritt frei!

    Seit Jahren fragen viele Afrikaner, ob die Unabhängigkeit ihrer Staaten von den früheren Kolonialmächten ihnen wirklich Wohlstand und bessere Lebensverhältnisse gebracht hat. Zweifellos haben sich Infrastruktur, Bildungsmöglichkeiten, Medienzugang und Zugang zu anderen Märkten außerordentlich verbessert, doch zugleich haben Massenarmut, Umweltzerstörung und politische Ohnmacht zugenommen. Dies einer unfähigen politischen Klasse in den Ländern und den vielfältigen sozialen und kulturellen Unterschieden zuzuschreiben, ist Augenwischerei. Denn in nahezu allen lebenswichtigen Wirtschaftssektoren läuft nichts ohne ausländische, vor allem westliche Akteure, seien sie nun im Finanzbereich, als Investoren oder als politische oder militärische Berater tätig.

    Das elegante Auftreten afrikanischer Politiker, das Glanzpapier und die Websites, mit denen die meisten afrikanischen Länder sich darstellen, sollten nicht über die wahren Verhältnisse hinwegtäuschen. Dass Massenflucht und Piraterie ein Ergebnis ausgebeuteter Fischbestände sind, und dass in mehreren Ländern terroristische Bewegungen bestehen, ist auch auf die Verknappung und den mehr als bedenklichen Verkauf von Land (z.B. sog. land grabbing) zurückzuführen. Mit zahlreichen Beispielen wird sich der Referent dem Komplex annähern.

    Der Vortrag wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    Enrico Kreft

    Enrico Kreft
    Geboren wurde ich 1978 in Grevesmühlen. Aufgewachsen bin ich in Mecklenburg und Lübeck, wo ich seit gut 15 Jahre auch wohne. Schon als Schüler habe ich mich ehrenamtlich engagiert: Schülersprecher, Stadtschülersprecher, Landesvorstand Landesschülervertretung, Schüler Helfen Leben. In den letzten Jahren habe ich mich nicht nur in der SPD engagiert (Ortsvereinsvorsitzender, Europaforum, Europabeauftragter – gegenwärtig Mitglied des Kreisvorstands SPD Lübeck), sondern auch bei den Jungen Europäischen Föderalisten (Landesvorsitzender) und der Europa Union (Mitglied des Präsidiums). Zwischendurch Abitur, Bundeswehr, Studium der Rechtswissenschaften, Referententätigkeiten in der Jugend- und Erwachsenenbildung.

    EU-Planspiel zur europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik
    Kostenloses Seminar mit Enrico Kreft

    Samstag, 07.10.2017, 10:00 – 17:00 Uhr
    Ernst-Barlach-Schule, Ratzeburg
    Anmeldung obligatorisch unter volkshochschule@ratzeburg.de oder Telefon 04541/206726

    Ein Sondergipfel des Europäischen Rates tagt in Ratzeburg und soll in der europäischen Politik zukünftige Ziele und Prioritäten setzen. Auf der Agenda die umstrittene europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik mit Positionen zwischen „Abschottung versus Zuwanderung“. Eine gemeinsame Linie erscheint schwierig, auch angesichts anderer gegensätzlicher Interessen und Konflikte zwischen den Mitgliedsstaaten. Diese sind auf dem Sondergipfel durch die Staats- und Regierungschefs sowie die Innenminister*innen vertreten, die Organe der Europäischen Union durch den Ratspräsidenten und den Kommissionspräsidenten. Die kritische Öffentlichkeit wird durch Journalist*innen sowie Vertreter*innen von Pro Asyl und dem UNHCR dargestellt. Das EU-Planspiel zur europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik soll diese politischen Diskussions- und Entscheidungsprozesse simulieren und die Teilnehmer*innen Politik auf diese Weise aktiv und hautnah (nach-)erleben lassen. In der Rolle des Regierungschefs oder Innenministers müssen die Aufgaben innerhalb des gegeben Handlungsspielraums verantwortungsvoll wahrgenommen werden. Das Planspiel beginnt mit einer thematischen Einführung in das Szenario „Sondergipfel“. Die Rollen werden vergeben, die Teilnehmer*innen arbeiten sich ihre Regierungshaltungen ein und es beginnt eine rund 6-stündige Simulation… ergebnisoffen, im Geiste der europäischen Einigung, aber mit allen Schwierigkeiten des politischen Tagesgeschäftes. Führen sie den Gipfel zu einem Erfolg?

    Das Seminar wird von der Volkshochschule Ratzeburg in Kooperation mit dem Verein Miteinander leben e.V. angeboten und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    Dr. Günther Rusch hat sich seit seinen Studienjahren in den 1960er und 70er Jahren in vielfältiger Weise mit nahezu allen Regionen Afrikas befasst; wissenschaftlich, als Berater, Referent und Delegierter von Hilfsorganisationen. In seiner Nebentätigkeit hat er über dreißig Jahre an der Vorbereitung von Auslandstätigen (Entwicklungshelfern, Diplomaten, Praktikanten usw.) mitgewirkt. Seine Erfahrungen nutzt er jetzt als Dozent an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus, an zwei afrikanischen Hochschulen sowie in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind Bildungs- und Umweltfragen in Afrika.

    Gefahr und Verlockung.
    Afrikanische Migration im Spannungsfeld von Fluchtursachen und Erwartungshaltungen
    Vortrag von Dr. Günther Rusch

    05.10.2017, 19:00 Uhr
    Kirche St. Answer, Fischerstraße 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    Die internationale Migrationsforschung spricht von einem pulling und pushing effect. Die Anziehungskraft einer neuen Umgebung wird von vielen unterschiedlichen Faktoren bestimmt. Dem steht der Leidensdruck derjenigen gegenüber, die sich fluchtartig oder mit falschen Vorgaben der angestammten Heimat und ihren lebensbedrohenden Verhältnissen entziehen.

    Zwischen beiden Migrationsgründen gibt es eine Grauzone. Denn wenn Abwanderung oder Flucht unvermeidlich zu sein scheinen, sollte es zumindest in solche Zielgebiete gehen, wo bessere Lebens- und Erwerbsmöglichkeiten sowie Sicherheit bestehen. Für Afrikaner sind das vor allem die Groß-und Megastädte und Europa.

    Der Referent versucht einen Einblick in die in Afrika vorherrschenden Migrationsgründe – und folgen zu geben. Der Vortrag wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung.

    "BREXIT, Populismus und Dauerkrisen"
    Ist der Traum vom geeinten Europa bald ausgeträumt?
    Tagesseminar mit Dr. Udo Metzinger

    30.09.2017, 09:30–16:30 Uhr
    Internationale Begegnungsstätte "Lohgerberei",
    Bahide-Arslan-Gang, 23879 Mölln
    Teilnahme kostenlos – Anmeldung obligatorisch unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    2016 haben die Briten für den Brexit gestimmt und damit die Fliehkräfte in der Europäischen Union befeuert. Nur mit Mühe konnten seitdem Rechtspopulisten, die ihre Erfolge mit einer nationalistischen und antieuropäischen Systemkritik begründen, in Österreich, Frankreich oder den Niederlanden vom Zugang in die wichtigsten Staatsämter ferngehalten werden. Krisenbedingte Fliehkräfte wirken weiterhin in Südeuropa, im europäischen Finanzsystem und durch die wiedererstarkende Flüchtlingsbewegung in Richtung Italien auch in ganz Europa, das zunehmend entsolidarisiert scheint. Kaum auszumalen, wenn eine weitere Krise auflodern sollte und proeuropäisch denkende Hoffnungsträger vermeintlich wieder enttäuschen… Dann könnte der Traum vom geeinten Europa tatsächlich ausgeträumt sein, zugunsten eines nationalistischen Populismus, wie ihn Amerika gerade vorlebt.

    Wie konnte es soweit kommen? Welche Weichen wurden wann falsch gestellt? Und welche Wege gibt es, das europäische Projekt in diesem politischen Umfeld zu retten?

    Diese Fragen wird Dr. Udo Metzinger mit den Seminarteilnehmer*innen diskutieren.

     

     


       

       

    Dr. Udo Metzinger ist seit vielen Jahren in der Politischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Netzwerk Politische Bildung in der Bundeswehr, an verschiedenen Akademien und für viele freie Träger der Politischen Bildung.

    "Trumped"
    Unsere Erfahrungen mit dem neuen US-Präsidenten
    Vortrag von Dr. Udo Metzinger

    29.09.2017, 19:00 Uhr
    Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1, Ratzeburg
    Eintritt frei!

    Wer hätte das gedacht? Donald Trump, der polternde Politikneuling, ist der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Seine ersten Monate im Amt muteten an als wäre er direkt aus seiner TV-Reality-Show ins Weiße Haus gebeamt worden. Scheinbar ruhelos unterzeichnete er teilweise verfassungswidrige Dekrete, traf sich mit Gewerkschaftern, Unternehmensbossen und Besuchern aus anderen Ländern, irrlichterte ein bisschen in der Außenpolitik herum und vor allem: er twitterte. Aktionismus pur! Gleichzeitig dringen immer mehr Details über Konflikte in seiner Mannschaft nach außen, sein erster Sicherheitsberater musste bereits den Hut nehmen, der FBI-Chef wurde entlassen, und ein Sonderermittler wurde eingesetzt.

    Was ist da los in Washington? Euphemistisch gesagt: es ist der wohl holprigste Start einer neuen US-Administration seit ganz langer Zeit. Was bedeutet all das für Amerika? Und was für uns? Was kommt da noch auf uns zu?

    Der Vortrag wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg durchgeführt und gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“.

     

     


       

       

    "Das Ende der Willkommenskultur?"
    Perspektiven der nationalen und europäischen Flüchtlingspolitik
    Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidaten

    12.09.2017, 19:00 Uhr
    Internationale Begegnungsstätte "Lohgerberei",
    Bahide-Arslan-Gang, 23879 Mölln
    Eintritt frei!

    Zahlreiche Menschen haben sich seit 2015 ehrenamtlich in der Flüchtlings- hilfe engagiert und persönlich Anteil am Schicksal von Geflüchteten genommen Es entstanden in sehr vielen Kommunen Bürgerinitiativen, die im Sinne einer Willkommenskultur, die bloße Versorgung der Flüchtlinge mit einer sehr menschliche Note ergänzten und dies bis heute tun. Allerdings haben sich seither auch die Rahmenbedingungen in der Flüchtlingspolitik verändert, national, auf europäischer Ebene wie auch weltpolitisch. Im Ergebnis sind die Flüchtlingszahlen in Deutschland aktuell zurückgegangen, Fluchtrouten wurden geschlossen, „Flüchtlingsdeals“ ausgehandelt, aber die eigentlichen Fluchtbewegungen und -ursachen dabei kaum nachhaltig gestoppt. Dies alles sind Entwicklungen weit jenseits der Willkommenskulturen, die in den Händen von politisch Verantwortlichen liegen, und trotzden auch in den Kommunen viel diskutiert werden.

    Um hier einen Dialog zu ermöglichen, lädt der Verein Miteinander leben e.V.am 12. September 2017 um 19:00 Uhr Bundestagskanditaten zu einer Podiumsdiskussion in die Internationale Begegnungsstätte „Lohgerberei“. Es geht um die Perspektiven der Flüchtlingspolitik, aber auch um die Frage, ob die viel gelobte „Willkommenskultur“ womöglich politisch am Ende ist.

     

     


       

       

    Dr. Udo Metzinger

    "Trump, BREXIT und ein Polit-Clown - Verlottert die Demokratie?"
    Vortrag mit Dr. Udo Metzinger

    28.03.2017, 19:00 Uhr
    Ratssaal des Ratzeburger Rathauses, Unter den Linden 1
    Eintritt frei

    Was sagt es über die Demokratie, wenn Donald Trump ein durchaus aussichtreicher Kandidat für das mächtigste politische Amt der Welt werden kann? Und wenn dies in einer Weise geschieht, die jedes Niveau einer politischen Auseinandersetzung unterschreitet? Was sagt es über die Demokratie, wenn Massen, Männer und Frauen, diesem Kandidaten auch noch zu jubeln? Was sagt es über die Demokratie, wenn in einer Volksabstimmung, dem scheinbaren Ideal demokratischen Handelns, schamlos mit falschen Informationen argumentiert und dieses im Nachhinein auch ebenso so schamlos zugegeben wird. Was sagt es über die Demokratie, wenn ein Politclown voller Kritik aber ohne eigene Ideen als Ikone der Veränderung gefeiert und ins Parlament getragen wird? Was sagt es über die Demokratie, wenn die Debattenkultur virtuell und auch real verroht, Sachinformationen diskreditiert werden und Experten und dem sogenannten "Establishment" das Vertrauen entzogen wird. Wird Politik so zunehmend zum Showbetrieb?

    Zusammen mit Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger soll diesen Fragen nachgegangen werden ... Fragen, die den Politikbetrieb genauso kritisch in den Blicknehmen wie den Wähler, um die entscheidende Frage zu beantworten ... lassen wir unsere demokratischen Institutionen verlottern?

    Die Vortragsveranstaltung wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg durchgeführt.

     

     


       

       

    Die Dozenten: Christoph Ernst (l.) hat Geschichte studiert und gibt als Autor regelmäßig Kurse in kreativem Schreiben. Mark Sauer (r.) ist Politologe und erstellt beruflich laufend und leidenschaftlich gern politische Texte. Beide denken gern auch mal neben der Spur, können sich konstruktiv streiten und halten Toleranz für eine harte Übung. Es dürfte spannend werden.

    Die Schreibwerkstatt wird in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg ausgerichtet. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung unter 0451-800-146 oder 04541-206726 aber obligatorisch.

    Schreibwerkstatt "Der politische Text"
    Wochendworkshop mit Christoph Ernst & Mark Sauer

    24.03.2017, 16:00 - 21:00 Uhr
    25.03.2017, 10:00 - 17:00 Uhr
    Ernst-Barlach-Schule, 23909 Ratzeburg
    In Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg
    Eintritt frei, Voranmeldung obligatorisch unter Tel.: 0451/800-146 oder 04541/206726

    "Wo lassen Sie denken?" - Diese zentrale Frage möchte die Schreibwerkstatt "Der politische Text" mit politisch interessierten Menschen diskutieren, ehrlich reflektieren und dabei einladen, selbst Erdachtes und Erkanntes tasächlich niederzuschreiben, als Essay, Kommentar, Gedicht oder Blog. Die Schreibwerkstatt "Der politische Text", ein kleines kritisches Werkzeug zu medialen Wahrheiten und Wirklichkeiten, ist eine Premiere, vielleicht ein Wagnis, auf das sich die Dozenten Christoph Ernst und Mark Sauer gerne einlassen wollen, um den Blick für selbstbestimmte, politische Standpunkte zu schärfen.

    Begriffe bestimmen unser Denken, doch wer definiert die Begriffe und setzt die Agenda? Wir werden manipuliert. Fragt sich wie massiv und durch wen? In Zeiten orchestrierter Fake-News und polarisierter Debatten scheint es immer schwieriger, sich eine unabhängige Meinung zu bilden. Doch was ist das eigentlich, eine unabhängige Haltung, und wie drückt man sie so aus, dass man sich mit anderen, die anders denken, fruchtbar darüber austauschen kann? Es geht dabei um den politischen Diskurs, oder besser, um die Diskurskultur. Die droht scheinbar vor die Hunde zu gehen, so dass kritische Fragen mehr als angebracht sind. Die Schreibwerkstatt beschäftigt sich mit der Wirksamkeit politischer Texte und möchte selbst solche erstellen. Beispiele aus Gegenwart und Vergangenheit beleuchten dabei Quellen, Nachrichtenauswahl und Medienkampagnen, Propaganda und die Macht der Algorithmen.

    Mitzubringen sind Neugierde, Lust auf Debatten, Kreativität und der Mut, sich auf unbequeme Positionen einzulassen. Letztlich geht es uns darum, das innere Ohr zu schulen, weil beide Dozenten davon überzeugt sind, dass Zuhören auch und gerade in der Politik die wichtigste Technologie ist.

     

     


       

       

    David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. Magdeburg

    "Reichsbürger – Eine Gefahr für die demokratische Ordnung?"
    Tagesseminar mit David Begrich, Miteinander e.V. Magdeburg

    23.02.2017, 09:30–16:30 Uhr
    Internationale Begegnungsstätte "Lohgerberei",
    Bahide-Arslan-Gang, 23879 Mölln
    Eintritt frei, Voranmeldung obligatorisch und verbindlich unter 04541-206726

    Die Reichsbürger-Szene ist seit den gewalttätigen Übergriffen auf Polizeibeamte mit zum Teil tödlichen Ausgang in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt, als Phänomen aber bereits seit langem bekannt. Immer wieder treffen Kommunalverwaltungen, Polizei oder Justiz auf Menschen, die sie mit kruden Verschwörungstheorien oder gar der Leugnung der Existenz der Bundesrepublik konfrontieren, die sich weigern, Gebühren und Abgaben an eine vermeintliche „BRD-GmbH“ zu zahlen oder gar kleinen Fantasiestaaten ausrufen und bizarre Staatsrechtstheorien entwerfen.

    Öffentliche Bedienstete werden dabei oftmals angefeindet, bedroht, genötigt oder sogar körperlich angegriffen. Diese Konfrontation mit Staatsorganen wird zum Teil offensiv gesucht und medial im Internet vermarktet und findet dort zunehmend und viral Anklang.

    Im Workshop will der Rechtsextremismusforscher David Begrich ein Schlaglicht auf diese Szene werfen und ihr sehr heterogen Spektrum aufzeigen. Er wird dabei der Frage nachgehen, ob diese Szene ein Potential zur Militanz besitzt, dass staatsgefährdend sein kann und wie der souveräne Umgang mit „Reichbürgern“ aussehen sollte.

     

     


       

       

       

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    Dr. Yaşar Aydin

    Yaşar Aydın kam mit vier Jahren nach Deutschland und lebt seitdem fast ununterbrochen in Hamburg. Yadın studierte Soziologie und Volkswirtschaftslehre in Hamburg (2001) und Lancaster (2002). Yaşar Aydın war während des Studiums und der Promotion Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung und ist Mitglied des Hamburger TürkeiEuropaZentrums. Nach Abschluss des Studiums war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Hamburger Institut für Sozialforschung und Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg. 2009 promovierte er mit dem Thema „Topoi des Fremden: Zur Analyse und Kritik einer sozialen Konstruktion“ in Hamburg. Vom August 2009 bis März 2012 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut an einem Projekt mit dem Thema „Abwanderungsabsichten und Abwanderung von Hochqualifizierten türkischer Herkunft aus Deutschland in die Türkei“. Er forschte zuletzt an der SWP - Stiftung Wissenschaft und Politik ur türkischen Außenpolitik und lehrt zurzeit an der HafenCity Universität Hamburg und Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie.

    Wo stehen wir?
    Deutsch-türkische Beziehungen im Kontext von Politik und Religion
    Vortrag mit Dr. Yaşar Aydin

    29.11.2016, 19:00 Uhr
    Internationale Begegnungsstätte "Lohgerberei" in Mölln
    Eintritt frei

    Die Religionspolitik der Türkei zieht auch hierzulande viel Aufmerksamkeit auf sich. Der Grund hierfür ist die Türkisch-Islamisch Union der Anstalt für Religion, der Nähe zur Regierung Erdogan unterstellt wird und zu der die deutsche Politik zunehmend auf Distanz geht. Es wird befürchtet, dass die fortdauernde Entsäkularisierung in der Türkei Deutschland erreicht und die Integration von Türkeistämmigen beeinträchtigt.

    Wo steht die Türkei aktuell im Verhältnis von Religion und Politik, im Verhältnis zur Entsäkularisierung? Wo stehen wir im Verhältnis zur Türkei? Und was bedeuten diese Entwicklungen für die Struktur des Islam in Deutschland?

    Dr. Yaşar Aydin, Sozialwissenschaftler an der HafenCity Universität Hamburg und der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie, lädt ein, diese Fragen gemeinsam zu beleuchtet und zu diskutieren.

     

     


       

       

    Ayça Polat und Andreas Speit

         

    Hier können Sie den aktuellen Flyer (PDF) zur Veranstaltung herunterladen:

    Muslimfeindlichkeit als Propagandamotiv rechtspopulistischer Parteien und Strömungen in Europa
    Ganztagesseminar mit Andreas Speit & Ayça Polat

    19.11.2016, 09:30 - 17:00 Uhr
    im Rahmen der 8. Regionalkonferenz Rechtsextremismus im Zeughaus, Wismar
    Teilnahme kostenfrei
    Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    Im Zuge der gesellschaftlichen Debatte um Flüchtlinge, Flucht und Asyl lässt sich gegenwärtig eine Zunahme von antimuslimischem Rassismus beobachten. So stimmten in einer repräsentativen Umfrage in diesem Jahr 41,4 % der Befragten der Aussage zu, dass Muslimen die Zuwanderung nach Deutschland untersagt werden sollte. Der Zustimmungswert hat sich seit 2009 somit fast verdoppelt. Dieses Klima versuchen nicht nur Rechtsextreme für ihre menschenverachtende Propaganda zu nutzen. Auch bürgerlich auftretende rechtspopulistische Initiativen und Parteien machen damit Stimmung. Dabei werden der Islam und alle als Muslime wahrgenommenen Menschen (unabhängig davon, ob sie sich selber als Muslime begreifen) als Fremdkörper in einem vermeintlich christlichen Abendland beschrieben, der sich in Form einer „Besiedelung“ zunehmend ausbreite und die Gefahr von Terrorismus, der schleichenden Einführung der Sharia und der Überfremdung mit sich bringe. In dieser Argumentation wird sich einerseits häufig auf europäische Werte und Kultur bezogen, andererseits wird die Angst vor dem Islam von rechtspopulistischen Parteien in ganz Europa geschürt.

    In diesem Workshop wird Prof. Ayca Polat zunächst erläutern, in wieweit antimuslimische Einstellungen als eine Form des (Neo-)Rassismus verstanden werden müssen und wie dies mit Theorien des Eurozentrismus und des Orientalismus in Zusammenhang steht. Im Anschluss daran wird Andreas Speit einen Blick auf die europäische Ebene werfen: wie ist es um den Rechtspopulismus in Europa bestellt? Kann antimuslimischer Rassismus als das verbindende Element europäischer Rechtspopulisten verstanden werden? Wie geschieht dies? Danach wollen die Referierenden miteinander und mit den WorkshopbesucherInnen ins Gespräch und in die Diskussion kommen.

    Ayça Polat, geboren 1972, ist seit März 2015 Professorin an der Fachhochschule Kiel im Fachbereich Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Interkulturalität und Migration. Zuvor war die Referentin nach ihrer Promotion in Sozialwissenschaften viele Jahre Integrationsbeauftragte der Stadt Oldenburg und dort für die Gestaltung einer zukunftsorientierten Einwanderungspolitik verantwortlich.

    Andreas Speit, geboren 1966, ist Sozialwirt und freier Journalist für u.a. die taz Hamburg, den Freitag und blick nach rechts. Er ist Autor und Herausgeber diverser Bücher zum Bereich Rechtsextremismus, darunter (gemeinsam mit Martin Langebach) „Europas radikale Rechte. Bewegungen und Parteien auf Straßen und in Parlamenten.“

     

     


       

       

    Kurt Edler

    Studiendirektor a.D. Kurt Edler hat von 2004-2015 das Referat Gesellschaft am Hamburger „Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung“ geleitet und Senat, Schulen und Lehrkräfte hinsichtlich des Umgangs mit politischen und religiösen Radikalisierungserscheinungen bei Kindern und Jugendlichen beraten. Er ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik und von der Kultusministerkonferenz beauftragter Koordinator im Europarats-Programm „Education for Democratic Citizenship and Human Rights“.

    Werte- und Kulturkonflikte in der Schule der Einwanderungsgesellschaft
    Seminar für Lehrkräfte und Sozialpädagogen mit Kurt Edler

    21.09.2016, 15:00 - 19:00 Uhr
    Alfred-Nobel-Schule, Neuer Krug 37 – 39, Geesthacht
    Teilnahme kostenfrei
    Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    Je mehr die Angst vor unfriedlicheren Zeiten um sich greift, desto lauter wird auch die Frage, was denn unser Erziehungs- und Bildungswesen dazu beiträgt, die junge Generation davon abzuhalten, sich für menschenrechts- und demokratiefeindliche Ideologien und Strategien, wie sie der islamistische Extremismus oder auch der Rechtsextremismus in modernen und jugendgerechten Formen der Ansprache anbietet, einspannen zu lassen. Die gesellschaftliche Verantwortung der Bildungseinrichtungen besteht nicht nur darin, die Berufsfähigkeit zu sichern. Die Frage ist, ob und inwieweit die Schule den Fortbestand der demokratischen Ordnung und der freiheitlichen Lebensform sichert. Dabei stellen sich den pädagogischen Profis neue, ungewohnte Herausforderungen. Wie bereiten sich meine Schüler/innen auf das Leben in einer freiheitlichen Gesellschaft und einer pluralen politischen Ordnung vor? Wie können wir den Einwanderern unter ihnen helfen, die Traumata von Bürgerkrieg und Unterdrückung zu überwinden? Wie können wir die mitgebrachten Erfahrungen in den Bildungsschatz unserer Gesellschaft integrieren? Bringen wir genügend Grundrechtsklarheit, aber auch genügend Empathie auf, um ihnen zu helfen, sich von autoritären und emanzipationsfeindlichen Vorstellungen zu lösen? Wieviel kulturelle Diversität muss Schule gewährleisten, und wo sind die Grenzen der Toleranz?

     


       

       

    Kurt Edler

    Studiendirektor a.D. Kurt Edler hat von 2004-2015 das Referat Gesellschaft am Hamburger „Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung“ geleitet und Senat, Schulen und Lehrkräfte hinsichtlich des Umgangs mit politischen und religiösen Radikalisierungserscheinungen bei Kindern und Jugendlichen beraten. Er ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik und von der Kultusministerkonferenz beauftragter Koordinator im Europarats-Programm „Education for Democratic Citizenship and Human Rights“.

    Werte- und Kulturkonflikte in der Schule der Einwanderungsgesellschaft
    Seminar für Lehrkräfte und Sozialpädagogen mit Kurt Edler

    19.09.2016, 15:00 - 19:00 Uhr
    Berufsbildungszentrum Mölln, Kerschensteiner Str. 2
    Teilnahme kostenfrei
    Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    Je mehr die Angst vor unfriedlicheren Zeiten um sich greift, desto lauter wird auch die Frage, was denn unser Erziehungs- und Bildungswesen dazu beiträgt, die junge Generation davon abzuhalten, sich für menschenrechts- und demokratiefeindliche Ideologien und Strategien, wie sie der islamistische Extremismus oder auch der Rechtsextremismus in modernen und jugendgerechten Formen der Ansprache anbietet, einspannen zu lassen. Die gesellschaftliche Verantwortung der Bildungseinrichtungen besteht nicht nur darin, die Berufsfähigkeit zu sichern. Die Frage ist, ob und inwieweit die Schule den Fortbestand der demokratischen Ordnung und der freiheitlichen Lebensform sichert. Dabei stellen sich den pädagogischen Profis neue, ungewohnte Herausforderungen.

    Wie bereiten sich meine Schüler/innen auf das Leben in einer freiheitlichen Gesellschaft und einer pluralen politischen Ordnung vor?

    Wie können wir den Einwanderern unter ihnen helfen, die Traumata von Bürgerkrieg und Unterdrückung zu überwinden? Wie können wir die mitgebrachten Erfahrungen in den Bildungsschatz unserer Gesellschaft integrieren? Bringen wir genügend Grundrechtsklarheit, aber auch genügend Empathie auf, um ihnen zu helfen, sich von autoritären und emanzipationsfeindlichen Vorstellungen zu lösen? Wieviel kulturelle Diversität muss Schule gewährleisten, und wo sind die Grenzen der Toleranz?

     

     


       

       

    Dr. Udo Metzinger

    Amerika hat die Wahl
    Sommerseminar mit Dr. Udo Metzinger

    09.07.2016, 09:30 – 16:30 Uhr
    Internationale Begegnungsstätte "Lohgerberei" in Mölln
    Teilnahme kostenfrei
    Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    Am 8. November 2016 ist es wieder soweit: in Amerika werden der Präsident, das Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats gewählt. Die Präsidentschaftswahl ist dabei die Wichtigste, bestimmt sie doch darüber, wer das Land die nächsten vier Jahre führen wird. Es ist eine Wahl, die schon in den Vorwahlen polarisiert, die Wahl einer offensichtlich tief gespaltenen Nation. Viel Diskussionsstoff also für das politische Sommerseminar im Rahmen der politischen Bildungsreihe „Demokratie leben“ des Vereins Miteinander leben e.V. in der Internationalen Begegnungsstätte „Lohgerberei“ Mölln am 09.07.2016 von 09:30 – 16:30 Uhr.

    PolitikwissenschaftlerDr. Udo Metzinger wird als Experte für amerikanische Politik ins amerikanische Wahlsystem einführen, zusammen mit den Seminarteilnehmer*innen den Verlauf der Vorwahlen und besonders den Erfolg der Kandidaten Bernie Sanders und Donald Trump analysieren, die Situation in Amerika nach 8 Jahren Präsidentschaft von Barack Obama bewerten und schließlich eine Ausblick versuchen, wer das Rennen um das mächtigste Amt der Welt machen wird: Clinton oder Trump? Denn auch für die Welt ist das Wahlergebnis von großer Bedeutung, beinhaltet die Wahl doch auch eine außenpolitische Richtungsentscheidung für Amerikas zukünftige Rolle in der Welt.

    Das Sommerseminar wird nach Möglichkeit den Sommer mit einbauen und im Garten des „Lohgerberei“ stattfinden. Es ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist jedoch unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de erforderlich.

     

     


       

       

    Dr. Udo Metzinger

    Die TTIP-Kritik - berechtigt oder aus der Mottenkiste des Anti-Amerikanismus?
    Ganztagesseminar mit Dr. Udo Metzinger

    12.03.2016, 09:30 – 16:00 Uhr
    Internationale Begegnungsstätte "Lohgerberei" in Mölln
    Teilnahme kostenfrei
    Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    Chlorhühnchen – dieser Begriff steht symbolisch für die Sorgen und Ängste der Menschen, die das geplante Freihandelsabkommen ablehnen. Mangelnde Transparenz, die Sorge, dass nur die die Interessen der großen Konzerne bedient werden, Verlust der kulturellen Besonderheiten – all diese Dinge sind auch immer wieder zu hören. Vor allem die Sorge, von den Amerikanern über den Tisch gezogen zu werden, ist da. Im Seminar wollen wir uns mit Fakten zu TTIP beschäftigen und dann bewerten, ob die Kritik berechtigt ist oder doch nur der Mottenkiste des Anti-Amerikanismus entstammt.

     

     


       

       

    Reinhard Crusius

    Reinhard Crusius,
    geboren 1941 in Gütersloh; viele Jahre Arbeit als Schriftsetzer; Studium über Zweiten Bildungsweg in Hamburg; Diplom-Volkswirt, Dr. rer. pol.; Habilitation an der TU Berlin. Diverse Aufsätze, Rundfunkbeiträge und Veröffentlichungen.

    Foto: Jan Precht, Hamburg

    TTIP - Droht Europa der Ausverkauf von Sozial- und Umweltstandards durch die Hintertür?
    Vortrag mit Dr. Reinhard Crusius
    in Kooperation mit der Volkshochschule Ratzeburg

    03.03.2016, 19:00 Uhr
    Rathaus der Stadt Ratzeburg
    Unter den Linden 1, 23909 Ratzeburg
    Der Eintritt ist frei!

    Unter dem Motto „Demokratie leben“ haben sich die Volkshochschule Ratzeburg, der Verein Miteinander leben e.V. Mölln und das Ratzeburger Bündnis, zusammen gefunden, um wiederkehrend politische Bildungsveranstaltungen zu aktuellen und strittigen Themen anzubieten. Das europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen TTIP ist zweifelsohne ein solch hochaktuelles, wie auch politisch umstrittenes Thema. 250.000 Menschen demonstrierten allein in Berlin gegen TTIP und die aus Sicht vieler Menschen mangelnde Transparenz der Verhandlungen. Aber was wird dort verhandelt? Gar der Ausverkauf europäischer Sozial- und Umweltstandards zugunsten eines amerikanischen Wirtschaftsmodels? Und warum ist es so schwer, sich in den Medien zu TTIP umfassend und nachvollziehbar zu informieren? Kritische Fragen, die zu kritischer Diskussion anregen sollen, zusammen mit dem Hamburger Ökonom und TTIP-Kritiker Dr. Reinhard Crusius, Autor des Buches "Rettet Europa, nicht nur die Banken".

     

     


       

       

       

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    7. Regionalkonferenz Rechtsextremismus

    21.11.2015, 09:30 - 17:15 Uhr
    „Haus der sozialen Dienste“ – Lebens hilfewerk Mölln-Hagenow
    Grambeker Weg 111, 23879 Mölln
    Teilnahme kostenfrei
    Anmeldung erbeten unter sauer@ratzeburg.de

    Erstmalig auf der Regionalkonferenz Rechtsextremismus soll ein Workshop von und für Jugendliche angeboten werden. Die „Demokratiescouts“ des Vereins Miteinander leben e.V. aus Ratzeburg und Mölln haben diese Aufgabe verantwortlich übernommen und sich das Thema „Hass im Netz“ ausgesucht. Der Workshop richtet sich primär an junge Menschen aus Jugendbeiräten und Schülervertretungen, allerdings nicht ausschließlich, so dass auch ältere Semester aus dem Umfeld von Schulen und Jugendeinrichtungen gerne zur gemeinsamen Information und Diskussion willkommen sind.

    Rund 80 Teilnehmer nutzen das Forum der vorletzten Regionalkonferenz Rechtsextremismus in Bargteheide

    JUGENDWORKSHOP
    „Hass im Netz –
    Wie rechte Hetze im Internet radikalisieren will“
    Workshopleitung: Simone Rafael (Amadeu-Antonio-Stiftung)
    Moderation: Labiba Ahmed und Annika Sauer (Demokratiescouts)

    „Über soziale Medien können Menschen weltweit Gleichgesinnte fi nden, dass diese Möglichkeit auch von Rechtsextremen genutzt wird ist bekannt. Aber wie organisieren sie sich und wie wird Hetze im Netz koordiniert? Und vor allem was bedeutet dies für uns? Wie können wir uns gegen die Verbreitung von Hass im Netz wehren. Mit Simone Rafael als Referentin werden wir uns diesen Themen widmen. Die freie Journalistin hat Internetportale gegen rechte Gewalt aufgebaut und entwickelt Ideen gegen Rechtsextremismus im Internet mit der Amadeu-Antonio-Stiftung.“

     


       

       

    Kurt Edler

    Kurt Edler (Jg. 1950), Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V. und deutscher Koordinator beim Europarats-Programm „Education for Democratic Citizenship and Human Rights“. Als Referatsleiter am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung zuständig für politische Lehrerbildung und den Bereich Extremismusprävention. Mitwirkung im Hamburger Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus und im Koordinationsteam des in Gründung befindlichen Hamburger Netzwerks zum religiösen Radikalismus.

    Islamistischer Extremismus – Ganz weit weg
    oder längst vor unserer Haustür?
    Ganztagesseminar mit Kurt Edler

    06.11.2015, 09:30 – 16:00 Uhr
    Internationale Begegnungsstätte "Lohgerberei" in Mölln
    Teilnahme kostenfrei
    Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    Islamistischer Extremismus ist für die allermeisten Bürger ein rein mediales Phänomen. Es zeigt sich vor allem in den Berichterstattungen über den Krieg in Syrien, über Massaker in Nigeria, über Terroranschläge in Kenia, Tunesien, Paris oder Kopenhagen oder auch in Meldungen über die Vereitelung vom geplanten Straftaten durch aufmerksame Sicherheitsbehörden. Schlagworte wie „IS“, „Islamischer Staat“ oder „Boko Haram“ stehen plakativ für dieses Phänomen ebenso wie der Begriff „Salafismus“. Und doch bleiben die Strukturen, die Akteure, die Handlungsfelder, die Organisationsformen und die Strategien dieser Form des Extremismus verborgen. Es ergibt sich kein klares Bild mit Namen und potenziellen Zielen, Aktionsräumen und deutlichen Botschaften. Ebenfalls unsichtbar für das bürgerliche Auge bleibt die Propaganda, die gerade junge Menschen in ihren Bann zu ziehen versteht, die geschickt neue Medien mit sehr viel Geld in professioneller Weise nutzt. Sichtbar werden auch hier nur wieder Berichte über junge Menschen, die sich unvermittelt auf den Weg nach Syrien gemacht haben, über verzweifelte Eltern, die von einer Radikalisierung kaum etwas mitbekommen haben, von muslimischen Gemeinden, die zunehmend verunsichert sind, wer Einfluss auf die jungen Muslime nimmt.

    Islamistischer Extremismus wirkt in der Mehrheit der Gesellschaft mithin wie eine nebulöse Bedrohung, die von außen kommt, von Fremden an uns herangetragen wird. Eine fatale Sichtweise, da islamistische Strukturen schon lange in unserer Gesellschaft wirken und gerade von muslimischen Bürgern auch sehr deutlich und mit großer Sorge wahrgenommen werden. Doch… wer redet mit muslimischen Bürgern über dieses Phänomene?

    Kurt Edler hat sich in seiner Funktion als ehemaliger Referatsleiter Gesellschaft am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg intensiv mit diesem Phänomen auseinandersetzen müssen, um Schulen zu beraten, in denen Radikalisierungstendenzen beobachtet werden, und war dabei immer im Kontakt mit Sicherheitsbehörden und muslimischen Verbänden. Aus dieser Erfahrung heraus kann er ein Bild des islamistischen Extremismus zeichnen, wie er sich vor unserer Haustür abspielt, in den Schulen wirkt, den sozialen Netzwerken. Ein Blickwinkel, der auch für die Mehrheitsgesellschaft dringend notwendig ist, um nicht weitsichtig zu werden und diese Bedrohung nur im Nahen Osten zu sehen. Kurt Edler lädt deshalb ein, einmal die Brille aufzusetzen und gemeinsam die Zeichen vor Ort zu lesen, um erkennen, verstehen und handeln zu können.

    Die Teilnahme ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Eine Mittagsverpflegung wird gestellt. Anmeldungen unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de


       

       

    Kurt Edler

    Kurt Edler (Jg. 1950), Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V. und deutscher Koordinator beim Europarats-Programm „Education for Democratic Citizenship and Human Rights“. Als Referatsleiter am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung zuständig für politische Lehrerbildung und den Bereich Extremismusprävention. Mitwirkung im Hamburger Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus und im Koordinationsteam des in Gründung befindlichen Hamburger Netzwerks zum religiösen Radikalismus.

    Dschihadismus und Einflussnahme gewaltbereiter
    Gruppen auf junge Menschen
    Vortrag und Diskussion mit Kurt Edler

    29.10.2015, 19:00 – 22:00 Uhr
    im Ratssaal der Stadt Geesthacht
    Teilnahme kostenfrei

    Etwa 700 zumeist junge Menschen haben sich aus Deutschland bisher auf den Weg zum "Islamischen Staat" gemacht, und allein aus Hamburg sind bisher 50 Ausgereiste zu vermelden. Zehn davon sind, so sagen die Sicherheitsdienste, um Leben gekommen. Es sind fast immer junge Menschen, und daher brennt allen Eltern, Freunden, Nachbarn, aber auch allen pädagogisch Verantwortlichen eine Frage auf den Nägeln: Wie können wir das verhindern? Der Referent des Abends, Kurt Edler, war für die Hamburger Schulbehörde jahrelang in der Extremismusprävention tätig und berichtet anhand von Fallbeispielen über typische Verlaufsformen einer islamistischen Radikalisierung, um dann Tipps für die Vorbeugung zu geben.


       

       

    Dr. Udo Metzinger

    "Wer sind wir? – Identität, Kultur und Politik".
    Ganztagesseminar mit Dr. Udo Metzinger

    12.09.2015, 09:30 – 16:00 Uhr
    Internationale Begegnungsstätte "Lohgerberei" in Mölln
    Teilnahme kostenfrei
    Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    „Demokratie muss gelebt werden, Demokratie muss erlernt werden.“ … unter diesen Motto hat der Verein Miteinander leben e.V. vor drei Jahren zusammen mit Bildungseinrichtungen in der Region die politische Vortrags- und Fortbildungsreihe „Demokratie leben“ ins Leben gerufen, um damit Wissen zu erschließen und Diskussionsprozesse für eine gelebte Demokratie anzustoßen. Sie wurde 2012 im Rahmen des „Jahres der politischen Bildung“ mit weiteren Kooperationspartner thematisch ausgebaut und soll auch in 2015 wieder politisch interessierte Menschen motivieren, über aktuelle und wichtige Fragen aus Politik und Gesellschaft zu diskutieren.

    So richtet der Verein Miteinander leben e.V. am 12.09.2015, 09:30 – 16:00 Uhr ein weiteres Ganztagesseminar als Fortbildungsangebot zusammen mit dem Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger aus Frankfurt/M. in der Internationalen Begegnungsstätte „Lohgerberei“ in Mölln aus. Im Fokus wird dieses Mal die Frage stehen: "Wer sind wir? – Identität, Kultur und Politik". In vielen Ländern Europas feiern Parteien mit ausländer- und islamfeindlichen Programmen Erfolge. Auch bei uns gibt es selbsternannte "Volks-" Bewegungen, die sich auf die christlich-abendländische Tradition berufen. Doch was ist diese Tradition überhaupt? Wissen wir, wer wir sind und was uns ausmacht? Was sind unsere Werte, die immer wieder gerne beschworen werden? Wie verhält es sich mit diesen Werten angesichts der Tatsache, dass vielleicht nicht alle Einwanderer diese teilen? Ein Blick in die Praxis anderer Länder soll uns zeigen, wie diese mit den o.g. Fragen umgehen. Vielleicht können wir das ein oder andere von ihnen lernen. Am Ende werden wir hoffentlich sehen, was „uns“ in einer globalisierten Welt ausmacht. Ein Seminar, das unbedingt zum Mitdiskutieren einlädt.

    Das Seminar ist kostenlos und auf 20 Teilnehmer begrenzt. Ein Mittagessen wird jeweils gegen eine geringe Kostenbeteiligung der Seminarteilnehmer organisiert. Eine Anmeldung zum Seminar ist erforderlich unter miteinander.leben@t-online.de oder 04541-206726.


       

       

    Dr. Udo Metzinger

    Islamismus und Terrorismus als sicherheitspolitische Herausforderung
    Ganztagesseminar mit Dr. Udo Metzinger

    28.03.2015, 09:30 – 16:00 Uhr
    Internationale Begegnungsstätte "Lohgerberei" in Mölln
    Teilnahme kostenfrei
    Anmeldung (obligatorisch) unter 04541-206726 oder miteinander.leben@t-online.de

    Der islamistische Terrorismus hat auch im Westen zugeschlagen: Von New York über London bis Paris zieht sich seine blutige Spur. Doch betroffen von dieser Geißel sind in erster Linie die Menschen im muslimischen Kulturkreis selbst, wo fast täglich Menschen bei Anschlägen sterben. Der Terrorismus destabilisiert und radikalisiert ganze Regionen der Welt, lässt Staaten und Gesellschaften scheitern. Und wenn uns etwas wirklich beunruhigen sollte in der Welt des 21. Jahrhunderts, dann sind das scheiternde und gescheiterte Staaten: Staaten ohne Kontrolle, Recht und Ordnung. Betroffen davon ist wiederum die gesamte globalisierte Welt in Form von exportiertem Terrorismus, Piraterie, Flüchtlingsbewegungen. Das Seminar zeigt die Zusammenhänge in diesem "Teufelskreis" auf und versucht, Perspektiven zu entwickeln, wie dieser Problematik begegnet werden kann.


       

       

       

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    Dr. Udo Metzinger

    "TTIP - das europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen als Chance oder Risiko?"
    Vortrag mit Dr. Udo Metzinger

    18.11.2014, 19:00 Uhr
    Stadthauptmannshof, Mölln, Hauptstraße 150
    in Kooperation mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg

    Chlorhühnchen – dieser Begriff steht symbolisch für die Sorgen und Ängste der Menschen, die das geplante Freihandelsabkommen ablehnen. Mangelnde Transparenz, die Sorge, dass nur die die Interessen der großen Konzerne bedient werden, Verlust der kulturellen Besonderheiten – all diese Dinge sind auch immer wieder zu hören. Aber ist das Freihandelsabkommen nicht auch eine Chance in einer Welt, in der der "Aufstieg der Anderen“ (China, Indien) längst begonnen hat und die Zukunft des Westens alles andere als gesichert ist?

    Eintritt frei!


       

       

    Sedat Şimşek,
    Vorsitzender DITIB Nord

    "Antiislamismus in unserer Gesellschaft – Wie wir Muslime wahrnehmen"
    Gesprächsabend mit Sedat Şimşek, Vorsitzender DITIB Nord
    Moderation Jörg-Rüdiger Geschke

    27.11.2014, 19:00 Uhr
    Stadthauptmannshof, Mölln, Hauptstraße 150
    in Kooperation mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg

    „Der Islam gehört zu Deutschland“, wird auf höchster politischer Ebene mit Nachdruck betont. Eine wichtige Botschaft für Muslime und Mehrheitsgesellschaft gleicher Maßen. Doch wird sie auch gehört? Zeigt sie sich in unserem alltäglichen Zusammenleben? Begegnen wir Muslimen tatsächlich auf Augenhöhe oder ist es doch immer noch Skepsis, Unwissenheit, Unverständnis oder gar Alltagsrassismus, die den Umgang prägen? Und welche Rolle spielen dabei die Medien, wenn intensiv über IS, aber kaum über Anschläge auf Moscheen in unserem Land berichtet wird? Sedat Şimşek, Vorsitzender der DITIB Nord, möchte im Rahmen eines Gesprächsabend am 27.11.2014 um 19:00 Uhr im Stadthauptmannshof in Mölln über diese Fragen sprechen und Einblicke in die Erfahrungswelt muslimischer Bürgerinnen und Bürger in unserem Land geben. Bei diesem von Jörg-Rüdiger Geschke moderierten Gesprächsabend wird es Gelegenheit zum Mitdiskutieren geben. Ein Abend, der zum Nachdenken anregen soll, aber auch zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch.

    Musikalisch die Veranstaltung von Saz-Spieler Hamit Cebici begleitet.

    Der Gesprächsabend in der Reihe „Demokratie leben“ wird vom Verein Miteinander leben e.V. und der Stiftung Herzogtum Lauenburg kostenfrei angeboten, dank einer Förderung des Lokalen Aktionsplanes für Vielfalt, Toleranz und Demokratie des Kreises Herzogtum Lauenburg.


       

       

    David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. Magdeburg

    "Schön leise sein beim Hilfe schreien oder doch lieber Klartext reden?" – Vom schwierigen Umgang mit Neonazi-Aktivitäten
    Vortrag und Diskussion mit David Begrich von Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V.

    14.11.2014, 19:00 Uhr
    Internationale Begegnungsstätte "Lohgerberei"

    Diskursiv wird es am 14.11.2014 um 19:00 Uhr in der Internationalen Begegnungsstätte „Lohgerberei“ in Mölln zugehen, wenn unter dem Titel "Schön leise sein beim Hilfe schreien oder doch lieber Klartext reden? – Vom schwierigen Umgang mit Neonazi-Aktivitäten“ die Frage behandelt wird, wie die demokratische Zivilgesellschaft grundsätzlich damit umgehen kann, sollten sich Rechtsextreme mit ihren Aktionen im öffentlichen Raum zeigen oder präsentieren.

    Rechtfertigen die Vorkommnisse eine breite öffentliche Reaktion oder soll man lieber Stillschweigen bewahren, um diesen Gruppen nicht noch unnötig Aufmerksamkeit zu schenken. Gibt es eine Aktionsschwelle, wo Ignoranz fahrlässig oder Aktionismus gar kontraproduktiv ist? David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. aus Magdeburg beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit solchen schwierigen Abwägungsprozessen im Rahmen seiner Beratungstätigkeit in Sachsen-Anhalt:

    „Wo Neonazis den öffentlichen Raum besetzen, geht es zunächst darum, zu verstehen, ob sie ihn wirklich besetzen oder dies nur propagieren. Hektischer Aktionismus kann Neonazis ebenso aufwerten, wie gleichmütige Ignoranz. Souverän und wertebewusst sollte die Reaktion der Demokratie gegenüber der extremen Rechten ausfallen. Von daher ist die Frage, ob der öffentliche Auftritt von Neonazis sofort eine Reaktion der Zivilgesellschaft erfordert nicht generell, sondern von Fall zu Fall zu beantworten. Manchmal reicht ein Anschreiben, um die Anmaßung regionaler Neonazis zurückzuweisen. Manchmal wird ein solches nicht ausreichen, und es bedarf öffentlicher symbolischer Signale, die den Aktivitäten von Neonazis Grenzen setzen. Wichtig ist mithin, alles zu vermeiden, was den Rechtsextremen einen Platz einräumt, der ihnen nicht zusteht.“

    Welche Anhaltspunkte man für diesen Abwägungsprozess letztlich gewinnen kann, soll im Rahmen dieser Veranstaltung erörtert werden.

    Eintritt frei!


       

       

    Kurt Edler

    Kurt Edler (Jg. 1950), Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V. und deutscher Koordinator beim Europarats-Programm „Education for Democratic Citizenship and Human Rights“. Als Referatsleiter am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung zuständig für politische Lehrerbildung und den Bereich Extremismusprävention. Mitwirkung im Hamburger Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus und im Koordinationsteam des in Gründung befindlichen Hamburger Netzwerks zum religiösen Radikalismus.

    "Demokratiepädagogik in Schule und Jugendarbeit"
    Seminar fürLehrkräfte und Sozialpädagogen
    Ganztagesseminar mit Kurt Edler,
    Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V.

    14.11.2014, 09:00 – 15:30 Uhr
    Mölln, Internationale Begegnungsstätte "Lohgerberei", Bahide-Arslan-Gang
    Anmeldungen erbeten bis zum 10.11.2014,
    Teilnahme kostenfrei

    Das Seminar führt in Leitgedanken und Erkenntnisse der Demokratiepädagogik ein und stellt dann anhand realer Erfahrungen Problemlagen aus der Praxis vor. Dabei geht es auch um das Zusammenspiel von Individuum und Institution. Im mittleren Teil haben die Teilnehmer/innen in Arbeitsgruppen Gelegenheit, Fallbeispiele zu diskutieren und Lösungsbeispiele zu entwickeln bzw. Tools für die Praxis kennenzulernen. An die Berichte aus den Arbeitsgruppen schließt sich eine Diskussion der Ergebnisse und eine Verständigung auf Leitlinien an. Ziel des Seminars ist, die demokratischen Handlungskompetenzen der Beteiligten zu steigern und ihre Fähigkeit zu erhöhen, die Demokratiequalität ihrer Einrichtung zu verbessern.


       

       

    Kurt Edler

    Kurt Edler (Jg. 1950), Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V. und deutscher Koordinator beim Europarats-Programm „Education for Democratic Citizenship and Human Rights“. Als Referatsleiter am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung zuständig für politische Lehrerbildung und den Bereich Extremismusprävention. Mitwirkung im Hamburger Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus und im Koordinationsteam des in Gründung befindlichen Hamburger Netzwerks zum religiösen Radikalismus.

    "Wie können wir Regeln eines friedlichen Zusammenlebens entwickeln? Wie gelingt das in Schule und Zivilgesellschaft?"
    Vortrag mit Kurt Edler,
    Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V.

    13.11.2014, 19:00 Uhr
    Ratzeburg, Petri-Forum, Am Markt 7
    in Kooperation mit dem Kirchkreis Lübeck-Lauenburg

    Neue Formen von Menschenrechts- und Demokratiefeindlichkeit fordern die offene, plurale Gesellschaft heraus. Darauf reagieren Schulen und Jugendeinrichtungen oft verstört und hilflos. Der Vortrag beginnt mit einem Bericht über Konfliktlagen und Verhaltensmuster und erörtert reale Fallbeispiele. Im weiteren geht es um den Zusammenhang von Grundwerten, Regeln und Sanktionen. Daran schließen sich demokratische, pädagogische Ratschläge für das Handeln der Einzelnen und der jeweiligen Institution an.

    Eintritt frei!


       

       

    Prof. Dr. Hajo Funke

    Foto: Nic Frank

    Der NSU-Prozess und seine Bedeutung in der Gesellschaft
    Vortrag mit Prof. Dr. Hajo Funke

    11.11.2014, 19:00 Uhr
    Ratzeburg, Ratssaal des Rathauses, Unter den Linden 1
    in Kooperation mit der VHS Ratzeburg

    Der NSU-Prozess, die juristische Aufarbeitung der umfangreichsten Terrorreihe in der jüngeren Geschichte der Bundesrepublik, dauert nunmehr 16 Monate. Er wird flankiert von der Arbeit der verschiedener Untersuchungsausschüsse, die zum Teil schon ihre Ergebnisse vorstellen könnten und das Bild eines Staatsversagens zeichnen, das seine Wurzeln nicht nur in Kompetenzgerangel von Sicherheitsbehörden hat, sondern auch im Rassismus, der in weiten Teile der Gesellschaft wirksam ist.
    Was zeichnet sich nach über 139 Verhandlungstagen im NSU-Prozess für ein Bild von den Taten, den Tätern, den Ermittlungen, dem Umgang mit den Opfern? Hat der Prozess das Potential, einen weitergehenden gesellschaftlichen Diskurs anzustoßen über Rassismus, dem gesellschaftlichen Miteinander oder ist mit der eingeleiteten Veränderung der Sicherheitsarchitektur und der noch ausstehenden Urteilsverkündung Alles gesagt und getan?
    Diesen Fragen sollen im Zentrum des Vortrages von Prozessbeobachter Prof. Dr. Hajo Funke vom Otto-Suhr-Institut für Politische Wissenschaft an der Freien Universität Berlin stehen und im Abschluss diskutiert werden.

    Eintritt frei!


       

       

    Sindyan Qasem

    "Zwischen Beirut und Berlin. Neue Elemente des Antisemitismus: Kontext Nahostkonflikt"
    Vortrag mit Sindyan Qasem, ufuq.de
    Jugendkultur, Medien und politische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft

    04.11.2014, 19:00 Uhr
    Polleyn-Zentrum, Jochim-Polleyn-Platz, Mölln
    in Kooperation mit der Evangelischen Kirche Mölln

    Dass Antisemitismus in Deutschland unter jungen Musliminnen und Muslimen stark verbreitet sei, ist eine Wahrnehmung, die seit einigen Jahren auch öffentlichkeitswirksam berichtet wird. Empirische Daten zu antisemitischen Einstellungen unter Jugendlichen arabischer, türkischer und sogenannter muslimischer Herkunft liegen indes nur wenige vor. Ist Antisemitismus eine explizit 'islamische' Weltanschauung mit religiös begründeten Wurzeln? Welche Rolle spielen Erfahrungen der Jugendlichen in der deutschen Gesellschaft? Und wie lässt sich antisemitischen Einstellungen vorbeugen und pädagogisch begegnen? Im Vortrag und der anschließenden Diskussion soll sowohl die aktuelle Antisemitismus-Debatte analysiert als auch von der praktischen Arbeit mit Jugendlichen berichtet werden.

    Eintritt frei!

       


       

       

    Dr. Serge Embacher

    Foto: David Ausserhofer

       

    Vita
    Serge Embacher, geboren 1965, lebt in Berlin. Er ist Politikwissenschaftler und Publizist. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Bürgergesellschaft und Demokratiepolitik. Er hat im Deutschen Bundestag als wissenschaftlicher Referent gearbeitet und sich dort vor allem mit den Themenfeldern Kulturpolitik, Bürgerschaftliches Engagement und Innenpolitik beschäftigt. 2010 koordinierte er für das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) das Nationale Forum für Engagement und Partizipation. Zurzeit leitet er das Projekt Forum Inklusive Gesellschaft (in Kooperation mit dem BMAS). Zahlreiche Vorträge, Publikationen und Expertisen zu Demokratie und Bürgergesellschaft, zuletzt: Eine solidarische Bürgergesellschaft ist möglich! Aufsätze zu Demokratieund Engagement. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Bad Homburg 2013.

    "Kommunale Selbstverwaltung in der demokratischen Krise? – Wenn den Bürger nichts mehr interessiert"
    Ganztagesseminar mit Dr. Serge Embacher für Kommunalpolitiker*innen und kommunalpolitisch interessierte Menschen

    01.11.2014, 09:30 – 16:00 Uhr
    Mölln, Internationale Begegnungsstätte "Lohgerberei",
    Bahide-Arslan-Gang
    Anmeldungen erbeten bis zum 27.10.2014, Teilnahme kostenfrei

    Die kommunale Selbstverwaltung gilt als ein hohes Gut, ermöglicht sie doch den Bürgern, sich eigenständig um die Belange ihrer Stadt, ihres Dorfes zu kümmern und selbst Entscheidung zu treffen. Sie hat durch die Selbstverwaltungsgarantie in Art. 28 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz Verfassungsrang und ist sogar in der Europäische Charta der kommunalen Selbstverwaltung von 1985 verbindlich festgeschrieben.

    Was sich in den Verfassungstexten wie die Keimzelle der Demokratie in der Gesellschaft ausnimmt, politisch interessierte Bürger, die wie einst in der griechischen „Polis“ zum Wohle ihrer Kommune beraten und entscheiden, sieht in der gelebten Wirklichkeit jedoch vielfach anders aus. Eine seit Jahren sinkende Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen kennzeichnet ebenso die Realität, wie die zunehmenden Probleme der Parteien, ihre Wahllisten mit Personen zu besetzen und leere Publikumsplätze bei den kommunalen Ausschusssitzungen. Für das politische Ehrenamt hat kaum noch jemand Zeit oder Lust. Politischer Wille formiert sich hingegen viel schneller in der Form von NIMBY-Initiativen („Not-in my-backyard“), wenn Bürger sich durch Entscheidungen persönlich betroffen fühlen und meinen, ihren Status-Quo gegen das Gemeininteresse verteidigen zu müssen, häufig auch nach dem alle Möglichkeiten von gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungen ungenutzt verstrichen sind.

    Zeigt sich in diesem wachsenden Desinteresse der Bürger an ihrer kommunalen Demokratie die vermeintliche Krise der Demokratie im Allgemeinen? Oder ist gar alles in Ordnung in den Städten und Gemeinden, dass der Bürger keine Notwendigkeit sieht, sich einzubringen? Sind es nur noch persönliche Belange, die einen Menschen politisch werden lässt, hat das „Gemeinwesen“ ausgedient? Und wie soll und kann sich die Kommunalpolitik darauf einstellen? Diese und weitere Fragen sollen in diesem Seminar aufgeworfen, analysiert und diskutiert werden.


       

       

    Dr. Serge Embacher

    Foto: David Ausserhofer

    Vita
    Serge Embacher, geboren 1965, lebt in Berlin. Er ist Politikwissenschaftler und Publizist. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Bürgergesellschaft und Demokratiepolitik. Er hat im Deutschen Bundestag als wissenschaftlicher Referent gearbeitet und sich dort vor allem mit den Themenfeldern Kulturpolitik, Bürgerschaftliches Engagement und Innenpolitik beschäftigt. 2010 koordinierte er für das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) das Nationale Forum für Engagement und Partizipation. Zurzeit leitet er das Projekt Forum Inklusive Gesellschaft (in Kooperation mit dem BMAS). Zahlreiche Vorträge, Publikationen und Expertisen zu Demokratie und Bürgergesellschaft, zuletzt: Eine solidarische Bürgergesellschaft ist möglich! Aufsätze zu Demokratieund Engagement. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Bad Homburg 2013.  

    "Politik verstehe ich nicht!"
    Demokratie nur für Schlaue? Oder geht es auch in einfacher Sprache

    31.10.2014, 19:00 Uhr
    Schwarzenbek, Berufliches Förderzentrum
    Hans-Koch-Ring 13
    in Kooperation mit dem Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow

    Ist Demokratie nur etwas für die Schlauen? Oder geht nicht auch in einfacher Sprache? Und wer nimmt sich die Zeit, Politik zu erklären, wenn die Sachverhalte komplex sind und das politische Tagesgeschäft doch drängelt. Ist dies vielleicht gar nicht gewünscht? Oder hört sowieso keiner zu, so dass sich der Aufwand gar nicht lohnt. Schließlich ist der Bürger doch mündig und kann sich selber kümmern, wenn er will.

    Angesichts stetig sinkender Wahlbeteiligung könnte diese Diskussion möglicherweise auch einen Erkenntnisgewinn liefern, warum Politik immer weniger interessiert. Vielleicht kommt das Interesse an Politik doch erst über das Verständnis von Politik zustande? Dr. Serge Embacher freut sich auf Ihre Beiträge zur Diskussion.

    Eintritt frei!


       

       

       

      

       

       

       

       

    Deborah Hartmann

    Kostenloses Lehrerseminar
    in Kooperation mit Yad Vashem Jerusalem
    "Die Erinnerung an den Holocaust in der 3. Generation"

    Das Möllner Jugendbildungsprojekt „OPEN MIND - Leben mit gelben Stern“ bietet Rahmen der Reihe „Demokratie leben“ in Kooperation mit Yad Yashem Jerusalem am 01. Oktober 2014 in der Zeit von 14:00 – 18:00 Uhr eine kostenlose Fortbildung für Lehrkräfte aller Fachschaften zum Thema

    "Die Erinnerung an den Holocaust in der 3. Generation"
    Themen – Methoden - Materialien

    Die Fortbildung wird von Deborah Hartmann in den Räumen des Regionalen Bildungszentrums Mölln geleitet. Sie am arbeitet am Desk für die deutschsprachigen Länder der International School for Holocaust Studies, Yad Vashem. Zwischen 2011 und 2014 hat sie die pädagogische Abteilung Yad Vashems im deutschsprachigen Raum vertreten und in Berlin gelebt. Neben ihrer Tätigkeit für Yad Vashem hat sie am Projekt „Zeugen der Shoah“ der Freien Universität Berlin mitgewirkt, sowie am American Jewish Committee in Berlin pädagogische Materialien erarbeitet. Seit Juli 2014 lebt Deborah Hartmann wieder in Jerusalem.

    Die International School for Holocaust Studies in Yad Vashem, Jerusalem und die Neri Bloomfield School of Design and Education in Haifa führen seit dem Jahr 2008 gemeinsam ein Postkarten-Designprojekt durch.

    Jährlich zum Internationalen Holocaustgedenktag, dem 27. Januar, gestalten die Studierenden der Neri Bloomfield School in Haifa Postkarten, mit denen sie ihre persönliche Sichtweise auf einzelne Aspekte der Shoah künstlerisch zum Ausdruck bringen.

    Die Postkarten zeigen den individuellen Zugang der jungen Künstlerinnen und Künstler zu dem komplexen Thema Shoah. Komprimiert auf das Format einer Postkarte bringen sie ihre persönlichen Interessen, Fragen und Gedanken sowie nicht selten ihren privaten Familienhintergrund zum Ausdruck.

    Darüber hinaus ermöglichen die im Laufe dieses Projekts entstandenen Postkartensammlungen der Jahre 2008 bis 2013 einen einzigartigen Blick auf die facettenreiche kollektive Erinnerungskultur Israels, insbesondere auf den Beitrag der jungen, nunmehr dritten bzw. vierten Generation nach der Shoah. Mit der Auswahl und Übersetzung dieser Postkarten sollen in erster Linie junge Europäerinnen und Europäer aus dem deutschsprachigen Raum eingeladen werden, sich mit der Perspektive junger Israelis auf die Shoah auseinanderzusetzen. Der damit ermöglichte Perspektivenwechsel kann Anstoß geben, die eigene Erinnerungskultur im Kontext einer jüdisch-israelischen Sichtweise zu hinterfragen und zugleich andere Formen des Umgangs und der Deutung von Geschichte kennenzulernen.

    Der Workshop widmet sich zudem der Frage, wie die Shoah aus Sicht der dritten und vierten Generation in Israel und Deutschland rezipiert wird und in welcher Form an den Holocaust im 21.Jahrhundert erinnert wird.

    Bei Interesse wenden Sie sich bitte an den Verein Miteinander leben e.V., entweder bei unserer Projektleiterin Gabriele Hannemann unter yadruth@gmx.de oder bei Mark Sauer unter der Rufnummer 04541 / 8000-114.


       

       

       

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    "Berichten über Rechtsextremismus
    Eine Bühne für Neonazis?"
    Aufzeichnung einer Podiumsdiskussion mit Journalisten
    im Stadthauptmannshof Mölln vom 19.04.2013

    18.05.2013, 15:00 Uhr
    Offener Kanal Lübeck unter 98,8 MHz
    (106,5 im Kabel) und als Direktsendung im Internet unter www.okluebeck.de

    Unter dem Titel „Berichten über Rechtsextremismus – Eine Bühne für Neonazi?“ hat der Verein Miteinander leben e.V. zusammen mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg, dem Ratzeburger Bündnis und dem Beratungsnetzwerk Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein am 19. April 2013 eine Podiumsdiskussion mit Journalisten im Medaillonsaal des Stadthauptmannshofes in Mölln durchgeführt.

    Ratzeburgs Bürgermeister Rainer Voß diskutierte mit Stefan Schölermann vom NDR, Dr. Marc Brandstetter von der Internetplattform „Endstation Rechts“, Hanno Hannes von der Lauenburgischen Lokalredaktion der Lübecker Nachrichten, und Claas Greite vom Hamburger Abendblatt über das besondere Spannungsfeld von Berichterstattungen über die rechte Szene und deren Aktionen aus journalistischer Sicht.

    Es wurden Themenkomplexe angesprochen, wie Recherchen zu rechtsextremen Aktivitäten, Berichte über die NPD (insbesondere in Wahlkampfzeiten), Darstellungen rechter Aufmärsche und sie wie die gezielte Instrumentalisierung der Neuen Medien durch Rechtsextremisten.

    Die Podiumsdiskussion erfolgte im Rahmen der Reihe "Demokratie leben" - Politischen Bildung im Kreis Herzogtum Lauenburg und wurde zur nachträglichen Ausstrahlung im Offenen Kanal Lübeck aufgezeichnet.

    Veranwortlich für die Sendung:
    Mark Sauer
    Verein Miteinander leben e.V.
    Lohgerbergang
    23879 Mölln.


       

       

    "Berichten über Rechtsextremismus –
    Eine Bühne für Neonazis?"
    Podiumsdiskussion & Publikumsgespräch

    19. April 2013, 19:00 Uhr
    Medaillonsaal des Stadthauptmannshofes, Mölln

    Stefan Schölermann (NDR) und
    Dr. Marc Brandstetter (Endstation Rechts)
    diskutieren mit Redakteuren und Journalisten

    Der Verein Miteinander leben e.V. lädt zusammen mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg, dem Ratzeburger Bündnis und dem Beratungsnetzwerk Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein am Freitag, den 19.04.2013 um 19:00 Uhr zu einem ein öffentliches Pressegespräch im Podiumsformat im Medaillonsaal des Stadthauptmannshofes in Mölln.

    Unter dem Titel „Berichten über Rechtsextremismus – Eine Bühne für Neonazi?“ sind Redakteure und Journalisten aus der Region eingeladen, um gemeinsam über das besondere Spannungsfeld von Berichterstattungen über die rechte Szene und deren Aktionen aus journalistischer Sicht zu diskutieren. Stefan Schölermann vom NDR und Dr. Marc Brandstetter von der Internetplattform „Endstation Rechts“ werden als zwei fachkundige Moderatoren gemeinsam diese Gesprächsrunde leiten und strukturieren werden.

    Es sollen Themenkomplexe angesprochen werden, wie Recherchen zu rechtsextremen Aktivitäten, Berichte über die NPD (insbesondere in Wahlkampfzeiten), Darstellungen rechter Aufmärsche und Aktionen oder die Veröffentlichung von Leserbriefen mit vermeintlich rechtsextremen Positionen. Dabei erhoffen sich die Veranstalter eine lebhafte Diskussion mit unterschiedlichen Standpunkten zur Herangehensweise an diese Berichterstattung, natürlich unter Beteiligung des Publikums.

    Der Eintritt ist frei.


       

       

       

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    Vortragsveranstaltung

    Rechtsextremismus im Norden

    22. November 2012, 19 Uhr GeesthachtMuseum!
    im Krügerschen Haus, Bergedorfer Str. 28, 21502 Geesthacht

    EINTRITT FREI !

    Seit Jahren ist die Szene von „Nationaldemokratische Partei Deutschland“ (NPD), „Freie Kameradschaften“ (FK) und „Autonome Nationalisten“ (AN) im Wandel. Glatze und Bomberjacke oder „Ausländer raus“ war gestern. Heute kommen sie im coolen Style und sprechen von „Menschen, die nicht gezwungen werden dürfen, der Arbeit hinterher ziehen zu müssen“. Selbstbewusst wollen sie sich, trotz gewalttätigen Übergriffen, in der „Mitte der Gesellschaft“ verankern. Rein in die Sportvereine, ran an die Freiwillige Feuerwehr ist die Parole. Vor Ort sollen NPD-Mitglieder die bestehenden Sorgen und Ängste der Menschen aufgreifen. Im Alltag versuchen FK und AN Jugendliche und junge Erwachsene mit Musik und Freizeitangeboten anzusprechen. Nicht bloß im Hintergrund agieren längst verstärkt Mädchen und Frauen für die „nationale Opposition“. Bewusst gehen sie in soziale und pädagogische Berufe. Ausbleibende große Wahlerfolge im Norden, oder verkürzte Aufmärsche ändern an dem Kurs nichts.

    In der Veranstaltung stellt der Journalist und Publizist Andreas Speit rechtsextreme Ideologien und Organisationen vor. Die Hinwendung der Szene in Schleswig-Holstein zu aktuellen Themen beim „Rechtsrock“ werden hinterfragt und die geänderte Rolle von Frauen und gezielte Erziehung der Kinder beleuchtet. In einem Vorab-Kurzreferat geht Stadtarchivar und Historiker Dr. William Boehart auf die Anfälligkeit des Kreises Herzogtum Lauenburg für rechtsextremistisches Gedankengut nach 1945 ein.

    Unter dem Begriff „Renazifizierung“ beschreibt er den Umgang der öffentlichen Verwaltung, der Schulen und der Politik mit dem „Erbe“ der nationalsozialistischen Vergangenheit. Am Grenzgebiet entlang des „Eisernen Vorhangs“ entwickelte sich in weiten Bevölkerungskreisen eine besondere Mentalität, die eine offene und kritische Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erschwerte..

    Eine Veranstaltung der Volkshochschule Geesthacht.


        

    "Die Gefahr kommt von Rechts!"
    Rechtsextremismus im Kreis Herzogtum Lauenburg
    nach 1945

    Sonnabend, 17. November 2012
    Ganztagesseminar (10-17 Uhr)
    Ort: Internationale Begegnungsstätte "Lohgerberei", Lohgerbergang, Mölln

    Der Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg lädt zusammen mit dem Verein Miteinander Leben e.V. zu einem Seminar zum Thema „Rechtsextremismus im Kreis Herzogtum Lauenburg nach 1945“.

    Unter dem der Überschrift „Die Gefahr kommt von Rechts!“ befasst sich die Veranstaltung mit der Geschichte des Rechtsextremismus im Kreis nach dem Zweiten Weltkrieg, mit den Möllner Brandanschlägen von 1992 und mit der aktuellen Auseinandersetzung zu rechtsextremistischen Gedankengut und Aktionen in der Region.

    Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten. Kontakt: Christian Lopau; Tel: 0151-55117371; Anmeldung per Email: info@verein-miteinander-leben.de

    Programm:
    10 Uhr
    Begrüßung und Einführung
    (Wolf-Rüdiger Busch)
    10.15 Uhr:
    „Die 12 vergessenen Jahre“ – Forschung zum Nationalsozialismus im Kreis nach 1945
    (Christian Lopau)
    11.15 Uhr:
    Die "Renazifizierung" im Kreisgebiet nach 1950
    (Bill Boehart)
    12.15 Uhr:
    Die Dönitz-Affäre – Schulprojekt zur Aufarbeitung der lokalen NS-Geschichte am Beispiel Geesthacht
    (Susanne Falkson)

    13.15 -14.15 Uhr Gemeinsame Mittagspause in der Begegnungsstätte

    14.15 – 17.00 Uhr
    Podiumsdiskussion: Die Möllner Brandanschläge – Eine Bilanz 20 Jahre danach
    Impulsreferat: Die „Asyl-Debatte“ in Deutschland um 1992 (Astrid Bußenius)
    Moderation: Martin Stein (voraussichtlich)

    Diskussionsteilnehmer:
    Mark Sauer, Verein Miteinander Leben
    Burkhard Peters, MdL
    Christian Lopau, Stadtarchivar
    Mitglied der türkischen Gemeinde
    Pastorin Hilde Lage, Mölln


        

    Dr. Serge Embacher

    "Gefährliche Liebschaften" – Gleichgültigkeit, Wahlabstinenz und rechter Populismus als Gefährdungen der Demokratie

    Vortrag am 13. November 2012, 19:30 Uhr
    in Ratzeburg, Ratssaal der Stadt Ratzeburg

    Die Einstellungen zur Demokratie in Deutschland sind zwiespältig geworden. Einerseits existiert weitgehende Einigkeit über die Demokratie als Gesellschaftsform und Lebensweise. Andererseits wächst die Enttäuschung gegenüber der „real existierenden Demokratie“. Politik wird zunehmend als Privilegienherrschaft der „politischen Klasse“ wahrgenommen und mit Skepsis und Misstrauen betrachtet. Es scheint zu einer tiefgreifenden Entfremdung zwischen der Lebenswelt der Bevölkerung und der professionellen Politik in Regierung und Parlamenten gekommen zu sein. Die Folgen sind Gleichgültigkeit, Wahlenthaltung und eine Tendenz zu rechtspopulistischen Strömungen – Letzteres vor allem in den östlichen Bundesländern. Der Vortrag geht den Ursachen für diese Entwicklung auf den Grund und formuliert Ansätze für Auswege und Lösungen.

    Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.


        

    Der US-Präsidentschaftswahlkampf 2012
    U.S. Presidential Election 2012: Process, Politics and Prospects
    Wohin steuert Amerika?

    Vortrag mit US-Generalkonsulin Inmi K. Patterson
    aus Hamburg

    20. September 2012, 19:00 Uhr
    Ratsaal des Rathaus, Ratzeburg

    Am 6. November ist Amerika wieder aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Gegen den amtierenden Präsidenten Barack Obama tritt als Republikanischer Herausforderer Mitt Romney an. Es deutet sich eine spannende Richtungswahl an, deren Ausgang weltweit und natürlich auch in Europa und Deutschland weitreichenden politischen und wirtschaftlichen Einfluss haben wird.
    Grund genug also, sich im Rahmen des „Jahres des politischen Bildung“ einmal mit diesen politischen Großereignis zu befassen und sich detailliert und aus „erster Hand“ über die Verfahrensabläufe der US-Präsidentschaftswahl, die sich gegenüberstehenden politischen Lager, die aktuellen Wahlkampfkampagnen, die für den Wahlausgang entscheidenden Faktoren sowie die Auswirkung auf die amerikanische Politik und das transatlantische Verhältnis zu informieren.

    Auf Einladung der Volkshochschule Ratzeburg möchte die US-Generalkonsulin Inmi K. Patterson aus Hamburg am 20. September 2012 um 19:00 Uhr im Ratssaal der Stadt Ratzeburg diese Aufgabe als fach- und sachkundiger Referentin übernehmen und unter dem Titel „U.S. Presidential Election 2012: Process, Politics, and Prospects“ einen umfassenden und informativen Einblick zum aktuellen Topthema der amerikanischen Innenpolitik geben.

    Generalkonsulin Patterson beendet mit ihrem Vortrag im Ratzeburger Rathaus eine ganztägige Besuchsrundfahrt in Mölln und Ratzeburg, in deren Rahmen Sie sich über touristische und wirtschaftliche Seiten der Städte informieren und ein Gespräch mit Schülern zum Thema „Amerika“ führen möchte.
    Ihren Vortrag wird Generalkonsulin Patterson auf Englisch und auf Deutsch halten. Die Veranstaltung ist ein Beitrag des Volkshochschule Ratzeburg zum "Jahr der Politischen Bildung", ein Projekt im Rahmen des Lokalen Aktionsplans für Vielfalt, Toleranz und Demokratie im Herzogtum Lauenburg, der gefördert wird durch das Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

    Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.


        

    "Zerrissene Welten"
    Lesung mit Anatol Egbuna.

    Freitag, den 31.08.2012 um 18.00 Uhr
    "Lohgerberei", Lohgerbergang, Mölln

    Der 1978 geborene Autor berichtet auf ergreifende Weise von seinem Leben in Nigeria und Deutschland. Geboren als Sohn eines Nigerianers und einer deutschen Mutter, wuchs er bis zu seinem 18. Lebensjahr in Nigeria auf. Als die Mutter die Familie verlässt und nach Deutschland zurückkehrt, beginnt für den damals vierjährigen Jungen ein Martyrium. Die nigerianische Stiefmutter akzeptiert ihn nicht und lässt ihn dies spüren, auch der Vater bietet ihm keinen Halt. Immer wieder wird Anatol Egbuna als Weisser, „OYIBO“ ausgegrenzt. Mit 17 Jahren flieht er nach Deutschland und erlebt hier die Ausgrenzung als „Neger“. Er bekommt jedoch auch Unterstützung und schafft es mit eisernem Willen, trotz seiner teilweise erschütternden Erlebnisse sein Leben zu meistern. Seine Erlebnisse hat er in zwei Büchern festgehalten, aus denen er liest. Anschließend ist bei einem Imbiss Gelegenheitv zum Austausch.

    Die Veranstaltung ist ein Beitrag des Vereins Miteinander leben e.V. zum "Jahr der Politischen Bildung", ein Projekt im Rahmen des Lokalen Aktionsplans für Vielfalt, Toleranz und Demokratie im Herzogtum Lauenburg, der gefördert wird durch das Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

    Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.


        

    "Einfach nur dagegen"
    Wie wir unseren Kindern die Zukunft verbauen
    Lesung mit Gerhard Matzig

    22. Juni 2012, 19:30 Uhr
    Petri-Forum, Am Markt 7, Ratzeburg
    Eintritt: 5,00 €

    Stuttgart 21, Olympia 2018: nein, danke – Warum sind wir gegen alles?
    Die Atomkatastrophe in Japan hat gezeigt, welch desaströse Kehrseite moderne Technologien haben können – und dass wir die Zukunft unserer Kinder damit aufs Spiel setzen. Dennoch tun wir dies auf ebensolche Weise, wenn wir uns dem Wandel dauerhaft verweigern. Und Bedenken haben derzeit Konjunktur, „Wutbürger“ wurde zum „Wort des Jahres“. Der Protest gegen die Münchner Olympiabewerbung und die Revolte gegen den neuen Bahnhof in Stuttgart sind nur die jüngsten Beispiele für ein Phänomen, das in Deutschland um sich greift: das Dagegen-Sein. Die Zukunftslust ist uns offenbar vergangen. Fortschritt ist mittlerweile ein Wort, das Allergien auslöst, Technik ein Feindbild. Aber warum dieser Wille zum Stillstand, warum stehen Visionen und Utopien heute in solch schlechtem Ruf? Warum glauben wir, Werte wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz nur dann in unser Handeln integrieren zu können, wenn wir gleichzeitig den Rückwärtsgang in die Vergangenheit einlegen? Gerhard Matzig porträtiert eine neobiedermeierlich gestimmte und überalterte Gesellschaft, in der Angst, Missmut und Besitzstandsdenken regieren. Er zeigt, wie der Egoismus der Wutbürger unseren Kindern die Zukunft verbaut, und entwirft Szenarien einer neuen Moderne in Politik, Wirtschaft und Technik – für eine Welt, die uns einlädt, sie kreativ zu gestalten. Statt sie wütend zu bekämpfen.

    Volkshochschule Ratzeburg in Kooperation mit der Buchhandlung Weber


       

    "Eine Synagoge für Bad Segeberg"

    20.06.2012, 18:00 Uhr
    "Lohgerberei", Lohgerbergang, Mölln

    Im Rahmen des Jahrs des „Jahres der politischen Bildung“ der Volkshochschulen zeigt der „Verein Miteinander leben e.V.“ am Mittwoch, den 20.06.2012 um 18.00 Uhr in der Lohgerberei in Mölln den Film von Ulrich Selle: „Eine Synagoge für Bad Segeberg“.

    Die 200 Jahre alte jüdische Gemeinde in Bad Segeberg und ihre Synagoge wurden 1938 von den Nationalsozialisten zerstört. Im Jahr 2002 gründen der deutsche Kripobeamte Walter Blender und die aus Weißrußland eingewanderte Ljudmilla Budnikov eine neue Gemeinde. Gemeinsam mit jüdischen Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion kämpfen sie für einen Neuanfang jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein. In dem Gebäude einer alten Lohmühle bauen die Gemeindemitglieder mit sehr viel Eigeninitiative, Phantasie und Unterstützung in jahrelanger Arbeit die Synagoge auf. Sie ist die erste neu entstandene Synagoge in Schleswig-Holstein nach dem Ende der Nazi-Herrschaft. Der 90minütige Film begleitet die Gemeinde von ihrer Gründung und den Aufbau der Synagoge bis zur feierlichen Einweihung im Juni 2007. Neben der Schilderung des Synagogenaufbaus gibt der Film auf spannende Weise einen Einblick in das Alltagsleben der heutigen jüdischen Gemeinde.

    Der Gemeindevorsteher der Jüdischen Gemeinde Bad Segeberg, Walter Blender, sowie Peter und Gabi Siegfried aus Mölln, ebenfalls Mitglieder der Segeberger Gemeinde, stehen anschließend für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Bei einem Imbiss besteht die Möglichkeit zu einem Gedankenaustausch.

    Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.


       

    Geschichte des Rechtsterrorismus in Deutschland.
    Eine Bestandsaufnahme
    Prof. Dr. Fabian Virchow, FH Düsseldorf

    Vortrag mit anschließender Diskussion

    24. Mai 2012, 19:30 Uhr
    Ratssaal des Ratzeburger Rathauses
    Eintritt frei!

    "Rechter Terror? Das hat es doch früher in der Bundesrepublik nicht gegeben! Die Chroniken, die jetzt in den Zeitungen erscheinen, gehen meist nur bis in die frühen neunziger Jahre zurück. Als wäre der Rechtsterrorismus ein Produkt der Wiedervereinigung oder allein ein Restgift, eine Altlast der implodierten DDR. Tatsächlich hat es in der Bundesrepublik schon lange zuvor rechten Terror gegeben. Besonders in den siebziger Jahren stieg die Zahl der Gewalttaten rasant an, eine Entwicklung, die 1980 in eine in der Bundesrepublik bis dahin unbekannte Häufung rechtsterroristischer Taten aus dem neonazistischen Spektrum mündete", schreibt Fabian Virchow, Leiter des Forschungsschwerpunkts Rechtsextremismus / Neonazismus an der FH Düsseldorf, in seinem Beitrag "Für Volk und Nation" auf „Zeit-online“. Von Anfang an sei diese Geschichte auch eine Geschichte der Geheimdienste gewesen.

    Die rassistische Gewaltwelle der frühen neunziger Jahren, für die nicht zuletzt die Pogrome in Hoyerswerda und Rostock stehen, hat die extreme Rechte als Ermutigung empfunden. In den neonazistischen Gruppen phantasierte man über den bevorstehenden Volksaufstand. Noch heute werden im Internet und im RechsRock ungehemmt Gewalt- und Mordfantasien artikuliert. Virchow resümiert: "Hasserfüllt fiebert man dem großen Bürgerkrieg entgegen, aus dem ein neues völkisches Deutschland entstehen werde". Solche blutige Visionen verlangten nach dem Fanal und der Ausschaltung der Feinde. "Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die jetzt identifizierte Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund steht in der Kontinuität eines Rechtsterrorismus, wie er die Bundesrepublik seit den fünfziger Jahren begleitet".

    Wir wollen diese Geschichte des Rechtsterrorismus in den Blick nehmen.

    Volkshochschule Ratzeburg

    Ausschluss-Klausel:
    Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.


       

    „Unter Nazis“ Ehepaar Lohmeyer berichtet aus Jameln
    Freitag 11.05.2012, 18.00 Uhr
    Lohgerberei Mölln

    Der Verein Miteinander Leben lädt am Freitag 11.05.2012 um 18.00 Uhr zu einem spannenden Erfahrungsbericht von Birgit und Horst Lohmeyer in die Lohgerberei ein.

    Unter dem Titel „Unter Nazis“ berichtet das Ehepaar vom Leben in Jamel südlich von Schwerin, wo sie nach ihrem Umzug vor 7 Jahren feststellten, dass der Ort von Neo-Nazis beherrscht wird, etwa die Hälfte der Einwohner der rechtsextremen Szene zu zu ordnen sind. Mit Musik und Kunst setzen sie seitdem dort ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus: "Wir wollten dieses Dorf aus dem rechten Dornröschenschlaf rütteln und reißen, indem wir halt Öffentlichkeit schaffen", sagt Birgit Lohmeyer.

    Die beiden wurden mit verschiedenen Preisen für ihr Engagement ausgezeichnet: dem Bürgerpreis der deutschen Zeitungen im Jahr 2012 und dem "Paul Spiegel-Preis für Zivilcourage 2011" des Zentralrats der Juden in Deutschland sowie der Auszeichnung "Held des Nordens 2011". Die Preise und die Berichterstattung darüber machen das Leben in Jamel allerdings nicht leichter, es geschehen persönliche Bedrohungen und Sachbeschädigungen. Dennoch wird das Ehepaar bleiben und weiter zur Wehr setzen.

    Nicht schweigen - einmischen - wie dies Birgit und Horst Lohmeyer über die Jahre gelungen ist, wollen sie in ihrem Bericht veranschaulichen und mit ihrem Beispiel Mut machen.

    Die Veranstaltung ist ein Beitrag des Vereins Miteinander leben e.V. zum "Jahr der Politischen Bildung", ein Projekt im Rahmen des Lokalen Aktionsplans für Vielfalt, Toleranz und Demokratie im Herzogtum Lauenburg, der gefördert wird durch das Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

    Nach dem Vortrag gibt es bei einem Imbiss Gelegenheit zum Austausch mit den Referenten.


       

    Schule ≠ Demokratie?
    Podiumsdiskussion

    26. April 2012, 19:30 Uhr
    Volkshochschule Ratzeburg
    Ratssaal des Ratzeburger Rathauses
    Eintritt frei!

    „Was Hänschen nicht lernt…“
    Dass Demokratie immer wieder neu gelebt und erlernt werden muss, ist ein Gemeinplatz. Und unsere Gesellschaft hat ein ganz vitales Interesse daran, dass ihre Bürger ein sicheres Demokratie – Bewusstsein haben.

    Da liegt es eigentlich nahe, dass dieser Bereich in der Schule einen besonderen Platz inne hat. Daran können aber nach Erfahrung vieler Menschen durchaus Zweifel gehegt werden. Ist dieser Eindruck zutreffend? Welche Möglichkeiten hat die Schule eigentlich, hier intensiv tätig zu werden? Was können oder müssen wir von (politischer) Erziehung in der Schule erwarten, was sollte Schule lieber anderen Bereichen überlassen?

    Diesen und vielen anderen Fragen ist die Veranstaltung gewidmet, in der der bekannte Politikwissenschaftler Dr. Udo Metzinger ein Impulsreferat halten und anschließend eine Podiumsdiskussion mit Fachleuten moderieren wird: Schulleiter der Gymnasien Ratzeburg und Mölln, Thomas Engelbrecht und Dr. Thomas Brademann, der Gemeinschaftsschulen Ratzeburg und Mölln, Henning Nitz und Dr. Volker Schmidt, sowie der Berufsbildenden Schulen Mölln, Ulrich Keller. Als Fach(Unterrichts-)Mann ergänzt Dr. Andreas Groh (IQSH) die Runde.


       

    Überlebt unsere Kultur?

    Kultur stärken heisst
    Demokratie stärken.

    24. April 2012, 19 Uhr
    im Ratssaal, Rathaus, 21502 Geesthacht

    Eine Diskussionsveranstaltung zur aktuellen Lage der Kultur in Schleswig-Holstein und Geesthacht. Moderiert wird die Veranstaltung vom Stadtarchivar und Historiker Dr. William Boehart.
    Wir freuen uns auf eine lebhafte Diskussion auf dem Podium und mit dem Publikum.

    Wie viel Kultur...
         ...braucht die Demokratie?
    Wie viel Kultur...
         ...braucht Geesthacht?

    Künstlerische Freiheit und kulturelle Vielfalt bilden die Basis einer demokratischen Gesellschaft. Ihre Sicherung und freie Nutzung sind eine kulturpolitische Herausforderung, die Staat, Kommunen und Kulturschaffende nur gemeinsam bestehen und gestalten können.
    Die finanziellen Kürzungen bei den Kultureinrichtungen führen dazu, das reichhaltige Angebot in Geesthacht empfindlich zu beeinträchtigen.
    Es ist an der Zeit, die Folgen dieser Entwicklung öffentlich zu diskutieren. Es gilt, den Wert der Kultur in den Vordergrund zu rücken.

    Es diskutieren:
    • Jutta Kürtz, Journalistin, Autorin, Präsidentin Schleswig-Holsteinischer Heimatbund e.V.,
    • Dr. Martin Lätzel, Verbandsdirektor Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins e.V.,
    • Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor Büchereizentrale Schleswig-Holstein,
    • Peter Schubert, Geesthachter Theaterfreunde e.V.,
    • Dr. Werner Budesheim, Vorsitzender Freie Lauenburgische Akademie für Wissenschaft und Kultur e.V.

    Jutta Kürtz gibt zum Einstieg ein Impulsreferat.
    Die 1. Stadträtin der Stadt Geesthacht, Maren Marquardt, eröffnet die Veranstaltung.

    Stärken Sie die Geesthachter Kultur durch Ihre Diskussionsbeiträge.

    Eintritt Frei!

    Veranstalter: Volkshochschule Geesthacht gGmbH


     

    Jugendbildungsprojekt OPEN MIND – Leben mit dem gelben Stern
    Freundeskreis Yad Vashem e.V.

    „Den Holocaust im 21. Jahrhundert unterrichten“
    Themen – Methoden - Materialien

    Referentin: Deborah Hartmann Freundeskreis Yad Vashem e.V.
    Kostenfreies Fortbildungsangebot für Lehrkräfte aller Fachschaften

    05.03.2012, 14:00 – 18:00 Uhr
    Regionales Bildungszentrum Mölln
    Kerschensteiner Str. 2, Raum nach Absprache

    Information & Anmeldung bis zum 29.02.2012:
    Gabriele Hannemann, Projektleitung unter 0171/ 1435636

    Der Freundeskreis Vad Vashem hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeit der Gedenkstätte Yad Vashem finanziell und ideell zu unterstützen. In Verantwortung für Vergangenheit und Zukunft und im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus wollen wir die Erinnerung an den Holocaust wachhalten. Wir fördern zahlreiche Projekte in Israel und Deutschland im Bereich der Erinnerung und Dokumentation der Shoa sowie auf pädagogischem und wissenschaftlichem Gebiet.

    Die Aufgaben des Vereins sind:
    • die Organisation von Veranstaltungen, Vorträgen und Ausstellungen, um die Arbeit von Yad Vashem in Deutschland bekannt zu machen
    • Durchführung von Seminaren für Lehrer, Schüler und Studenten in Deutschland, sowie an der Internationalen Schule für Holocaustforschung in Yad Vashem Jerusalem
    • Beschaffung finanzieller Mittel für Yad Vashem in Deutschland und Israel
    • Publikation von themenbezogenen Büchern und Informationsschriften

    Deborah Hartmann
    Deborah Hartmann, Studium der Politikwissenschaft und Geschichte in Wien, ist seit Februar 2011 als pädagogische Mitarbeiterin der International School for Holocaust Studies für die deutschsprachigen Länder von Berlin aus tätig. Davor war sie als pädagogische Mitarbeiterin in Jerusalem für die Erstellung von Unterrichtsmaterialien und die Organisation und Leitung von Lehrerfortbildung-seminaren zuständig.

    Die Internationale Schule für Holocaust-Studien (ISHS)
    Die Internationale Schule für Holocaust-Studien (ISHS) wurde im Jahre 1993 gegründet. Die Schule bietet ein vielfältiges Angebot an Lehrerfortbildungen an und fördert den lebendigen Erfahrungsaustausch mit Pädagoginnen und Pädagogen aus aller Welt. Eine ihrer wesentlichen Aufgaben ist außerdem die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien für den Einsatz in Grund- als auch weiterführenden Schulen. Die Materialien werden in verschiedenen Sprachen und im speziellen Zuschnitt für die jeweiligen Länder erarbeitet und produziert. Die Schulgründung gilt dabei nicht nur als ein weiterer „Baustein“ auf dem Gelände Yad Vashems, sondern darf als Statement und Sinngebung betrachtet werden. Dahinter stand weiter der Wunsch, auch innerhalb der EU und Osteuropa wirken zu können.

    Der Einsatz modernster Medien ist für Yad Vashem, wenn es um die Verbesserung von Kommunikation und mehr Effizienz geht, eine Selbstverständlichkeit. So bietet die ISHS viele Materialien als Download im Internet an, zahlreiche Lernprogramme stehen als Multimedia-Pakete zur Verfügung, und neue Kommunikations- und Lernformen wie Internet-Fortbildungen oder Videokonferenzen mit Europa und den USA befinden sich derzeit in ihrer Pilotphase.

    www1.yadvashem.org/yv/en/education/languages/german/about_school.asp

    Ein Angebot des Verein Miteinander leben e.V. Mölln
    gefördert durch den Kreis Herzogtum Lauenburg


       

       

       

       

    "Lebendige Demokratie braucht wache Köpfe"
    Auftaktveranstaltung zum "Jahr der politischen Bildung im Herzogtum Lauenburg"

    01. März 2012, 19:00 Uhr
    Priesterkate, Büchen

    Demokratie muss gelebt werden, Demokratie muss erlernt werden. Politische Bildung ist dazu der Schlüssel ...an Schulen wie in der Erwachsenenbildung. In diesem Sinne planen die Volkshochschulen des Kreises Herzogtum Lauenburg und der Verein Miteinander leben e.V. unter dem Dach der Kreisvolkshochschule e.V. im kommenden Jahr eine ganzjährige Vortrags- und Fortbildungsreihe zu den Themenkomplexen Demokratie, Extremismus und Integration, um damit Wissen zu erschließen und Diskussionsprozesse für eine gelebte Demokratie anzustoßen.

    Die Reihe wird am 01. März um 19:00 Uhr in der Priesterkate Büchen unter dem Motto "Lebendige Demokratie braucht wache Köpfe" mit einem musikalischem umrahmten Gesprächsabend zum Thema "Anspruch, Wert und Wirken von politischer Bildung" eröffnet.

    In zwei moderierten Diskussionsrunden laden als "wache Köpfe" Cornelia Schmalz-Jacobsen (stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung Gegen Vergessen - Für Demokratie), Gitta Neemann-Güntner (Mitglied des Lauenburgischen Kreistags), Dr. Knut Andresen (Gustav-Heinemann-Bildungsstätte), Dr. Martin Lätzel (Verbandsdirektor des Landesverbandes der Volkshochschulen Schleswig-Holstein), Schulleiter Dr. Harry Stossun, Theaterpädagogin Nadeshda Gerdt sowie Jungpolitiker David Welsch politisch interessierte, aber auch neugierige Bürgerinnen und Bürger ein, wie wir "geistig und auch am Ball unserer Demokratie" bleiben können. Die Gesprächsrunden werden fachkundig moderiert vom Politiwissenschaftler Dr. Udo Metzinger.

    Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet durch das Klezmerensemble "Ma Piroschka". Dhekra Faruk, Dozentin der VHS Gudow-Büchen, möchte das Publikum mit orientalischem "Fingerfood" überraschen.

    Veranstalter: Volkshochschule Büchen-Gudow e.V und Volkshochschule Schwarzenbek e.V.


       

       

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    Demokratie leben

    MÄDELSACHE –
    MÄDCHEN UND FRAUEN IN DER RECHTEN SZENE

    Öffentlicher Vortrag und Diskussion mit Andrea Röpke 29.11.2011 um 19:30 Uhr
    in der Ansverus-Kirche, Mechower Str. 4

    Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten neonazistischen Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. Sie kandidieren für die NPD, organisieren Demonstrationen, führen Kassenbücher und kümmern sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses. Vor allem aber sind sie bestrebt, rechtsradikale Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene zu verankern. Gestützt auf Insiderinformationen geben die beiden ausgewiesenen Kenner des rechtsextremen Milieus Andrea Röpke und Andreas Speit in spannenden Reportagen einen Einblick in das Innenleben dieser Szene. Sie schildern, wo völkische »Sippen« bereits Vereine, Elternräte oder Nachbarschaften prägen, fragen, warum Politik und Verfassungsschutzbehörden diesem gefährlichen Treiben tatenlos zuschauen, und zeigen Strategien gegen die rechtsradikale Unterwanderung der Gesellschaft auf.

    Andrea Röpke, Jahrgang 1965, ist Politologin und freie Journalistin. Ihr Spezialgebiet: Rechtsextremismus. Neben diversen Fernsehmagazinen wie Monitor, Spiegel-TV und Panorama wurden ihre aufwendigen Inside-Recherchen im Neonazi-Milieu auch in der Taz, Süddeutsche-Online und in Fachportalen wie Blick nach rechts veröffentlicht.

    2009 erhielt sie den Preis der Lutherstädte »Das unerschrockene Wort« und wurde von der US-Botschaft in Berlin im Rahmen des »International Women of Courage Award« geehrt. Bücher u.a."Neonazis in Nadelstreifen. Die NPD auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft" (hg. mit Andreas Speit), 3., akt. Auflage 2009.

    Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

    Die Veranstaltung führt die Ratzeburger Vortrags- und Fortbildungsreihe "Demokratie leben" fort, ein Kooperationsprojekt des Vereins Miteinander leben e.V., des Ratzeburger Bündnisses und der Volkshochschule Ratzeburg, das durch den Lokalen Aktionsplan Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert wird. Über den gesamten November hinweg sind fünf Veranstaltungen zu sehr unterschiedlichen Aspekten von Demokratie und Extremismus geplant, die politisch interessierte Menschen zum Zuhören, Mitdenken und Mitdiskutieren einladen möchten, aber auch ein Fortbildungsangebot für ein Fachpublikum beinhalten.


        

    EINSTELLUNGEN ZUR DEMOKRATIE

    Vortrag mit Dr. Serge Embacher vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) Berlin

    20.11.2011 um 19:30 Uhr im Ratssaal des Rathauses

    Die Einstellungen der Deutschen zur Demokratie sind ambivalent: Während die Demokratie als solche von den meisten akzeptiert und befürwortet wird, macht sich eine zunehmende Skepsis gegenüber der „real existierenden Demokratie“ und ihren Akteuren breit. Dieses tief sitzende Misstrauen ist Ausdruck wachsender sozialer Ungleichgewichte sowie eines Mangels an demokratischen Beteiligungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten. Der Vortrag beleuchtet vor dem Hintergrund einer kritischen Zeitdiagnose Potenziale für eine neue bürgergesellschaftliche Solidarität.
    Dr. Serge Embacher ist Politikwissenschaftler und Publizist und arbeitet u. a. für das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) in Berlin. Nach dem Studium der Publizistik, Germanistik und Politikwissenschaft promovierte er mit einer Arbeit über kritische Theorie der Öffentlichkeit. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Bürgergesellschaft und Demokratiepolitik. Zuletzt ist von ihm die Studie "Demokratie! Nein danke?" im Dietz-Verlag in Bonn erschienen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
    Die Veranstaltung beschließt die Ratzeburger Vortrags- und Fortbildungsreihe "Demokratie leben", ein Kooperationsprojekt des Vereins Miteinander leben e.V., des Ratzeburger Bündnisses und der Volkshochschule Ratzeburg, das durch den Lokalen Aktionsplan Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert wird.


        

    Demokratie leben

    Onkel Ali & Co - Meine Multikulti-Straße

    16.11.2011 um 19:30 Uhr im Petri-Forum

    »Deutschland schafft sich ab« – die Erregung, die Thilo Sarrazins These auslöste, begriff Jürgen Bertram, der als Fernsehkorrespondent selbst viele Jahre im Ausland verbrachte, als Anregung. Er streifte durch seine Straße im ganz normalen Hamburger Stadtteil Eimsbüttel und führte Gespräche mit den Menschen, um die es in der unvermindert heißen Integrationsdebatte geht. Das Ergebnis seines Spaziergangs durch die Kulturen sind spannende Lebensgeschichten und überraschende Erkenntnisse.

    Ob er nun einen vietnamesischen Fischhändler kennenlernte, einen von islamischen Mitgliedern geprägten Boxklub oder eine kabylische Tänzerin – überall traf er auf fesselnde Lebensberichte und die Bereitschaft, dem Gastland etwas zurückzugeben. Aufklärung, aber keine Verklärung lautet das Credo seines Buches, das nicht für den Stammtisch bestimmt ist.

    Jürgen Bertram, Jahrgang 1940, begann seine journalistische Laufbahn bei einer niedersächsischen Heimatzeitung und kam 1972 nach Redakteursjahren bei der Deutschen Presseagentur und beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel zum NDR-Fernsehen, für das er 13 Jahre als Fernsehkorrespondent aus China und Südostasien berichtete. Er ist Autor zahlreicher zeitkritischer Bücher.

    Jürgen Bertram liest im Rahmen der Ratzeburger Vortragsreihe "Demokratie leben" im Petri-Forum. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.


        

    Demokratie leben

    "Jeder stirbt für sich allein" –
    Was Fallada uns heute zeigen kann...

    09.11.2011 um 19:00 Uhr, im Haus Mecklenburg, Reuter-Saal

    Lesung und Gespräch zum „Deutschen Tag“ mit Klaus-Jürgen Mohr, Erhard Bräunig und Rainer Voß
    Hans Falladas Werk „Jeder stirbt für sich allein“ erlebt aktuell eine Wiederentdeckung. Es geht um Rechtsextremismus im Alltagsleben, wie er sich dort festsetzt, wirkt, Angst verbreitet und die Menschen verändert ... Täter entwickelt und Opfer schafft. Falladas Erzählung ist hochaktuell, dies kann Landrat a.D. Erhard Bräunig aus Nordwestmecklenburg berichten. Rechtsextremismus entfaltet Wirkung und viele Facetten, die Fallada aus dem Alltagsleben unter dem Nationalsozialismus beschreibt, sind auch heute in Ansätzen wieder erkennbar. Diese geschichtlichen und aktuellen Erfahrungskontexte zu verbinden, soll an diesem Abend mit seinem für Deutschland geschichtlich bedeutsamen Datum an geschichtlich symbolischer Stätte gewagt werden.

    Klaus-Jürgen Mohr liest aus Falladas Werk. Rainer Voß ist im Gespräch mit Erhard Bräunig. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt vom Ratzeburger Vokalensemble unter Leitung von Holger Martens.

    Die Veranstaltung eröffnet die Ratzeburger Vortrags- und Fortbildungsreihe "Demokratie leben", eine Kooperationsprojekt des Vereins Miteinander leben e.V., des Ratzeburger Bündnisses und der Volkshochschule Ratzeburg, das durch den Lokalen Aktionsplan Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert wird. Über den gesamten November hinweg sind fünf Veranstaltungen zu sehr unterschiedlichen Aspekten von Demokratie und Extremismus geplant, die politisch interessierte Menschen zum Zuhören, Mitdenken und Mitdiskutieren einladen möchten, aber auch ein Fortbildungsangebot für ein Fachpublikum beinhalten.

    Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Der Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei. So weit möglich, können notwendige Hilfestellungen angeboten werden. Bitte wenden Sie sich an die Veranstalter unter 04541 - 8000-114.


        

    Verein Miteinander leben e.V.Demokrati*innen bei der ArbeitVolkshochschule Ratzeburg